Kunst & Kultur →
Ausstellung: Das ungebaute Berlin
“Keine andere Stadt inspirierte Architekten so sehr zu Visionen wie Berlin. Die zahlreichen politischen Umbruchsituationen verlangten nach einem jeweils neuen architektonischen und urbanistischen Ausdruck. Auch wenn die idealisierten und oft radikalen Konzepte nicht immer befriedigend auf den spezifischen Kontext reagieren und eine zugespitzte Haltung widerspiegeln, sind sie dennoch Teil der Ideengeschichte. Sie offenbaren die Sehnsüchte einer Gesellschaft. Im Gegensatz zu anderen Metropolen zieht sich die Suche nach einer alternativen Stadt wie ein roter Faden durch die Geschichte Berlins.
Es werden vergessene und verdrängte Projekte ans Licht geholt und in Plänen und Modellen präsentiert. Es wird ein anderes Berlin gezeigt, als wir es kennen, eine unsichtbare Stadt. Dessen Kenntnis ist aber für das Verständnis der gebauten Stadt notwendig, weil sich diese aus den Fragmenten der Utopien zusammensetzt. Die Ausstellungsgestaltung von Kuehn Malvezzi will nicht nur Architektur und Städtebau als Einheit darstellen, sondern auch Entwurf und Diskurs als einen Prozess. Gefilmte Statements von Koolhaas, Siza, Venturi, Eisenman, Libeskind, Foster und vielen anderen werden als ein imaginärer Kongress präsentiert, um zu demonstrieren, dass die Entwürfe Teil einer Debatte sind.” (Das ungebaute Berlin)
Zeit: 16.07. – 15.08.2010, täglich 10 – 20 Uhr
Ort: Café Moskau, Karl-Marx-Allee 34, Berlin-Mitte
Metadaten
Diese Artikel könnten Dich auch interessieren
- Der ungebaute Flughafen von Manhattan
- Ausstellung: Ein neuer Blick. Architekturfotografie aus den Staatlichen Museen zu Berlin
- Berlin 89/09 – Kunst zwischen Spurensuche und Utopie
- U10-Berlin: Kronos-Projekt im U-Bhf Innsbrucker Platz (U10)
- Die 6. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst eröffnet in Berlin-Mitte und Kreuzberg



WARNUNG!
Diese Ausstellung ist ein Graus und damit ein gutes Beispiel wie man es auf KEINEN Fall machen sollte.
Dem Interessierten Laien so wie dem Fachpublikum wird eine konfuse Hängung einzelner Modelle, die sowohl zeitlich als auch räumlich ohne Bezug zueinanders stehen, präsentiert. Grausame Nummerierung, die auf einen Handzellel verweist, auf dem legiglich Name des Architekten und Entstehungszeit des Entwurfs verzeichnet sind, erleichtern dieren Entschlüsselung mitnichten.
Erklärungsversuche in Ordnern vor den Exponaten, speisen sich hauptsächlich von Kopien ein und der selben Publikation und geben keinerlei Hinweise auf das Besondere oder die Hintergründe zu den Holzmodellen und Zeichnungen!
Das Grauen wird im Keller komplettiert, in dem vier weiße Stellwände Interviewausschnitte bedeutender Architekten asynchron in Bild und Ton den Rezipienten zum Verlassen der Ausstellung drängen.
Ein Gästebuch gibt es nicht und sie wissen wahrscheinlich auch warum! Noch nie war mein Drang mich darin zu “verewigen” stärker als bei dieser “Ausstellung”!
FAZIT: 6 Euro für so eine Frechheit sind 6 Euro zu viel!!
Das könnt ihr aber allemal besser!
I regret to say that I can only agree with Leskas comment. It’s a brilliant idea badly executed. I actually thought Café Moskau would open its top floor for it and was rather surprised when I saw the small, hot room that had crowded it in.
I wrote some more on the exhibition in my Blog, Nicht winken!
http://nichtwinken.blogspot.com/2010/08/unbuilt-berlin-ungebautes-berlin-at.html