Projekt von Ambach und von Keitz

Kunst im öffentlichen Raum ist etwas, das aus ganz unterschiedlichen Gründen entstanden ist. Als Denkmal, als Fassadengestaltung, auch als autonome künstlerische Leistung. Sie ist mehr als nur beliebige Möblierung und betrifft die ganze Stadtgesellschaft. (Der urbane Kongress – in der Mediathek des WDR)

Umso dringlicher erscheint die Aufgabe, und das nicht nur in Köln, den Kunstwerken im öffentlichen Raum wieder einen Sinnzusammenhang zu geben, den öffentlichen Raum mit seinen Kunstwerken neu zu ordnen, in Einzelfällen vielleicht auch Platz für neue Kunst zu schaffen. So wurde das Projekt “Urbaner Kongress” von der Stadt Köln als erster Feldversuch des zukünftigen „StadtLabors Köln“ bewilligt, um in einem sechsmonatigen Verfahren die innerstädtische Kommunikation von Kunst, Stadt sowie ihren Akteurinnen und Akteuren wiederherzustellen. 

Aus dem aktuell wahllosen Nebeneinander soll eine Choreografie von spannungsreichen Bezügen und sinnfälligen Nachbarschaften entstehen, an der die ganze Stadtgesellschaft mitarbeitet. Kunst im urbanen Kontext wird wieder zur aktiven Teilnehmerin städtischer Diskurse. (Stadt Köln)

Der sechsmonatige Feldversuch ist in vier Abschnitte unterteilt: Verstehen, Verhandeln, Verändern, Verlängern. Der erste Abschnitt mit den Stadtspaziergängen, in denen das Bewusstsein für vorhandene Kunstwerke geschaffen wurde, ist mittlerweile abgeschlossen. In der Zukunft wird es nun darum gehen, über die Kunstwerke, ihre Standorte und ihrer möglichen Neuordnung zu diskutieren. Im Sinne der Projektentwickler kann es dabei auch dazu kommen, dass einzelne Kunstwerke zunächst von ihrem Stammplatz entfernt werden und möglicherweise einen anderen, besseren Ort finden werden. Ein mutiges Projekt, das der Stadt Köln den Charakter eines Stadtlabors überhilft. Ein schöner Artikel auch in der FAZ vom 20.04.2012: Kann das weg?