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Leben mit der Mauer

Als Berliner meint man leichthin, die eigene Stadt stände weltweit Synonym für die Teilung durch eine Mauer. Dabei hat die Errichtung von Sperrstreifen, ob aus Beton oder Stahl, Hochkonjunktur, wie ein Beitrag auf subtopia zeigt. Meistens dauert es auch nicht lange, bis Künstler die Mauer als Projektionsfläche entdecken und ihren Widerstand kundtun.

Die weltweite öffentliche Aufmerksamkeit auf den israelisch-palästinensischen Konflikt sorgte sicher auch dafür, daß die israelische Sicherheitsmauer in letzter Zeit Objekt künstlerischer Auseinandersetzung wurde. Erste Bekanntheit erreichten wohl die Bilder des englischen Streetart-Künst Banksy von 2005 (video, video, gallerie).


(Quelle: youtube.com )

Sehr schön anzuschauen ist auch das Projekt Face2face von JR-Art. Mit einem 28-mm Objektiv wurden Personen beiderseitig der Mauer aus kürzester Distanz fotographiert. Sie schneiden Grimassen oder lächeln in die Kamera, wobei ihre Gesichter stark verzerrt werden. Die schwarz-weiß Abzüge wurden großformatig an „unausweichlichen Orten“ angebracht (video), unter anderem der Grenzmauer zwischen Palästinensern und Israelis.


(Quelle: Face2Face)

Vielleicht kann so die Trennung bei einer neuen Annäherung der beiden Lager helfen. Dies Herauszufinden wäre Aufgabe des neuen Forschungsprojektes der Universität von Cambridge, welches die Regeneration von Städten untersucht, welche durch Krieg und Konflikte geteilt wurden. Und bei diesem Projekt wird auch wieder ein Augenmerk auf Berlin fallen.

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