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Lulu dans ma rue – Kann ein Kiosk die Nachbarschaft zusammenhalten?

Der erste Kiosk im Marais-Viertel

Der erste Kiosk im Marais-Viertel © Bettina Kaps / Deutschlandfunk

Wenn eine Freundin, die gleich um die Ecke wohnt, in den Urlaub fährt, gieße ich bei ihr die Blumen und checke ihren Briefkasten regelmäßig. Sie macht das gleiche für mich, wenn ich mal nicht da bin. Diese kleinen gegenseitigen Hilfen machen das Großstadtleben leichter. Nicht nur für die, die keine Freunde in der Nachbarschaft haben, oder sie nicht fragen wollen, gibt es im Pariser Stadtteil Marais den Verein „Lulu dans ma rue“ (Lulu in meiner Straße), der all die kleinen ‚haushaltsbezogenen‘ Dienstleistungen vermittelt.

Die Lulus sind die selbständigen Helfer*innen, die auf die Kinder aufpassen, das neue Regal anbringen, beim Tragen von schweren Einkäufen helfen, die Blumen während des Urlaubs gießen oder mit dem Hund Gassi gehen. 100 Lulus sind es schon und 5000 Einwohner*innen des Marais nutzen ihre Dienste. Ziel ist es, die sozialen Bindungen im Stadtteil zu stärken und lokale Jobs zu schaffen. Charles-Edouard Vincent, der Initiator des Vereins, sieht es als eine Form der solidarischen Nachbarschaftshilfe.

Zentrum des Ganzen im vierten Arrondissement ist ausgerechnet ein kleiner Kiosk – einer, der den berühmten Pariser Zeitungskiosken ziemlich ähnelt, mit dem Unterschied, dass es hier Dienstleistungen und keine Zeitschriften gibt. Dass Kioske, diese eigentümlich Mischung aus Gebäude und Stadtmobiliar, eine ganz eigene Faszination ausüben, zeigen unser erster Bericht zu Kiosken und unser urbanoFILMS #21.

Die (leider nur) französische Seite der Vereins findet sich hier.

Der Deutschlandfunk berichtete kürzlich über ‚Lulu dans ma rue‘ hier.

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