Follow us on: Facebook · Twitter · RSS
 
Einzelansicht
Kunst & Kultur →

Objekte der Begierde

Nach dem etwas nüchternen Artikel zu den neuen Wettbewerbsregeln, haben wir versucht herauszufinden, wie eigentlich die Trophäen aussehen, von denen wir Architekten und Planer träumen. Im folgenden eine kleine Galerie von Preisen, zu denen wir Bilder gefunden haben. So kann jeder schon mal planen, wo sich das Schmuckstück am besten im Regal machen würde.

Der Oskar unter den Architekturpreisen: Der Pritzker-Preis. Wer ihn hat, braucht sich nicht mehr zu sorgen, dass das Telefon nicht mehr klingelt. Allerdings kommt diese Auszeichnung meistens in späteren Lebensjahren. (Quelle: The Pritzker Architectural Prize)

Nike nennt sich die Trophäe des Großen BDA-Preises. Sie war die Siegesgöttin in der griechischen Mythologie und hat eigentlich Flügel. Das kopflose Exemplar hat der Künstler Wieland Förster entworfen und lässt sich bestimmt gut mit einer Hand vor der versammelten Presse hochhalten. (Quelle: Der Architekt)


Die Stiftung Mies van der Rohe scheint ihre Gewinner mit einem Detail des Großmeisters beschenken zu wollen. Im linken Bild sind in der Mitte die spanischen Architekten Luis Mansilla und Emilio Tun??n zu sehen, welche den Preis 2007 erhielten und nun neugierigen Besuchern das Stück Altmetall erklären müssen. (Quelle: Fundaci?? Mies van der Rohe)

Der Düsseldorfer Künstler Thomas Schönauer entwarf den Pokal für den Renault Traffic Future Award. Seit dem Jahr 2000 haben über 1000 Bewerber um das zerschnibbelte Auspuffrohr gekämpft. (Quelle: Renault Traffic Future Award)

Die Aussage des Holcim Awards for sustainable constructions erschließt sich nicht so einfach. Ein abstrakter Wurfstern oder ein dreidimensionales Puzzlespiel? Christoph Ingenhoven freute sich 2006 jedenfalls über die Auszeichnung für seinen Entwurf des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofes. (Quelle: Cascadia und Holcim Foundation)


Der Kaiser Franz Joseph I. stiftete 1849 das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst. In der Liste der Träger befinden sich unter anderem Hans Hollein und Margarete Schütte-Lihotzky. Bei der Verleihung nicht vergessen die Hacken zusammen zu schlagen. (Quelle: Verwaltung Land Steiermark)


Auf der linken Seite ist die königliche Goldmedaille des Royal Institute for British Architects zu sehen. Verliehen wird sie für das Lebenswerk bei einem “black-tie dinner”. Hoffentlich endet dies nicht jedes Jahr wie bei Dinner for one. Rechts: Weil Erich Schelling nicht jedem ein Begriff ist, hat die gleichnamige Architekturstiftung anscheinend das Porträt des Namensgebers auf die Auszeichnung prägen lassen. (Quellen: RIBA, Erich Schelling Architekturstiftung)

Metadaten

  • Diese Artikel könnten Dich auch interessieren

    Keine ähnlichen Artikel gefunden.


  • 1 Kommentar
    1. Die Gewinner eines Holcim Award erhalten neben dem Geldbetrag einen Preis in der Form eines reduzierten Ikosaeders. Sie haben sich vor langer, langer Zeit (17.12.08) gefragt, ob es sich dabei um einen Wurfstern handelt. Die Aussage des Holcim Awards erschliesst sich tatsächlich nicht auf den ersten Blick. Nach einem abgeschlossenen zweiten Wettbewerbszyklus, in dessen Verlauf wir total 19 Awards übergeben durften für Bauprojekte, die den Vorgaben des nachhaltigen Bauens in vorbildlicher Weise entsprechen, sind wir auf den zweiten – und mit einer kleinen Erklärung – Blick bestärkt, dass unser Ikoseader mindestens so überzeugend ist wie ein kaiserlicher Orden oder eine griechische Götterstatue. Gern bringen wir Licht ins Rätsel.

      Der Ikosaeder, griechisch für Zwanzigflächer, ist der komplexeste der fünf so genannten platonischen Körper und besteht aus zwanzig gleichseitigen Dreiecken. Wählt man drei Paare gegenüberliegender Kanten im Ikosaeder aus und verbindet sie, bilden drei Rechtecke das «Skelett» des Körpers. Die Seitenlängen der drei Rechtecke stehen zueinander im goldenen Schnitt. Diese Proportionalität zwischen zwei Strecken begegnet uns überall: in der Biologie, der Musik der bildenden Kunst und in der Architektur. Sie steht für ein harmonisches Verhältnis und kein Körper repräsentiert sie so perfekt wie der auf drei Rechtecke reduzierte Ikosaeder. Deshalb hat die Holcim Foundation for Sustainable Construction die Figur zum Symbol für den Holcim Award gemacht. Mit dieser Auszeichnung ehrt sie Projekte, die das Heute und Morgen, Ressourcen und Verbrauch, Bedürfnisse und Möglichkeiten dank nachhaltigem Bauen vorbildlich in Einklang bringen.

      Der Titel Ihres Blogs ist zutreffend: Tatsächlich ist der Holcim Award seit 2005 zu einem Objekt der Begierde geworden. Ende März 2011 lief die Anmeldefrist für den internationalen Architekturwettbewerb aus. Eingetragen haben sich über 6000 Autoren mit Projekten aus 146 Ländern. Sie bewerben sich erst um die drei Kategorien in einer der fünf regionalen Wettbewerbe: regionale Holcim Awards Gold, Silber oder Bronze, Anerkennungs- und «Next Generation»-Preise. Die Gewinner der regionalen Holcim Awards qualifizieren sich automatisch für die zweite Stufe, die globalen Holcim Awards. Der Holcim-Awards-Wettbewerb ist mit einer Preissumme von 2 Millionen US-Dollar pro Dreijahres-Zyklus dotiert.

      Alles Wissenswerte über die Holcim Awards finden Sie unter http://www.holcimfoundation.org.
      _____________________

    Kommentar verfassen

    Themen