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#Streetartwochen #6: Revolutionsgraffiti in Kairo

Als ich vor knapp anderthalb Jahren zum ersten Mal nach Kairo kam, hing in den Straßen der Innenstadt noch der frische Geruch der Revolution, in der die Menschen Ägyptens den Militärherrscher Hosni Mubarak im Januar 2011 nach 30 Jahren aus dem Amt gejagt hatte. Die Zugangsstraßen des Tahrir-Platzes waren verbarrikadiert und ein selbstorganisierter „Sicherheitsdienst“ aus jungen Revolutionären kontrollierten jeden Besucher, der den Platz betreten wollte, nach Waffen und unerwünschten Gegenständen. Krawallmacher waren ausdrücklich nicht erwünscht.

In der Mitte des riesigen Kreisverkehres erhob sich eine improvisierte Zeltstadt, in der die Aktivisten zum Teil seit Monaten ausharrten, um über „ihre“ Revolution zu wachen. Überall herrschten Zuversicht und eine Stimmung des Aufbruchs. Die Menschen gierten danach, die neu errungene Freiheit zu nutzen und ihr Land aktiv mitzugestalten. Allerorten wurden Pläne geschmiedet, Ideen entwickelt oder die neusten politischen Ereignisse debattiert. Die Leute wollten ein neues, ein besseres Ägypten formen, in dem die Bedürfnisse des Volkes im Mittelpunkt standen, nicht länger der Machthunger der alten Eliten. „Brot, Freiheit und soziale Gerechtigkeit“ lautete der Anspruch, unter dem sie gegen das Militärregime auf die Straße gegangen waren, und den gedachten sie nun einzufordern.

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Der “besetzte” Tahrir-Platz im November 2012.

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#Streetartwochen #5: Streetart in Belgrad

Belgrad gilt als eine der Partyhochburgen und gleichzeitig aufregendsten Städte Europas. Vermutlich zu Recht. Ich war im vergangenen Sommer nur zwei Tage in der Stadt und konnte daher nur einen oberflächlichen Eindruck gewinnen. Das was ich gesehen habe, hat mich jedoch begeistert. Ein Hauch vom Berlin von heute und von dem, wie man sich Berlin vor 15 – 20 Jahren so vorstellt, wenn man nicht dabei gewesen ist. Jedenfalls ist die Stadt arm, wurde häufig zerstört und ist gleichzeitig ein Zentrum der Kulturszene auf dem Balkan. Eine gute Mischung irgendwie. Die folgenden Fotos vermitteln hoffentlich einen kleinen Eindruck:

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#StreetartWochen #4: Mitteilung mit Aha-Effekt

Streetart im wahrsten Sinne des Wortes, sogar mit “Aha-Effekt”, gab es kürzlich im hippen Stockholmer Södermalm auf der Götgatan zu entdecken. Die Götgatan ist die zentrale Einkaufsstraße und Verbindungsachse des Stadtteils. Angenehmerweise ist die Straße in Teilen für den Autoverkehr gesperrt, Fahrradfahrer und Fußgänger kommen sich bereits genug in die Quere.

Am Wochenende und nach Feierabend ist die Straße gut gefüllt mit Menschen die einfach nur von A nach B wollen oder in Ruhe shoppen. Besser, man behält die Augen offen und nach vorne gerichtet. Tat man das dann doch mal nicht, gab es interessantes zu entdecken, viel Spaß:

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#StreetartWochen #3: Zebrastreifen-Schilder in Stockholm 2008 und 2014

Diverse Varianten von Zebrastreifen-Schild-Manipulationen in Stockholm 2008

Wenn man 2008 durch Stockholm spazierte, mussten einem irgendwann die kreativen Veränderungen an Verkehrsschildern auffallen. Vor allem an den Schildern von Zebrastreifen. Viele der Manipulationen waren häufiger anzutreffen, z. B. der rote Hase an der Leine, der rennende Tim (ohne Struppi) und die bunten Kleider. Trotz der in Stockholm schon seit vielen Jahren sehr rigoros durchgezogenen “Nolltoleransen“-Politik gegenüber Streetart, blieben diese kleinen Formen zivilen Ungehorsams auch über einen längeren Zeitraum bestehen. Jedenfalls waren von Mitte 2008 bis Mitte 2009 keine größeren Veränderungen in der Stadt zu beobachten.

2014 war ich nun wieder in der Stadt

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#StreetartWochen #2: Die Korkmännchen in Berlin

Korkmännchen in Berlin

Finde das Korkmännchen

Praktisch jeden Morgen steht die Ampel an der Ecke Greifswalder / Prenzlauer Berg (so heißt die Straße tatsächlich) für mich als Radfahrer auf Rot. Zeit ein bisschen in der Gegend rumzugucken, die Sonne zu genießen und dem kleinen Korkmännchen auf dem Straßenschild “Guten Morgen” zu sagen. Groß war meine Freude und Überraschung, als ich es das erste Mal dort erblickte. Keine Ahnung, wie lange es da vorher schon unentdeckt seine Übungen machte.

Wenn man erstmal damit angefangen hat, den Blick gelegentlich nach oben zu richten, entdeckt man diese kleinen Figuren immer wieder in der Stadt. Eine kleine Freude ist das jedes Mal, wie ein spontanes kleines Geheimnis, dass man nun gegenüber den anderen Wartenden und Vorbeiziehenden hat.

Die Idee für die Korkmännchen entstand übrigens bereits im Jahr 2010 in einer Yoga-Schule. Auf einer Website werden alle Figuren dokumentiert und für die Nachwelt festgehalten.

In den kommenden Tagen werden wir im Rahmen der “Streetart-Wochen auf urbanophil” weitere Fundstücke aus unseren privaten Foto-Archiven veröffentlichen. Wer selbst mitmachen möchte, postet ein Foto gerne mit persönlichen Worten auf unserer Facebook- oder Twitter-Seite. Am besten mit dem Hashtag #StreetartWochen. Zu den weiteren Beiträgen der StreetartWochen geht es HIER.

 

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    35 Jahre nach der Einweihung am 2. April 1979 schließt das ICC. Aus diesem Anlass zeigt die Architektenkammer Berlin eine Fotoausstellung zum Internationalen Congress Centrum. Mila Hacke hat bereits 2002 mit der fotografischen Dokumentation des[...]
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