Follow us on: Facebook · Twitter · RSS
 
Aktuell
urbanoREVIEW →

Rezension und Reminder zur Buchvorstellung „Schmuck als urbaner Prozess – Künstlerische Handlungen im städtischen Raum“ von Gabi Schillig und Elisabeth Holder [Hrsg.]

„Schmuck als urbaner Prozess“ ist ein Forschungsprojekt, das vom Fachbereich Design der Hochschule Düsseldorf entwickelt und durchgeführt wurde. Die Professorinnen Elisabeth Holder und Gabi Schillig luden ihre Studierende ein, die Bedeutung und die Potentiale von Schmuck im urbanen Raum zu untersuchen und haben dazu gemeinsam verschiedene Experimente durchgeführt. Das unlängst im Wasmuth Verlag erschienene Buch „Schmuck als urbaner Prozess – Künstlerische Handlungen im städtischen Raum“ dokumentiert den Projektverlauf, die Interventionen und Arbeiten der Studierenden sowie die Ergebnisse und Produkte, die daraus entstanden sind.

„Realität entwickelt sich, wenn Menschen miteinander kommunizieren“

so schreibt Gabi Schillig in der Einführung des Buches. Aber was haben die Konzepte des Schmucks, der Kommunikation und urbane Prozesse überhaupt gemeinsam? Für Schillig hat der Schmuck zwei Dimensionen: Er ist zugleich ein autonomes Objekt und ein getragener Gegenstand. Aus diesem sehr persönlichen Standpunkt entfaltet sich ein Dialogbegriff, denn Schmuck ist ­– Schillig zu Folge – nicht nur als „angefertigtes Ding“ zu sehen, sondern gleichsam auch als Anlass, der einen dialogischen Umgang mit Material ermöglicht. Im Rahmen von „Schmuck als urbaner Prozess“ geht es also besonders um die Untersuchung „multidimensionaler Bezüge des Menschen zu Räumen“. Dies ist eine Fragestellung, die nicht nur im Mittelpunkt von Schilligs und Holders eigener Arbeit und ihrem Unterricht steht, sondern durch das Projekt auch im Mittelpunkt von „Schmuck als urbaner Prozess“.

Buch_blaettern-17

Auf eine einfache Gleichung gebracht könnte über dem gesamten Projekt stehen: Der Mensch ist von seiner Umwelt beeinflusst wie auch er seine Umwelt beeinflusst. Wie aber nimmt der Mensch seine Umwelt wahr und wie hat sich seine Wahrnehmungsweise im Laufe der Generationen verändert? Dieser Punkt wird besonders durch die von Schillig zitierten Aussagen von Byung-Chul Han aufgegriffen, der mit seiner Ausführung zum rein visuellen Erleben des Raums durch Menschen den Kern einer der relevantesten zeitgenössischen Fragestellungen trifft. Nach ihm werden Informationen heute primär im privaten Raum produziert und auch ins Private kommuniziert, wodurch die Wahrnehmungsorgane verarmen und somit auch die Interaktion zwischen den Menschen in der Öffentlichkeit.

Dieses Manko wollen Schillig und Holder innerhalb ihrer Disziplin aufgreifen und zusammen mit ihren Studierenden sowie zum Projekt geladenen Gästen ein Bewusstsein für sensuelle Aspekte städtischer Situationen schaffen:

„Ein Anliegen kann auch bedeuten, mit Hilfe einer scharfen Beobachtungsgabe und einem Sinn für das Kuriose Merkwürdiges oder Besonderes hervorzuheben oder sichtbar zu machen“

erklärt Elisabeth Holder hierzu und lädt Studierende und Passanten ein, den öffentlichen Raum mit allen fünf Sinnen zu erleben.

urbanoSALON →

urbanoSalon # 6 – Gabi Schillig und Elisabeth Holder: Schmuck als urbaner Prozess

Angeleitet von den Professorinnen Elisabeth Holder und Gabi Schillig untersuchten Studierende der FH Düsseldorf in Seminaren und Kursen verschiedene Erscheinungs-formen von Schmuck im urbanen Raum. Die resultierenden gestalterischen und künst-lerischen Experimente haben zu neuen, die gewohnten Definitionen von Schmuck überschreitenden, auf den Stadtraum bezogenen Objekten, performativen Systemen, Aktionen, temporären oder permanenten Installationen und Interventionen geführt.

Wir begleiten das Projekt „Schmuck als urbaner Prozess“ schon länger mit wachsender Begeisterung und haben zuletzt mit großer Aufregung das Buch erwartet, das den Projektverlauf und die Arbeiten der Studierenden dokumentiert. Ergänzt mit Texten von  Susanne Anna, Jacqui Chan, Willi Dorner, Karsten M. Drohsel, Elisabeth Holder, Barbara Maas, Yuka Oyama, Gabi Schillig und Rennie K. Tang liegt dieses nun im Wasmuth Verlag vor und soll am kommenden Freitag in der Buchhandlung Moritzplatz vorgestellt werden.

Buch-block-1

Wir möchten Euch hiermit herzlich einladen zur Buchpräsentation von „Schmuck als urbaner Prozess. Künstlerische Handlungen im städtischen Raum“. Das Buch wird im Rahmen der Veranstaltung mit Kurzfilm und Gespräch vorgestellt. Begleitend ist seit dem Wochenende im Schaufenster (Schießscharte) der Buchhandlung Moritzplatz eine Auswahl der Arbeiten  von Vera Aldejohann zu sehen.

Buchpräsentation am 19. Juni 2015 um 20.15 Uhr

Buchhandlung am Moritzplatz im Aufbau Haus

Prinzenstr. 85, 10969 Berlin-Kreuzberg

Um Reservierung wird gebeten unter: 030-6167527-0 oder unter info@buchhandlung-moritzplatz.de

Kunst & Kultur →

Sa. 20. Juli 2015: Stadtforschertraining #15 – Urban Gaming I: Random Walks Workshop mit Karsten Michael Drohsel

Belgrad

Im kommenden Stadtforschertraining wird es um die Potentiale von urbanen Spielen zur Schulung der Wahrnehmung in urbanen Situationen gehen. Ein Format das Karsten Michael Drohsel zwischenzeitlich mehrfach an ganz unterschiedlichen Orten praktiziert hat, ist Random Walking. Random Walks (Zufallsspaziergänge) sind inspiriert von Performances der Fluxus-Bewegung und möchten zum verirren anstiften. Doch verirren ist nicht so einfach, wie es scheint, zumal noch in einer Gegend, die den meisten unter Umständen bekannt oder vertraut ist. Verirren braucht Schulung oder zumindest Anleitung und hierfür bieten Random Walks Möglichkeiten die Orientierung in bekanntem Terrain zu verlieren und zumindest für kurze Zeit verloren zu gehen.

Beginn: Samstag, 20. Juni 14:00 Uhr am Eingang der Prinzessinnengärten (Moritzplatz gegenüber dem Aufbauhaus).

Dauer: Ca. 3 Stunden mit Vorgespräch, Spielentwicklung und Durchführung.

Alle weiteren Informationen auf der Webseite von mikromakrowelt berlin

Städtebau & Architektur →

Radikal Modern. Planen und Bauen im Berlin der 1960er-Jahre – Ausstellung in der BG

YouTube Preview Image

Die Berlinische Galerie zeigt seit Ende Mai eine neue Schau mit dem Titel „Radikal Modern. Planen und Bauen im Berlin der 1960er-Jahre“. Das Berlin der 1960er-Jahre war hinsichtlich der Architektur und des Städtebaus geprägt vom Wettkampf der Systeme zwischen Ost und West. Nach vollbrachtem Wiederaufbau der dinglichsten Bauten folgte eine Phase der Visionen, die oftmals von einem ausgesprochen optimistischen Zukunftsbild motiviert war. Viele der Bauten sind heute noch erhalten und prägen weiterhin Berlins Stadtbild. Und auch einige Bauten, die erst weitaus später realisiert wurden, wurden in den 60er-Jahren angestoßen, so auch das ICC.

Bekannte und neu entdeckte Originalmaterialien verdeutlichen politische, gesellschaftliche und bautechnische Visionen für den Aufbau einer zerstörten und durch den Mauerbau gespaltenen Metropole. Anhand ausgewählter Planungen werden Fragen nach Zielsetzungen, Gemeinsamkeiten und Unterschieden gestellt.

Begleitend zur Ausstellung gibt es ein Blog sowie eine feine App für iOS und Android, die der App Archimapa in Warschau ähnlich ist. Die Ausstellung läuft bis zum 26. Oktober 2015.

urbanoTWEET →

Der urbane twitter-Wochenrückblick (06.06.2015 – 12.06.2015)

  • Terminkalender

    Jul
    2
    Do
    16:00 Bürgersprechstunde zu Fragen run... @ IGA-Markthalle
    Bürgersprechstunde zu Fragen run... @ IGA-Markthalle
    Jul 2 @ 16:00 – 18:00
    An jedem ersten Donnerstag im Monat beantwortet das IGA-Team Fragen rund um die Internationale Gartenausstellung im persönlichen Gespräch. Im Gegensatz zu den vielfältigen Informationsveranstaltungen werden bei dieser Veranstaltung keine Themen aktiv vorgestellt. Vielmehr steht die[...]
    Aug
    6
    Do
    16:00 Bürgersprechstunde zu Fragen run... @ IGA-Markthalle
    Bürgersprechstunde zu Fragen run... @ IGA-Markthalle
    Aug 6 @ 16:00 – 18:00
    An jedem ersten Donnerstag im Monat beantwortet das IGA-Team Fragen rund um die Internationale Gartenausstellung im persönlichen Gespräch. Im Gegensatz zu den vielfältigen Informationsveranstaltungen werden bei dieser Veranstaltung keine Themen aktiv vorgestellt. Vielmehr steht die[...]
    Sep
    3
    Do
    16:00 Bürgersprechstunde zu Fragen run... @ IGA-Markthalle
    Bürgersprechstunde zu Fragen run... @ IGA-Markthalle
    Sep 3 @ 16:00 – 18:00
    An jedem ersten Donnerstag im Monat beantwortet das IGA-Team Fragen rund um die Internationale Gartenausstellung im persönlichen Gespräch. Im Gegensatz zu den vielfältigen Informationsveranstaltungen werden bei dieser Veranstaltung keine Themen aktiv vorgestellt. Vielmehr steht die[...]

    View Calendar

  • Neuste Kommentare

  • Häufig genutzte Schlagworte

  • nach oben ↑
    Themen