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Aktuell
Städtebau & Architektur →

Beifall von der Hauptstadtpresse

Angekündigte Unterschutzstellung der U5-Bahnhöfe findet breite Presseresonanz

Kaum hatte die Berliner Zeitung Anfang Januar darüber berichtet, dass die Berliner Kulturverwaltung den Denkmalschutz für neun zu DDR-Zeiten erbauten U-Bahnhöfe entlang der heutigen U5 plant, verging fast kein Tag ohne neuen Pressebericht in der Hauptstadt und darüber hinaus. „U5 für immer!“ titelte der Berliner Kurier, schrieb von einer „besonderen Ehrung“ für die Stationen und hat als Service für die Leser_innen sogar Kurzporträts zu den einzelnen Bahnhöfen verfasst. „Warum die Bahnhöfe der U5 so besonders sind“ erklärte die Berliner Zeitung in einem ausführlichen Artikel. Autor Florian Thalmann sieht die Bedeutung der Linie als „fest mit der Geschichte des Wohnungsbaus in Ost-Berlin verbunden.“ Als „Zeugnis der DDR-Bauart“ stuft auch das neue deutschland die Linie ein und würdigte die Unterschutzstellung mit einem ganzseitigen Artikel auf Seite 3 (hier in Gänze zu lesen). Vermeldet wurde die geplante Aufnahme in die Denkmalliste auch in der Welt, beim rbb, in der B.Z., in der Süddeutschen und beim WDR.

Die BVG hat übrigens keine Pressemitteilung zum Thema herausgegeben.

 

Urbane Mobilität →

Neue Mobilität für die Motor City – Detroits QLine

Nachdem die Straßenbahn in Detroit in den 1950er Jahren durch GM zur Förderung von Autoverkäufen abgewickelt wurde, unternimmt die Stadt nun eine neuen Versuch, das ÖPNV-System der Stadt zukunftsfähig aufzustellen. Seit Mitte Mai fährt die Detroit Q-Line auf der zentralen Woodward Avenue auf einer Strecke von 15 km. Bis zum 1. Juli war die Fahrt in der Straßenbahn kostenlos, erste Reaktionen der Mitfahrenden sollen positiv sein. Gleichzeitig besteht die Sorge, dass die Q-Line ähnlich wie der unbemannte Detroit People Mover aufgrund fehlender Akzeptanz scheitert. Das wäre schade, denn die bunt gestalteten Züge sind eine Bereicherung im Verkehrssystem und im Straßenbild der Stadt. Zudem ermöglichen sie  Menschen ohne Auto schnell, günstig und nachhaltig in die Innenstadt zu kommen.

 

 

urbanoSALON →

urbanoSalon#9: Die Welt reparieren

Flyer_urbanoSALON#9a

Selbermachen ist „in“ und verbreitet sich auch in deutschen Städten immer mehr. Gärtnern, Reparieren, Schneidern und Ausprobieren ist dabei nicht nur private sondern vermehrt auch städtische Praxis in Gemeinschaft. Menschen entdecken den Wert darin, Dinge miteinander zu gestalten und setzen dabei neue Akzente in Stadtplanung und Architektur. Das Buch „Die Welt reparieren“ versammelt einige dieser Initiativen und reflektiert deren Kontext. Wir möchten die Analysen und Erfahrungen aus dem Buch gerne weiterdenken. Es diskutieren:

  • Andrea Baier (Herausgeberin),
  • Martin Herrndorf (COLABOR, Tag des guten Lebens),
  • Jan Üblacker (FGW Integrierende Stadtentwicklung).

Moderiert wird der Abend von Sonja Broy (urbanophil.net). Der Eintritt ist frei.

Der Abend ist eine Veranstaltung von urbanophil.net – Netzwerk für urbane Kultur e.V.  in Kooperation mit der Urbanen Nachbarschaft Samtweberei (Krefeld).

Städtebau & Architektur →

Rezension „Discovering Cairo“

„What is so interesting about downtown? I’ll tell you something: it is a crazy place full of crazy people!“

Verrückt kann man sie schon nennen, diese Stadt. Und besonders das Zentrum von Kairo: wo der Verkehr braust, das Hupen der Autos den hohen Geräuschpegel bestimmt, die vielen Menschen nicht nur auf dem Trottoir laufen, sondern vor allem auf den Straßen, wo viele Händler ihre Waren lauthals verkaufen und der Smog in der Luft hängt. Wenn man genauer hin(auf)schaut, erkennt man sie: die Perlen der Architektur. Denn all die kaputten Fassaden und die maroden Gebäude bergen viel Geschichte und viele Geschichten. Um diese zu bewahren, haben Vittoria Capresi und Barbara Pampe 2015 ein Buch geschrieben. Gemeinsam mit Studierenden machen sie das Unsichtbare sichtbar und lassen Bewohner und Nutzer über 38 Gebäude und ihre Erinnerungen an sie sprechen.

Kairo Downtown

Kairo Downtown

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Digitale Stadt →

Das Internet-Institut kommt nach Berlin

Homepage Internet-InstitutIm Herbst 2015 schrieb das BMBF die Gründung des „Deutschen Internet-Instituts für die vernetzte Gesellschaft“ aus. „Ein öffentlich finanziertes Forschungsinstitut wird in einem interdisziplinären Ansatz die ethischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und partizipativen Aspekte von Internet und Digitalisierung erforschen“ hieß es damals.

Ein Berlin-Brandenburger Verbund aus Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin, Universität der Künste Berlin, Universität Potsdam und Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme bewarb sich und erhielt den Zuschlag, wie das BMBF letzte Woche bekannt gab. Man habe sich für den Standort Berlin entschieden, da sich dieser durch leistungsstarke Hochschulen und eine vitale Start-up-Szene auszeichne. Das Internet-Institut erhält in den ersten fünf Jahren eine Förderung von 50 Millionen Euro vom BMBF.

Aufgabe des neuen Instituts ist es, aktuelle gesellschaftliche Veränderungen, die im Zusammenhang mit der Digitalisierung entstehen, zu untersuchen und  politische und wirtschaftliche Handlungsoptionen zu entwerfen. Schwerpunkt wird die Zusammenarbeit von Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften mit Designforschung und Informatik sein. Die Arbeitsweise besteht in einem Mix aus Grundlagenforschung, der Entwicklung konkreter Lösungsansätze und „Labs“, in denen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zum Wissenstransfer zusammenkommen.

Mit einem Projekt zu Smart Cities und einem zu digitalen Nachbarschaften sind auch erste urbane Themen dabei. Man darf gespannt sein auf das Internet-Institut, wir werden es beobachten. Mehr Informationen: vernetzung-und-gesellschaft.de

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