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Aktuell
Kunst & Kultur →

Erst zahlen, dann sitzen

Als ein Teilnehmer des interface design – Studiengangs der FH in Potsdam hat der Berliner Künstler Fabian Brunsing eine innovative Idee für klamme Kommunalhaushalte entwickelt: the private bench. Wer auf dieser Bank sitzen möchte, muss zunächst ein paar Cent zahlen um zahlreiche Metallspitzen zurückfahren zu lassen, die den Sitzkomfort andernfalls erheblich beeinträchtigen würden. Nach einigen Minuten des Verweilens wird der Sitzende gewarnt, dass in Kürze das Nagelbrett erneut emportfährt.

Wird bestimmt ein Verkaufsschlager im Sortiment eines jeden gut ausgestatteten Fachmarktes für Stadtmöbiliar. Weitere Videos aus dem interface-design-Projekt finden sich hier.

Via: The Pop-Up-City

Urbane Mobilität →

„Jetzt wird es ernst für die Autofahrer!“

Quelle: Senstadt

Radfahrstreifen statt Parkplätze und Autospuren! Berlin baut 2010 und 2011 weitere Fahrradstreifen zu Lasten des MIV! Der Tagesspiegel berichtet von Planungen und Investitionen der Senatsverwaltung in der Müllerstr., Danziger Str., Warschauer Str., Turmstr., Karl-Marx-Str. und Schloßstr.! Finanziert werden die Maßnahmen aus Mitteln der Städtebauförderung. Geplant sind bis zu 30 km neue Radwege und Radfahrstreifen.

Das wirklich Bemerkenswerte an dieser Meldung ist die Deutlichkeit, mit der von politischer Seite aus auf das Ersetzen von Kfz-Stellplätzen und Autospuren hingewiesen wird. Zitat aus dem Tagesspiegel: „Jetzt wird es tatsächlich ernst für Autofahrer. „Vor wenigen Jahren wäre es völlig undenkbar gewesen, Autofahrern eine Spur wegzunehmen“, sagt Guggenthaler [von Senstadt]. Doch die Politik habe sich geändert in Berlin.“ Mit diesen Planungen und vor allem deren offensiver Kommunikation beweist die Senatsverwaltung großen politischen Mut, der an dieser Stelle ausdrücklich gelobt wird. Super, finden wir von urbanophil! Weiter so!!!!

Wer Beispiele aus anderen Städten kennt, wo ähnlich offensiv vorgegangen wird, der möge dies bitte im Kommentar posten. Wir sind für Hinweise jeder Art sehr dankbar!

Kunst & Kultur →

David Byrne: Der Einfluss von Architektur auf die Entwicklung von Musik

David Byrne, ehemaliger Frontmann der Talking Heads, diskutiert in seinem TED Talk-Vortrag „How architecture helped music evolve“ wie Architektur maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Musik hatte. Byrne ist außerdem passionierter Radfahrer und hat über seine Erfahrungen in verschiedenen Städten der Welt das Buch Bicycle diaries geschrieben.

Kunst & Kultur →

Urban Hacking – die Umgestaltung der Stadt

Der neue Zebrastreifen in der Rigaer-Str. | Berlin (Foto: fensterzumhof.eu)

Interventionen sind schon seid längeren beliebtes Mittel von urbanen Aktivisten, um auf Probleme in den Städten hinzuweisen. So haben Ende Mai in Berlin Farb-Aktivisten auf einer Strasse einen Zebrastreifen „hinzugefügt“ indem sie ihn einfach aufgemalt haben. Und  in Sao Paulo hat der Blogger und Künstler Cabelo Schilder ausgehängt, welche die Autofahrer zum „Teilen der Straße“ mit Fahrradfahrern aufforderten.

“The idea is to encourage sharing between bicycles and motor vehicles,”  […] to „introduce bicycles into the imagination of the city.”

Diese Art der urbanen Interventionen werden auch als urban hacking bezeichnet, da sie – in Ahnlehung an die Informatik – den normalen Ablauf der Stadt beeinflussen. So schreibt H. Onken auf dem schönen Blog „Fenster zum Hof“ über den Zebrastreifenhack:

Doch es funktioniert: Autos bremsen und Fußgänger wechseln selbstbewusster die Seite.

Gerade das Thema Farbe in der Stadt dürfte nach der wunderschönen Aktion am Rosenthaler Platz noch weitere kreative Projekte nach sich ziehen. Über einen Ansatz berichtete bereits urbanshit.

[Dank an Micha für Hinweis]

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Umnutzung von Verkehrsräumen

– ein Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel und zum städtebaulichen Denkmalschutz?


Aus der Hochstraße in Hannover wird ein Grünzug

Die kompakte Stadt ist Sinnbild der heutigen Stadtentwicklung, verstärkt auch durch die Grundsätze der Leipzig Charta. Die Folgen dieser Entwicklung sind u.a. der Rückbau von Verkehrsflächen und eine gleichzeitige Verdichtung des Raumes durch ein „Zusammenrücken“ der Baukörper, welches die „Wunden“ des autozentrierten Städtebaus der 1950er und 1960er Jahre wieder „heilen“ kann. Die historischen Schichten jahrhundertelanger Stadtentwicklung mit all ihren guten und schlechten Ausprägungen gehen dadurch aber völlig verloren.

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