Follow us on: Facebook · Twitter · RSS
 
Aktuell
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Von penetranten Türmen und Sinnstiftung

kirche_turm

Spitze des Anstoßes - Fußbebauung Fernsehturm und Marienkirche

Am Freitag, 27. Nov 2009 fand im Neuen Stadthaus der Workshop “Wie weiter zwischen Spreeinsel und Alexanderplatz” statt. Eingeladen hatte die Hermann-Henselmann-Stiftung in Kooperation mit Helle Panke und der Rosa-Luxemburg-Stiftung, sowie des kommunalpolitischen Forums.

Dem Workshop gehen mehrere Veranstaltungen voraus, die sich dem Gebiet widmen. Auftakt war ein Informationsabend im Juli, zu dem die Senatsbaudirektorin Regula Lüscher geladen hatte. Ziel der losen aber regelmäßigen Veranstaltungsreihe ist es, eine öffentliche, breite und möglichst konstruktive Debatte um die Gestaltung des Areals zwischen Alex, Spree, Rathaus und Dom-Aquarée anzustoßen und zu fördern. Hintergrund für die Thematisierung sind dreierlei: Erstens ist in diesem Sommer auf der Spreeinsel ein unübersehbares Loch entstanden, wo bis 1950 das Schloß und bis 2009 der Palast der Republik stand. Das Areal unter dem Fernsehturm und das Marx-Engels-Forum rücken durch diese neue Situation wieder ins Auge. Zudem beginnt derzeit der Bau der U-Bahn U55 unter dem Platz und der zugehörigen Station vor dem Roten Rathaus, was größere Baustellen auf dem Platz und dem Marx-Engels-Forum erfordert. Die Fertigstellung soll 2017 sein. Drittens ist der Ort, der keinen Namen hat, das letzte Gebiet in der historischen Altstadt Berlins, das noch seiner Sanierung harrt. Für die umliegenden Gebiete im historischen Cölln, sowie auf der Spreeinsel, für den Alexanderplatz, im Klosterviertel und rund um den Molkenmarkt gibt es bereits konkrete Entwicklungspläne und Realisierungen. Der Ort ohne Namen, der vom Senat den offiziellen Arbeitstitel „Rathausform“ erhalten hat, ist im Planwerk Innenstadt und im Flächennutzungsplan von 1994 als Freifläche ausgewiesen, Gestaltungsleitlinien gab es bislang keine.
Dies ändert sich nun 2009.

Städtebau & Architektur →

Arbeitslose Architekten gesucht!

budapest

Die Internetplatform “Architecture Revolution” hat einen Wettbewerb für arbeitslose ArchitektInnen ausgerufen. “Unemployed Architect?? surviving with a temporary job in MacDonalds or Starbucks or simply scratching yourself at home?? Der Arbeitsmarkt für ArchitektInnen ist einem ständigen Wandel unterworfen und steht in Abhängig vom allgemeinen Wohlbefinden der Baubranche.

Never before have so many unemployed architects been infiltrating other industries to finance a living. “Never before has there been the opportunity for so many architectural eyes to evaluate the efficiency of the design of the industry.”

Der Wettbewerb soll nun arbeitslosen ArchitektInnen die Möglichkeit geben “to re-design or create a new design of a system which can be integrated within a building or city. There are no limits on ideas, however, the process must be thought through from start to finish with an element of practicality.”

Klingt spannend. Einsendeschluß ist der 28. Februar 2010, das Preisgeld beträgt 100 Euro. Mehr Informationen auf der Internetseite von Architecture Revolution unter Competition.

Städtebau & Architektur →

ARCH+ Heftpräsentation und Release Party

brunnenstr_clemensvogel

Am Freitag den 4. Dezember erwartet uns in der Brunnenstraße 9 eine ‘doppelte Releaseparty’ für die beiden letzten Arch+ Ausgaben zu den Themen ‘Istanbul’ und ‘Bruno Taut’. Dabei kann zugleich ein Gebäude in Augenschein genommen werden, das in architektonischen Kreisen einige Aufmerksamkeit erlangt hat und der Berliner Neugier auf immer neue Locations neues Futter gibt: das neue Galerie- und Ateliergebäude von Arno Brandlhuber.

18:00 Uhr
Begrüßung, Nikolaus Kuhnert und Anh-Linh Ngo, ARCH+

18:15 – 19:00 Uhr
ARCH+ 194 BRUNO TAUT: ARCHITEKTURLEHRE
mit Manfred Speidel

Kurz vor seinem Tod Ende 1938 hat Bruno Taut im türkischen Exil sein theoretisches Vermächtnis, die Architekturlehre, fertiggestellt. Die Erstveröffentlichung in türkischer Übersetzung erschien posthum Anfang 1939. Nach genau 70 Jahren hat ARCH+ die Architekturlehre mit dem originalen Bildkonzept Tauts als ARCH+ Ausgabe herausgebracht. Manfred Speidel, Taut-Experte und Herausgeber der Schriften Bruno Tauts, wird den Abend mit einem kurzen Vortrag über die Entstehungsgeschichte der Architekturlehre und Architekturüberlegungen im japanischen und türkischen Exil einleiten. Im Anschluss daran sprechen wir mit Manfred Speidel über die Bedeutung der Architekturlehre aus heutiger Sicht.

19:15 – 20:00 Uhr
ARCH+ 195 ISTANBUL WIRD GRÜN
mit Hilmar von Lojewski

Neben dem hinlänglich bekannten Phänomen der Selbsthilfe in der Stadtentwicklung Istanbuls bringt die neue ARCH+ Ausgabe unterschiedliche Aspekte der Stadtpolitik Istanbuls zur Sprache. “Istanbul wird grün” beschreibt nicht nur die politische, sondern auch die ökonomische und gesellschaftliche Seite der derzeitigen Stadtentwicklung. Mit Hilmar von Lojewski, ehemaliger Abteilungsleiter der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, sprechen wir über die Thesen des Heftes vor dem Hintergrund seiner langjährigen persönlichen Erfahrung mit der Entwicklung Istanbuls sowie seiner derzeitigen Arbeit als Leiter des GTZ-Programms Nachhaltige Stadtentwicklung in Syrien.

Ab 20:00 Uhr
ARCH+ RELEASE PARTY

Anlässlich der Fertigstellung des Galeriegebäudes von Arno Brandlhuber in der Brunnenstraße 9 (siehe Feature in ARCH+ 195) können Sie im Anschluss an die Heftvorstellung das Haus bei einem Getränk individuell entdecken. Die Galerie KOW bleibt aus diesem Anlass bis 20 Uhr geöffnet. DJ Zigan Aldi wird den Abend mit seinen BalkanOrientalGrooves musikalisch abwechslungsreich gestalten.

Kunst & Kultur →

Kuh-Watching: eine Kuhweide- mitten im urbanen Berlin

“Die zunehmende Entfremdung zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern war ein Grund, den Kontrast zwischen Stadtleben und ländlicher Idylle im Rahmen des Projektes Kuh-Watching umzusetzen. Im Prenzlauer Berg in der Baulücke Kollwitzstraße 20 entsteht ein Stück ländliches Leben im urbanen Raum.
Die Besucher können hier Kühen beim Heu fressen zuschauen, ein Stück die Hektik des Alltages vergessen. Die Domäne-Dahlem, Deutschlands einzigster Bauerhof mit U-Bahnanschluss macht es möglich, die Weide mit Leben zu füllen.
RICHTER HASLBECK ALBERT OELSCHLÄGEL – Büro für Gestaltung laden ein: warme Milch in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen an der Milchbar schlürfen und zu der einfachen Freude des Kühe Guckens!”

Kühe gucken kann jeder ab Freitag, dem 27.11.2009 bis Sonntag den 29.11.2009 jeweils von 10 bis 18 Uhr.

Städtebau & Architektur →

Moskauer Avantgarde der 20er

(Gastbeitrag von Uli Schuster)

Übersichtskarte_moskonstruct

Screenshot der Übersichtskarte: ww.moskonstruct.org/objects

Das Projekt Moskonstruct hat sich zum Ziel gesetzt, die Moskauer Architektur zu erhalten, welche in den Zwanziger Jahren als Avantgarde einen Neuanfang wagte. In dieser Zeit wurde gerade in Russland der Begriff des Konstruktivismus in der Architektur verankert. Der Pioniergeist nach der Oktoberrevolution zeigt sich in einer Reihe von Bauten, die als Kulturhäuser und Arbeiterklubs entstanden sind. Ikonen wie der Schabolow-Sendeturm von Wladimir Suchow der auch heute noch die Rundfunksignale über das Land ausstrahlt oder das Wohn- und Atelierhaus von Konstantin Melnikow mit seinen zwei ineinander geschobenen Zylindern wurden schnell über die Landesgrenzen bekannt. Da es von der Stalinära bis heute kaum eine Beachtung oder Pflege dieser Objekte gab, sind viele Bauten in einem desolaten Zustand. Durch den aktuellen Bauboom in Moskau, verschwindeen viele Unikate der Baukultur für immer.

Das Projekt Moskonstruct versucht nun die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren, in der Hoffnung, dass man seitens Politik und Wirtschaft Verantwortung für dieses kulturelle Erbe übernimmt. Im Oktober 2009 fand ein Kongress und eine Ausstellung zum Thema in Moskau statt.

Zudem gibt es einen Artikel zum Bauboom in Moskau im Tagesspiegel: “Umgerubelt: Bauboom in Moskau”

Moskauer Avantgarde der 20er
Das Projekt Moskonstruct hat sich zum Ziel gesetzt die Moskauer Architektur zu erhalten die in der Zwanziger Jahre als Avantgarde einen Neuanfang wagte. In dieser Zeit wurde gerade in Russland der Begriff des Konstruktivismus in der Architektur verankert. Der Pioniergeist nach der Oktoberrevolution zeigte sich in einer Reihe von Bauten die als Kulturhäuser und Arbeiterklubs entstanden sind. Ikonen wie der Schabolow-Sendeturm von Wladimir Suchow der auch heute noch die Rundfunksignale über das Land ausstrahlt oder das Wohn- und Atelierhaus von Konstantin Melnikow mit seinen zwei ineinander geschobenen Zylindern wurden schnell über die Landesgrenzen bekannt. Da es von der Stalinära bis heute kaum eine Beachtung oder Pflege dieser Objekte gab sind viele Bauten in einem desolaten Zustand. Da es zugleich einen Bauboom in Moskau gibt verschwindet viele Unikate der Baukultur für immer.
Das Projekt Moskonstruct versucht nun die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren, in der Hoffnung das man seitens Politik und Wirtschaft Verantwortung für dieses kulturelle Erbe übernimmt. Im Oktober 2009 fand ein Kongress und eine Ausstellung zum Thema in Moskau statt. Zwei Webseiten geben Einblick und Information hierzu.
Web:
Übersicht + Einführung
Die Verortung der Objekte auf dem Stadtplan (funktioniert nur auf der russischen Seite)
Umgerubelt: Bauboom in Moskau (tagesspeiegl 15.11.2009)
In Moskau wird mächtig gebaut – und dafür Historisches rücksichtslos abgerissen wie unter Stalin.
Weiterführende Links:
DOCOMOMO hat das Ziel, die Architektur der Moderne zu dokumentieren und zu erforschen.DOCOMOMO unterstützt den Erhalt von Bauten und Siedlungen der Moderne in Theorie und Praxis. Die internationale Vereinigung wurde 1990 gegründet und hat derzeit über 2000 Mitglieder in 49 Ländern.
DOCOMOMO International: http://www.docomomo.com/

  • Terminkalender

    Jan
    29
    Do
    18:00 Tempelhofer Feld: Workshop-Verfa... @ Flughafen Tempelhof, Zollgarage
    Tempelhofer Feld: Workshop-Verfa... @ Flughafen Tempelhof, Zollgarage
    Jan 29 @ 18:00 – 21:00
    Ergebnisse der Modell-Diskussion und Charta der Beteiligung, Umgang miteinander, Entscheidungsfindung und aufsuchende Beteiligung. Zur Planung der Veranstaltung bitten wir um Anmeldung unter bodenmeier@yahoo.de
    Jan
    30
    Fr
    16:00 Contemplating Basics ZAO/standar... @ Aedes Architecture Forum
    Contemplating Basics ZAO/standar... @ Aedes Architecture Forum
    Jan 30 @ 16:00 – 20:00
    Zum Auftakt seines 35 jährigen Jubiläums setzt Aedes den Programmschwerpunkt auf Asien und China fort und präsentiert die Arbeiten des Büros ‚ZAO/standardarchitecture’, das 2001 von Zhang Ke in Beiji ng gegründet wurde. Die Bandbreite der[...]
    Feb
    5
    Do
    16:00 Bürgersprechstunde zu Fragen run... @ IGA-Markthalle
    Bürgersprechstunde zu Fragen run... @ IGA-Markthalle
    Feb 5 @ 16:00 – 18:00
    An jedem ersten Donnerstag im Monat beantwortet das IGA-Team Fragen rund um die Internationale Gartenausstellung im persönlichen Gespräch. Im Gegensatz zu den vielfältigen Informationsveranstaltungen werden bei dieser Veranstaltung keine Themen aktiv vorgestellt. Vielmehr steht die[...]

    View Calendar

  • Neuste Kommentare

  • Häufig genutzte Schlagworte

  • nach oben ↑
    Themen