Follow us on: Facebook · Twitter · RSS
 
Aktuell
Kunst & Kultur →

Architektonische Alphabete

(Quellen: Britisch Blogs, Lisa Rienermann, GeoGreeting)
Als Kinder mochten wir Buchstabensuppe oder entdeckten in den Wolken am Himmel die Formen von Tieren. In ihrer Arbeit “Type the sky” schaut Lisa Rienermann ähnlich phantasievoll in den Himmel über den Straßen und entdeckt Buchstaben.

Die Symbiose von Alphabet und Architektur geht dabei weit zurück. Johann David Steingruber brachte 1773 das Buch “Architectonisches Alphabeth” heraus, das im Grundriss alphabetische Gebäudeentwürfe zeigt. 1839 folgte der Italiener Antonio Basoli mit seinem Werk “Alfabeto Pittorico“. Steingrubers Entwürfe können dabei als Gebäudevisionen für eine göttliche Vogelperspektive gelesen werden. Nicht unüblich zu jener Zeit waren Entwürfe in den Grundrissinitialen gottgleicher Herrscher, wie das Projekt des Franzosen Thomas Globert für den Sonnenkönig Louis XIV. Basolis Lithographien weisen dagegen Ähnlichkeit zu den in der Buchkunst gebräuchlichen schmuckvollen Anfangsbuchstaben von Kapiteln, den Initialen, auf.
Falls ein Leser vom Fach jetzt Lust verspürt, der Schrift mehr Bedeutung beizumessen, dem sei noch der Kurzfilm “How to write like an architect” von Doug Patt nahe gelegt.

YouTube Preview Image
Kunst & Kultur →

Ausstellungenseröffnung: LINZ TEXAS – eine Stadt mit Beziehungen

Linz wird 2009 europäische Kulturhauptstadt. Die Ausstellung LINZ TEXAS stellt aus diesem Anlass das Phänomen „Mittelstadt“, das Linz prototypisch verkörpert, ins Rampenlicht. In der Mitte befindet sich eine solche Stadt nicht nur in Bezug auf ihre Größe, sondern auch hinsichtlich ihrer Identität zwischen ländlich und urban, Industrie und Kultur, Wirtschaftszentrum und gefühlter Provinz. Als urbanes Roadmovie macht sich LINZ TEXAS auf die Suche nach den verstreuten Eigenschaften einer Mittelstadt und trifft dabei in zwanzig Städten auf Vertrautes, Denkwürdiges und Anregendes: Vom nordamerikanischen Seattle, wo man lernen kann, wie eine Musikszene von einem Nebenschauplatz die Welt erobert, bis zum indischen Rourkela, das andere Wege des Umgangs mit der Nachkriegsmoderne weist, als sie zu sprengen. In bildhaften Dialogen eröffnet LINZ TEXAS eine herausfordernde Lesart einer Mittelstadt, die weit über die bisher bekannten Methoden der Stadtdarstellung hinausreicht.

Zeit: 3. Dezember 2008 – 15. Januar 2009
Eröffnung: Mittwoch, 3. Dezember 2008, 18.30 Uhr
Ort: Aedes Am Pfefferberg, Christinenstraße 18-19
Öffnungszeiten: Di-Fr 11 bis 18.30 Uhr, Sa-So 13 bis 17 Uhr

Am 3.12. gegen 19:30 wird die Lichtinstallation “1.125.899.906.842.624″ von Siegrun Appelt am Pfefferberg eingeweiht.

Info: Aedes Berlin

Kunst & Kultur →

Urbaner Sport – Le Parcour

Die Frage, was urbaner Sport sein könnte, hätte man bis zum ersten Kontakt mit „Le Parcour“ nicht beantworten können. Dabei überwindet der „Traceur“ Hindernisse wie Mauern, Zäune, Fassaden, Bänke in einer Art der Fortbewegung, die sich perfekt an die Stadt angepasst hat. Gewohnte Wege gibt es dabei nicht. Neben der Selbsterfahrung Körper und Geist in Einklang zu bringen ist die Zurückeroberung des urbanen Raums die zentrale Philosophie des Sports. Die Trennung von öffentlichem und privatem Raum wird dabei scheinbar spielend überwunden. Ob Innenstadt, der Spielplatz um die Ecke, das Stadtviertel in dem er liegt oder die angrenzende Industriebrache – sie werden in ihrer Funktion auf Hindernisse reduziert, die es zu überwinden gilt.

Der Grundgedanke, sich ohne Grenzen in der Stadt zu bewegen, kommt einer Liebeserklärung an den urbanen Raum gleich. Von der spektakulären Fortbewegungsart ist man als Zuschauer schnell fasziniert. Ein früher Film vom Dvinsk-Clan, einer Parcour Gruppe aus Russland, zeigt das ganze Spektrum der Möglichkeiten. In dem Teaser zum Film My Playground, der kommenden Sommer in die Kinos kommt, kann man sich mit tollen Aufnahmen von Le Parcour überzeugen lassen.

Kunst & Kultur →

Ausnahmezustand

Eine Frau und ihr Mann. Endlich haben sie es geschafft: Sie leben in einer sicheren Siedlung. Doch die Bedrohung durch die unsichere Außenwelt, die Furcht vor dem sozialen Absturz hat sich tief in die Ehe und die Familie hineingefressen. Und bei Verlust des Arbeitsplatzes droht der Rauswurf aus der ‘Gated Community’. Ein Leben in Angst. Selbst der Sohn könnte ein möglicher Feind sein, ein Agent, der das sichere Heim in der Siedlung verraten könnte, so wie der verdächtige Ehemann. Ein nächtliches Beziehungsgespräch mit dem bedrohlich leistungsschwachen Familienvater kippt in ein Verhör um und entwickelt sich zu einem Duell.

Falk Richter verdichtet in ‘Im Ausnahmezustand’ die Verunsicherung einer abstiegsbedrohten Familie zu einem dystopischen Krimi. In einem klaustrophobischen Kammerspiel überlagern sich Gefühle, Beobachtungen und Verdächtigungen der Ehepartner schließlich unentwirrbar. Tatsachen und Träume oszillieren ineinander und schaffen eine neue Realität, die der Angst. Ein Albtraum, aus dem es kein Erwachen gibt. So wird der schützende Zaun der Siedlung zur Mauer eines inneren Gefängnisses, aus dem kein Ausbruch mehr möglich scheint – eine Metapher für die Abstiegsängste einer westlichen Wohlstandsgesellschaft.

Schaubühne am Lehniner Platz

Kunst & Kultur →

Brickland in der Schaubühne

¬ªSommernachtstraum¬´ in eine Sex- und Drogenparty verwandelte, hat mit ihrer Compagnie DORKYPARK nun ein neues Tanzstück auf die Bühne gebracht: ¬ªBrickland¬´ heißt eine Reichensiedlung, eine ¬ªGated Community¬´, nahe dem Flughafen von Buenos Aires. Mit ihren wenigen Häuschen im französischen Stil ist sie die Inspiration für diesen Abend, der in atemberaubenden Choreographien und dem für die ¬ªDorks¬´ typischen Witz lustige und beklemmende Vignetten aus solchen globalisierten, austauschbaren Ghettos erzählt.

Schaubühne am Lehniner Platz

nach oben ↑
Themen