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Aktuell
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

“Boah! Schön is dat nich.”

Wie spätestens seit einigen Tagen jeder mitbekommen haben dürfte, ist die Stadt Essen unter dem Titel RUHR.2010 Kulturhauptstadt Europas 2010. Ein Jahr lang wird es im ‘Pott’ ca. 2.500 Veranstaltungen u.a. aus den Bereichen Musik, Theater und Kunst geben. Die Kultur soll als wichtiger Faktor des Strukturwandels der Kohle- und Stahlregion präsentiert werden. Zum Eröffnungswochenende wurde die Zeche Zollverein mit ca. 100.000 Besuchern geradezu überrannt.

Als Auftakt zu vielleicht noch folgenden Artikeln auf urbanophil über dieses urbane Großereignis, empfehlen wir einen äußerst amüsanten und kurzweiligen Artikel über das Ruhrgebiet und den dort lebenden Menschenschlag, der in der aktuellen Ausgabe der ZEIT zu finden ist, verfasst vom Kabarettisten und Schriftsteller Frank Goosen, Zitat:

“Wir Einheimischen stehen bisweilen auf unseren Eisenbahnbrücken, schauen auf die halbherzigen Skylines unserer zusammenwuchernden Gemeinden und denken: Boah! Schön is dat nich.

Wir im Ruhrgebiet laden Auswärtige gern ein, zu uns zu kommen, um ihren Begriff von Schönheit zu erweitern. Eine mittelalterliche Garnisonsstadt mit Stadtmauer, Fachwerkhäusern und Fürstenresidenzen schön finden, das kann jeder. Aber auf dem Gasometer in Oberhausen stehen, sich umgucken und sagen: Wat ”ne geile Gegend!, das muss man wollen.”

 

 

Leseempfehlung! Dieser Artikel macht definitiv gute Laune (und Lust, ins Ruhrgebiet zu fahren!).

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Workshop: Beyond Planwerk Innenstadt

Beyond Planwerk Innenstadt copyright by CMS

Das Center for Metropolitan Studies der TU Berlin veranstaltet am 28. und 29. Januar einen Workshop zum Planwerk Innenstadt. Ziel ist, über das Planwerk Innenstadt hinaus zu denken und innovative Ansätze und Ideen für ein strategisches Leitbild Berlins zu entwickeln, das den neuen Herausforderungen (benachteiligte Quartiere, Wasserlagen, Umnutzung der Flughäfen, Touristifikation etc.) gerecht wird. Eine breite Stadtentwicklungs- und Städtebaudebatte soll angestoßen werden – im Fokus steht dabei der gesamtstädtische Blick.

Eine spannende Veranstaltung! Mehr Informationen zum Ablauf, zu den thematischen Schwerpunkten und den Inhalten der Inputreferate gibt es hier.

Eine Anmeldung ist bis zum 20.01. notwendig unter beyondplanwerk@metropolitanstudies.de

Ort: Center for Metropolitan Studies (CMS) an der TU Berlin, Ernst-Reuter-Platz 7, 10587 Berlin, Raum TEL 3-0

Zeit: 28. Januar: 18:00 – 20:00 Uhr; 29. Januar: 9:00 – 19:00 Uhr

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Burj Dubai – Größenwahn, Ästhetik und ein Abgesang

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Es ist “Größenwahn”, aber auch “modernste Technologie” und ein “extrem elegantes Gebäude” wie der Architekturkritiker G. Matzig im Interview mit den Deutschlandfunk sagt. Denn der gerade erst eröffnete Burj Dubai ist mit seinen mehr als 800 Metern und über 160 Stockwerken das höchste bis heute errichtete Bauwerk der Welt. Dass hierzu natürlich auch eine pompöse Eröffnungschau gehörte, sieht man im obigen Video und einer Fotoserie auf Zeit-Online.

Trotz aller Superlative verkörpert der Burj Dubai wohl nicht die Zukunft, denn die gehört den energieeffizienten und intelligenten Häusern.

Diese klügeren Hochhäuser sind die neue Generation und von daher ist das, was wir in Dubai sehen, eigentlich so ein Abgesang auf die Geschichte der höchsten Häuser. (G. Matzig)

Ein lesens- und hörenswertes Interview, in dem es auch um die städtebauliche Zukunft in Europa geht.


Kunst & Kultur →

Besuch bei der Künstlerin Daniela Brahm & ExRotaprint

urbanophil.net organisiert in Kooperation mit den Jungen Meistern einen Atelier-Besuch bei der Künstlerin Daniela Brahm und des ExRotaprint.

“Die Künstlerin Daniela Brahm führt uns in ihr Studio und präsentiert uns ihr künstlerisches Werk. In ihren Arbeiten beschäftigt sich Daniela Brahm mit der Stadt als sozialem Raum. Ihre letzte Installation in Warschau, “The Big Argument”, inspiriert sich aus der Sichtbarkeit der Auseinandersetzung zwischen sozialen Gruppierungen in Warschau und konfrontiert die Bewohner auf großen Stellwänden mit charakteristischen Gebäuden der Warschauer Nachkriegsära. Auf diese Weise mischt sich die Stimme der Kunst in den urbanen Diskurs.

Zudem sehen wir einen Teil des Geländes von ExRotaprint. Die ehemalige Druckerei stellt nicht nur eines der architektonisch interessantesten Gebäude der 50er Jahre Moderne in Berlin dar. Sie beherrbergt auch eine ungewöhnliche Initiative von Künstlern, dieses Gebäude als Raum für das Zusammentreffen von Kunst und urbaner Altagskultur zu erhalten. Wie sie zusammen mit anderen Engagierten einen Weg gefunden hat, das Gebäude vor der Kommerzialisierung und dem Aufkauf durch allein finanziell interessierte Investoren zu bewahren, wird uns die Künstlerin erzählen.”

Zur Anmeldung bitte auf JungeMeister gehen und unter “Aktuelles” anmelden.

Weitere Infos: Interview mit Daniela Brahm bei urbanophil.net

Daniela Brahm & ExRotaprint
Die Künstlerin Daniela Brahm führt uns in ihr Studio und präsentiert uns ihr künstlerisches Werk. In ihren Arbeiten beschäftigt sich Daniela Brahm mit der Stadt als sozialem Raum. Ihre letzte Installation in Warschau, “The Big Argument”, inspiriert sich aus der Sichtbarkeit der Auseinandersetzung zwischen sozialen Gruppierungen in Warschau und konfrontiert die Bewohner auf großen Stellwänden mit charakteristischen Gebäuden der Warschauer Nachkriegsära. Auf diese Weise mischt sich die Stimme der Kunst in den urbanen Diskurs.Zudem sehen wir einen Teil des Geländes von ExRotaprint. Die ehemalige Druckerei stellt nicht nur eines der architektonisch interessantesten Gebäude der 50er Jahre Moderne in Berlin dar. Sie beherrbergt auch eine ungewöhnliche Initiative von Künstlern, dieses Gebäude als Raum für das Zusammentreffen von Kunst und urbaner Altagskultur zu erhalten. Wie sie zusammen mit anderen Engagierten einen Weg gefunden hat, das Gebäude vor der Kommerzialisierung und dem Aufkauf durch allein finanziell interessierte Investoren zu bewahren, wird uns die Künstlerin erzählen.
urbanoREVIEW →

Heimatcontainer – Deutsche Fertighäuser in Israel

Kupferhäuser Eberswalde-Messingwerk

Das Ende 2009 im Suhrkamp-Verlag erschienene Buch “Heimatcontainer – Deutsche Fertighäuser in Israel” von Friedrich von Borries und Jens-Uwe Fischer beleuchtet einen wenig bekannten Ausschnitt der deutschen Architekturgeschichte. Die u. a. von Walter Gropius entworfenen und von den Berliner Hirsch Messing- und Kupferwerken A.G. produzierten Allkupferhäuser waren industriell gefertigte Häuser, die in Kisten verpackt überall in die Welt verschickt werden konnten und dort vor Ort innerhalb von 24 Stunden ausgestellt werden konnten. In den einzelnen Wand- und Deckenelementen waren bereits Strom-, Frisch- und Abwasserleitungen integriert. Im Kaufpreis inbegriffen war eine Einbauküche sowie eine Zentralheizung. Während das Gebäudeinnere somit einer modernistischen Idee folgte, folgte die äußere Gestaltung der Gebäude mit Erkern und Spitz- oder Walmdächern eher dem traditionellen Landhausstil.

Neben ihrer kunstgeschichtlichen Betrachtung behandelt das Buch insbesondere auch Bedeutung der Häuser bei der Emigration von deutschen Juden nach Palästina ab 1930. Da für viele Juden Palästina ein völlig fremdes Land darstellte, sollten die verschiffbaren Kupferhäuser ein Stück alte Heimat in der neuen Heimat sein. Das jüdische Unternehmen Hirsch, das bereits seit den 1920er Jahren die zionistische Idee auch finanziell unterstützte, begann gezielt in jüdischen Zeitschriften ihre Fertighäuser zu bewerben, so beispielsweise mit dem Slogan “Nehmen Sie ein Kupferhaus mit nach Palästina. […] Sie wohnen bei größter Hitze in kühlen Räumen!”

Insgesamt waren die Kupferhäuser kommerziell kein Erfolg. Nur geringe Stückzahlen konnten verkauft werden. Die noch erhaltenen Gebäude in Deutschland stehen allesamt unter Denkmalschutz.

Heimatcontainer – Deutsche Fertighäuser in Israel
Friedrich von Borries, Jens-Uwe Fischer
200 Seiten
Suhrkamp, Frankfurt, 2009
ISBN 978-3-518-12593-9

Standorte der noch erhaltenen, denkmalgeschützten Kupferhäuser:

  • Modell Kupfer-Castell von 1933, Alemannenstraße 16, Berlin-Frohnau
  • Allkupferhaus von 1932-33, Kurpromenade 55, Berlin-Kladow
  • Kupferfertighaus von 1932, Curtiusstraße 77, Berlin-Lichterfelde
  • Modell Kupferstolz von 1931, Schorlemerallee 16, Berlin-Dahlem
  • Kupferhaus um 1930, Springeberger Weg 8, Berlin-Köpenick
  • Kupferhaus um 1930, Springeberger Weg 10, Berlin-Köpenick
  • Hirsch-Kupferhaus von 1931, Ahornstraße 19, Berlin-Köpenick
  • Die acht Musterhäuser in Eberswalde-Messingwerk
  • Drei Häuser in Haifa, Israel
  • Ein Haus in Safed, Israel

Links zum Thema:

  • Terminkalender

    Apr
    22
    Mi
    10:00 Geteilt/vereint – 29. Berliner D... @ Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
    Geteilt/vereint – 29. Berliner D... @ Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
    Apr 22 @ 10:00 – 19:00
    Geteilt/vereint - 29. Berliner Denkmaltag @ Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin | Berlin | Berlin | Deutschland
    Unter dem Titel "Geteilt / Vereint – Unser gemeinsames Erbe in Lichtenberg entdecken" lädt das Landesdenkmal Berlin am 22. April 2015 zum 29. Denkmaltag ein. Themenschwerpunkt ist der Bezirk Lichtenberg, dessen Denkmale in Vorträgen und[...]
    Mai
    7
    Do
    16:00 Bürgersprechstunde zu Fragen run... @ IGA-Markthalle
    Bürgersprechstunde zu Fragen run... @ IGA-Markthalle
    Mai 7 @ 16:00 – 18:00
    An jedem ersten Donnerstag im Monat beantwortet das IGA-Team Fragen rund um die Internationale Gartenausstellung im persönlichen Gespräch. Im Gegensatz zu den vielfältigen Informationsveranstaltungen werden bei dieser Veranstaltung keine Themen aktiv vorgestellt. Vielmehr steht die[...]
    Jun
    4
    Do
    16:00 Bürgersprechstunde zu Fragen run... @ IGA-Markthalle
    Bürgersprechstunde zu Fragen run... @ IGA-Markthalle
    Jun 4 @ 16:00 – 18:00
    An jedem ersten Donnerstag im Monat beantwortet das IGA-Team Fragen rund um die Internationale Gartenausstellung im persönlichen Gespräch. Im Gegensatz zu den vielfältigen Informationsveranstaltungen werden bei dieser Veranstaltung keine Themen aktiv vorgestellt. Vielmehr steht die[...]

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