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Aktuell
urbanoREVIEW →

Wendepunkt(e) im Bauen – Von der seriellen zur digitalen Architektur 18.3.-13.6.2010 in der Pinakothek der Moderne

Mit einer großen Ausstellung würdigt das Architekturmuseum der TU München aktuell den Pionier der Präfabrikation. Konrad Wachsmann, der 1959 in seinem Hauptwerk, ‚Wendepunkt im Bauen‘ die anbrechende Industrialisierung des Bauens ankündigte, erscheint wieder aktuell – kommt doch die ökonomische Leichtigkeit der Prefab-Häuser in Zeiten des ökologischen Bauens neu in Mode, während zugleich digitale Methoden neue Möglichkeiten der exakten Vorfertigung eröffnen.

Konrad Wachsmann, Flugzeughangar für United States Air Force, 1950-1953 Foto: A. Laurenzo

Die Veranschaulichung der konstruktiven Ideen gelingt der Schau vor allem mit Hilfe nachgebauter Modelle, die durch Computeranimationen und Filmmaterial ergänzt werden. So steht man ebenso staunend wie die Architekten der 50er Jahre einer Ikone der Zeit gegenüber: dem Flugzeughangar, der für die Zeitgenossen die Schönheit der reinen Mathematik verkörperte und bei geringem Eigengewicht riesige Flächen überdachte. Als 1959 in der Galleria del’Arte Moderna in Rom das Werk des Architekten parallel zu einer großen Le Corbusier-Schau präsentiert wurde, schien der Glanz des radikal Neuen und der vermeintliche Durchbruch des Technischen gar das Werk des daneben nahezu altmeisterlich anmutenden Le Corbusier zu überstrahlen.

Video, Film & Fotografie →

Raus aufs Land!

Zur Abwechslung ein Beitrag jenseits des Städtischen:

Über das Spaßbad der Superlative „Tropical Islands“, umweit des verträumten Örtchens Brandt im Brandenburgischen, wurde schon eine ganze Menge geschrieben. Fotografiert auch. Eine trotzdem völlig neue Perspektive durch das Objektiv zeigt der Design-Absolvent der FH Potsdam Florian Fischer. Er hat eine Woche im Paradies gelebt und das Leben im Tropical Islands fotografisch festgehalten. Entstanden ist nicht nur eine Diplomarbeit, sondern auch ein sehenswerter Bildband der neben dem Ort auch die Gesellschaft der Gegenwart anschaulich dokumentiert.

Eine Auswahl seiner Bilder sind online anzusehen. Dort bekommt man auch das Buch zu sehen, aber leider nicht zu erwerben.

Viel Spaß beim Abtauchen!

Kunst & Kultur →

Neues vom Schlossplatz…

Frühling in Berlin. Frühling auch auf dem Schlossplatz, wo der Rasen der Republik erneut ein kräftiges Zwischengrün annimmt. Archäologen suchen in alten Kellern nach Originalem, während in der nun fertig gestellten Humboldt-Box die gewünschte Kopie gepriesen wird. Auf dessen Ostseite bewirbt Audi unzeitgemäße fossile Mobilität, während sich davor Radfahrer an der komfortablen, hölzernen Wegeverbindung zwischen Breiter Straße und Unter den Linden erfreuen (keine Schlaglöcher!). Beim Vorbeifahren ertönt hier fiepende Klangkunst, finanziert mit österreichischem Geld. Es gibt Menschen, die derartige Geräusche für einen Tinitus halten. Schön ist immer noch der Rundum-Blick, manch einem gefällt er, andere verspüren ein starkes Verlangen nach DICHTE und haben Phantomschmerz.
Die Weite und das Grün strahlen Ruhe aus, all der Streit und die Diskussionen sind für einen Moment vergessen. War da was? Was war da noch…? Schloss, Palast, Volkspalast, Ruine, Denkmal, Streitobjekt, Humboldt-Forum, Schloss, Abriss, Palast, „Rückbau“, Zwischengrün, Wiederaufbau, Schloss, Humboldt-Forum, Herz, historische Mitte, historische Bedeutung, deutsche Geschichte, Schloss, Palast, Schloss……….? Wer soll da eigentlich noch mitkommen? Selbst die Botanik ist verwirrt…:

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Von AAA bis ZZZ

Die Jungs vom AAA haben nun die ZZZ – ZwischenZeitZentrale – gegründet und möchten die vielerorts leer stehenden Gebäude und Brachflächen, die friedlich vor sich hinschlummern „mit neuen Ideen und Konzepten wieder wachküssen“.

Immer öfter entstehen Zwischenzeiten in Immobilien: Die vorherige Nutzung ist abgeschlossen, die neue lässt auf sich warten. Zwischennutzungen füllen diese Zeiträume mit Leben. […]  Die ZwischenZeitZentrale spürt mögliche Orte auf, berät EigentümerInnen, entwickelt mit NutzerInnen Konzepte und begleitet Zwischennutzungsprojekte.

Dabei unterstützt werden sie dabei von Sarah Oßwald, die einige als Podiumsgast  der ersten urbanoFILMS und Betreiberin der wunderschönen tentstation in Berlin kennen.

In diesem Zusammenhang sei auch auf die Konferenz zum Thema Zwischennutzungen hingewiesen, die im Mai in Bremen stattfindet.

Kunst & Kultur →

Ausstellungseröffnung | EINER ZOG AUS – New York

Ein Monat in New York im letzten Herbst wurde von EINER ZOG AUS zum Anlass genommen, vor Ort Kleidung herzustellen. Oder war es umgekehrt: Sich einen Monat ins Kleidermachen zu vertiefen war Anlass dafür, ein Apartment in Brooklyn zu mieten. Auf der Suche nach einer alternativen Produktionsweise, dem Versuch, den Entwicklungsprozess aus gewohnten Konventionen und zielgerichteten Strukturen herauszuholen, wurden die Nähmaschinen in den Koffer gepackt und auf die andere Seite des Ozeans geflogen – rundum gewappnet mit den großen Erwartungen an einen Mythos, gleichzeitig der Gewissheit, dass das zu Erwartende nicht auszumalen ist. Eine Art stoische Konzentriertheit, ein stiller Fokus, ein versunken Sein auf eine Taschennaht, ein Faltenverhalten oder eine Knopfgröße war stetiger Rückbezug von allem, worauf man traf und hat immer wieder den Modus des Treibens und Staunens unterbrochen, dem man sich an jeder Straßenecke freudig hingab.

Was ist passiert? Eine kleine Verrücktheit: die Kollektion, die entstanden ist, tut unbeeindruckt von einem nicht greifbaren Ort, der in seinem unerschöpflichen Angebot besticht. Die Kleiderreihe beläuft sich auf wenige zurückhaltende Teile, in denen unmöglich der Abdruck eines ganzen Monats New York enthalten sein kann. Ihre Kraft liegt vielleicht im Zusammenfall von Schnitt und Material oder im Detail der Verwendung. In der Woche vom 3. bis 9. April wollen wir einerseits die Eindrücke aus dieser Zeit in New York teilen, die entstandene Kleidung zeigen und andererseits den bisherigen Stand der Kollektion um mitgebrachte Materialien und Ideen vervollständigen. Ihr seid eingeladen, tagsüber beim Schneidern oder abends beim Essen vorbeizuschauen und gemeinsam mit uns und einigen Filmen New York von Berlin aus zu erleben.

Eröffnungsabend am 3. April ab 20 Uhr mit Musik von A’n’R
Ausstellung / Werkstatt 3. – 9. April täglich 12 – 24 Uhr
Galerie exilien Schudomastraße 42, 12055 Berlin, Nähe S-Sonnenallee
EINER ZOG AUS sind Caroline Creutzburg und Charlotte Pistorius

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