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Aktuell
Grüne Stadt →

Energie-Inkubator Tempelhof

„Energie-Inkubator Tempelhof“
Vortrag zu prozessualer Stadtentwicklung am Beispiel: Flughafen Tempelhof
von Prof. Raoul Bunschoten und Susan Draeger
am Donnerstag, 06. Mai 2010, um 19 Uhr
in der ifa-Galerie Berlin, Linienstraße 139/140, 10115 Berlin

Ende 2008 wurde der Flugbetrieb auf dem Flughafen Tempelhof eingestellt. So kam es zu einem städtebaulich-landschaftsplanerischen Ideenwettbewerb für die Nachnutzung des ehemaligen Tempelhofer Flugfelds unter dem Thema „Stadt und Klimawandel“. In Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Happold hat der niederländische Architekt Raoul Bunschoten (CHORA) vorgeschlagen, Tempelhof mit Hilfe einer „prozessualen Stadtentwicklung“ zu einem Energie-Inkubator zu entwickeln, der in der Lage ist, der Stadt einen energetischen Mehrwert zu bieten.

„Prozessuale Stadtentwicklung“ versteht Stadt nicht mehr als eine „aus einem Guss“ entworfene Realität. Vielmehr wird der urbane Raum in seiner Fähigkeit gesehen, sich den konstant verändernden Zukunftsbedingungen anzupassen. „Prozessuale Stadtentwicklung“ wird so zu einer Strategie, die das Image eines vielfältigen und lebendigen Stadt- und Landschaftsraums und dessen Wandel von Beginn an prägt.

Das Energiekonzept von CHORA und Happold sieht neben der Funktion als zukünftigen Energieproduzent für die umliegenden Stadtgebiete die Einsparung von Ressourcen und die Verwendung und Förderung regenerativer Energien vor. Es soll in drei parallel zur stadträumlichen Entwicklung des Gebiets verlaufenden Phasen umgesetzt werden. Zentrale Anlaufstelle und erstes zu realisierendes Gebäude des neuen Stadtteils ist die sogenannte „Urban Gallery“, die als interaktives Diskussionsforum im Zentrum einer prozessualen, partizipativen Planung steht. Durch die Einbindung der Anwohner und die Schaffung eines kreativen, wissenschaftsfreundlichen Klimas soll Tempelhof nicht nur zu einem Standort für Energieproduktion im materiellen Sinne werden, sondern als synergetische Ideenfabrik im Bereich „Stadt und Klima“ fungieren. In ihrem Vortrag stellen Prof. Bunschoten und Susan Draeger ihr Konzept vor.

Raoul Bunschoten  studierte an der ETH Zürich, der Cooper Union School of Art and Architecture in New York und  der Cranbrook Academy of Art in Michigan. 1994 gründete er CHORA research, das mittlerweile um CHORA architecture and urbanism sowie CHORA NL erweitert wurde. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt in der Urbanismusforschung und Stadtentwicklung. Er ist Professor an der Peter Behrens School of Architecture in Düsseldorf und unterrichtete als Gastprofessor bereits an verschiedenen Universitäten wie der École des Beaux Arts in Lyon, der Columbia University, der Århus School of Architecture sowie an der ETH Zürich.

Susan Draeger studierte Architektur an der Technischen Universität Delft und der Technischen Universität Berlin. Sie arbeitete bei Sejima+Nishizawa (SANAA) und Jun Aoki & Associates in Tokio und bei LIN Architects in Berlin. Von 2003-2007 war sie wissenschaftliche Assistentin an der TU Berlin und eröffnete 2004 ihr eigenes Büro in Berlin. Seit 2008 hat sie sich dem Londoner Büro Happold angeschlossen und leitet seit 2009 die „Sustainability Group“ von Büro Happold in Berlin.

Informationen zur Veranstaltung
Dr. Barbara Barsch, Tel.: 030/28 44 91 11, E-Mail: barsch@ifa.de
Ev Fischer, Tel.: 030/28 44 91 40, E-Mail: fischer@ifa.de
Information zum Institut für Auslandsbeziehungen (ifa)
Miriam Kahrmann, Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart
Tel.: 0711/22 25 105, E-Mail: kahrmann@ifa.de
www.ifa.de

ifa-Galerie Berlin
Lienienstraße 139/ 140

Städtebau & Architektur →

Ausstellung: Housing in Vienna – Wiener Wohnbau

„Die Ausstellung „Wiener Wohnbau – Innovativ. Sozial. Ökologisch“ gibt einen umfassenden Einblick in den Wohnbau Wiens – von den Anfängen bis in die Gegenwart. Präsentiert werden insgesamt neunundzwanzig realisierte Projekte des öffentlich geförderten Wohnbaus und deren Einbettung in aktuelle Stadtentwicklungsprojekte – unter besonderer Berücksichtigung sozialer und ökologischer Aspekte. Dazu gehören etwa das Studentenheim Molkereistraße im Passivhaus-Standard von Baumschlager/Eberle Architekten, die mehrgeschossigen Holz-Wohnbauten der Büros Dietrich/Untertrifaller, Hubert Riess und Kaufmann/Kaufmann, die Umnutzung der Gasometer von Ateliers Jean Nouvel, Coop Himmelblau, Prof. Wilhelm Holzbauer und Wehdorn Architekten, die Wohnhausanlage Tokiostraße von Artec, aber auch große Neubaugebiete wie das Kabelwerk von PAool Architekten, die Wienerberg-City von Delugan Meissl Associated Architects sowie der Wohnhof Orasteig des Architekturateliers Walter Stelzhammer.“

Ausstellungszeitraum: 5. Mai – 10. Juni 2010
Eröffnung: Mittwoch, 5. Mai 2010, 18.30 Uhr
Ort: AEDES, Christinenstr. 18-19, Berlin-Mitte

Eine begleitende Konferenz „Abstract City: urbanes hausen“ findet am 5. Mai 2010 von 12 – 18 Uhr im ANCB, Pfefferberg statt.

Städtebau & Architektur →

Atommeilerarchitektur


Biblis (Foto von Bigod, via flickr)

In Deutschland wurden zwischen 1961 und 1989 sechsunddreißig Reaktoren errichtet, von denen glücklicherweise bereits 19 Reaktoren stillgelegt werden konnten. Würde die Politik ihren eigenen Vorgaben folgen, gäbe es im Jahre 2020 gar keine Atommeiler mehr. Doch was passiert eigentlich mit diesen Bauwerken, deren Architektur und räumliche Organisation auch aus Gründen der Sicherheit vielleicht nur wenig erforscht sind? Steckt nicht auch ein bisschen Ästhetik in diesen hochtechnisierten, auf Sicherheit und Funktionalität ausgerichteten Bauwerken?

Kunst & Kultur →

Freihand Suburbia

Die kanadische Künstlerin Ross Racine zeichnet freihand suburbane Siedlungen aus der Vogelperspektive am Computer.

Examining the relation between design and actual lived experience, the works subvert the apparent rationality of urban design, exposing conflicts that lurk beneath the surface. Beyond the suburban example, these digital drawings are a way of thinking about design, the city and society as a whole.

Erschreckender Weise finden sich ausreichend Beispiele von Suburbia, die tatsächlich so aussehen…

via urbanshit

Digitale Stadt →

Urban Defender


Studierende der Zürcher Hochschule der Künste haben das interaktives Stadtspiel „Urban Defender“ entwickelt, bei dem Mannschaften mit einem Ball Blöcke in der Stadt für sich in „Anspruch“ nehmen. Der Ball ist mit diverser Technologie vollgestopft (GPS, Beschleunigungssensor, drahtlose Kommunikation, Vibrationsfunktion, LEDs usw.), um den Spielverlauf in einer digitalen Karte nachzeichnen und auswerten und den Spieler eine Rückmeldung über den Spielverlauf geben zu können.

Until now, when thinking about various zones and districts we thought about parks, streets, business buildings – the purpose of the zone. We tried to change this point of view. For our game, not the purpose (business, travel, recreation, eating, entertainement) of the zone is important. The people who identify themselves with the district are important (I live in there – it is my home, i love/hate this district, I eat / work / go to school here). A person who identifies with a district, want’s to own the district.

Inspiration für die Studierenden waren Straßengangs, die ihre Straßenzüge und -blöcke sichtbar für sich „claimen“. Das sollte spielerisch von jung und alt nachempfunden werden können – allerdings nicht am Computer, sondern in der realen Welt.

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