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Aktuell
Städtebau & Architektur →

Nachnachvorpost in der DDR

Zum 80. Geburtstag des ehemaligen Chefarchitekten von Berlin, Hauptstadt der DDR, Roland Korn, zeigt der rbb auf seiner Internetseite ein Interview mit Korn (Haus des Reisens, Hotel Stadt Berlin, Staatsratsgebäude).

Er war ab 1973 Chefarchitekt Berlins und damit betraut mit der Bebauung von Marzahn, wozu er weltweit, auch in West-Berlin, im Märkischen Viertel, Anregungen sammelte. Zeitgleich veranlasste er erste Sanierungen der Altbausubstanz und war verantwortlich für das postmoderne Projekt Nikolaiviertel…

Interview mit Roland Korn

Kunst & Kultur →

Hidden Faces Bergmannstraße

© 2010 - Spreeblick

Die Kollegen von Spreeblick haben etwas sehr schönes in der Bergmannstraße in Berlin-Kreuzberg entdeckt: Auf einen Zaun gesprühte geklebte [Edit] Gesichter, die nur vom richtigen Winkel aus betrachtet zu sehen sind. Toll!

via Spreeblick

Kunst & Kultur →

Beautiful Brutes – Brutalismus in New York

Die New York Times hat eine hübsche Bilderserie mit Tuschezeichnungen des Künstlers Knickerbrocker von Gebäuden des Brutalismus in New York veröffentlicht.
Von Knickerbrocker illustriert wurden folgende Gebäude:

Ein paar Ergänzungen zu der Sammlung finden sich auch noch im Diskussionsforum von archinect.

Video, Film & Fotografie →

Contested Space – Live-Projektion von CCTV-Bilder

Das Maß der Videoüberwachung des öffentlichen Raums in England ist auf einem in kaum einem anderen Land erreichten Niveau. Bruce Paul hat nun die Bilder der Überwachungskameras direkt und live in den Raum, den sie überwachen projiziert.
Die Live-Bilder provozieren eine Reaktion der Passanten – mal spielerisch, mal erschreckt. Auf jeden Fall schafft das Projekt Aufmerksamkeit und erinnert daran, dass wir mittlerweile an immer mehr Orten gefilmt werden.

Städtebau & Architektur →

Wenn sich ein Denkmal hinter einem Denkmal versteckt…

…hat es selbst Schuld und wird abgerissen.

Notizen zu einem ungewöhlichen Denkmalstreit…

Am westlichen Ende des Brühls in der Leipziger Innenstadt verschwindet ein Bauwerk der besonderen Art. Es handelt sich um ein Kaufhaus, das 1908 erbaut wurde und nach schweren Kriegsschäden durch einen Umbau in den 1960er Jahre mit einer vorgehängten geschwungenen Aluminumfassade versehen wurde.

Die Alumniumfassade wurde von Harry Müller entworfen und ist ein typisches Beispiel der Nachkriegsarchitektur. Sie konnte nach Protesten vor der Entsorgung bewahrt werden – weichen muss das Gebäude einem Einkaufzentrum, für das bereits drei schlanke Wohnhochhäuser abgerissen wurden. Die Fassadenelemente der „Büchse“, so der Spitzname für das Kaufhaus, werden zum überwiegenden Teil  in die neue Fassade der „Höfe am Brühl“ nach einem Entwurf von Grüntuch/Ernst integriert.

Beim Abnehmen der 1960er-Fassadenelemente wurde nun offensichtlich, dass die  hinter der Aluhülle versteckte Steinfassade im Stile großstädtischer Warenhausarchitektur der Jahrhundertwende im 2. Weltkrieg weit weniger in Mitleidenschaft gezogen wurde als vermutet… Dem Abriss wurde durch das Leipziger Regierungspräsidium im Vorfeld bereits die Genehmigung erteilt, obwohl noch Unklarheit über den Zustand der alten Fassade herrschte.

Während über den Wert dieser Fassadenschicht und die spannende Kombination der beiden Zeugnisse der Warenhausgeschichte diskutiert wird, fressen sich die Bagger von der Rückseite durch das Bauwerk. Mehr als Fragmente der entdeckten Fassade werden wohl nicht erhalten.

Zum Weiterlesen:
Ich war eine Büchse, Artikel im Tagesspiegel vom 02. Mai 2010 von Jürgen Tietz
Offener Brief zum Erhalt der historischen Fassade in der Leipziger Internetzeitung vom 07.04.2010

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