Follow us on: Facebook · Twitter · RSS
 
Aktuell
aktuelle Termine →

10 Jahresfeier – urbanoTOURS # 3: Generic City Tour

kosmos

articipate und Sankt Urban schenken urbanophil einen gemeinsamen Beitrag zum Jubiläumsprogramm im Rahmen des Kosmos Kurfürstenstraße.
Die Gewinnerin des Stadtspaziergangswettbewerbs 2015, Anna Kostreva, möchte mit den Teilnehmer_innen, die gleichzeitig zu Co-Forschern_innen werden, die Stadt erkunden. Wie ist eine Stadt aufgebaut? Was macht sie so besonders und wo sind ihre Schwachstellen?

„Als Stadtforscherin, Architektin und Künstlerin, glaube ich, dass die Bedeutung und Identität einer Stadt durch die Bewohner_innen geformt wird. Was können wir tun, um die Stadt um uns herum zu lesen, um sie zu verstehen, zu kritisieren und neu zu schreiben?“ (Anna Kostreva)

Begleitet Anna Kostreva auf einen Spaziergang durch die Kufürstenstraße. Erkundet die Prozesse der Globalisierung, den Lärm des Straßenverkehrs, städtische Strukturen und die verlorenen Räume der Bürger_innen.
Bringt bitte gerne Materialien für die Beobachtung mit (Notizbücher, Kameras, Audiorekorder etc.) sowie Hilfsmittel, um Kritik äußern zu können (z.B. Kreide)

Treffpunkt: Olof-Palme-Platz, Kurfürstenstraße/Ecke Budapester Straße, Berlin Tiergarten /// S+U Zoo oder U Wittenbergplatz

Dauer: ca. 3h

Ohne Gebühr und ohne Anmeldung
Um Spende wird gebeten

Rückfragen gerne an: post@articipate.de 

Die urbanoTOUR ist Teil des Programms des URBANOPHIL Geburtstagswochenendes.

aktuelle Termine →

10 Jahresfeier – urbanoTOUR # 2: Farbwelten unter der Erde

So warb die West-Berliner BVG 1971 für die längste Streckenverlängerung seit dem Zweiten Weltkrieg.

Mit diesen Plakaten warb die West-Berliner BVG 1971 für die längste Streckenverlängerung seit dem Zweiten Weltkrieg mit U-Bahnhöfen aus Alu und knalligen Farben.

Der Himmel war grau, die Natursteinfassaden beige, der Schnee von schwarzen Abgasen verdreckt, die maroden Altbauten bröckelten vor sich hin, als sich unter der Erde die Tore öffneten zu blitzsauberen leuchtenden Farbwelten in knalligem, trendigem Orange, Lila, Gelb und tiefem Schwarz. Das war im Winter 1970/71, als in West-Berlin 11 neue U-Bahnstationen eröffnet wurden, die mit ihrer Farbigkeit und Materialwahl ein neues gestalterisches Zeitalter einläuteten: Farbräume und Pop Art waren die Inspiration des Architekten Rainer Rümmler für seine damalige U-Bahnarchitektur. Die Tour ist eine gemeinsame Erkundung einiger Bahnhöfe dieser Zeit, wobei Farbe, Raumwirkung und das Nachdenken über Architektur, Stadt und Berlin dieser Epoche im Fokus stehen.

Treffpunkt: 16 Uhr, Stahlglaswindfang am U-Bahnhof Berliner Straße

BVG-Ticket erforderlich.

Fragen gerne direkt an: v.pfeiffer-kloss@urbanophil.net

Die urbanoTOUR ist Teil des Programms des URBANOPHIL Geburtstagswochenendes.

aktuelle Termine →

10 Jahresfeier – urbanoTOURS # 1: Zwischen Glas und rosa Rosen

Lietzenburger Strasse Detail

Das Werk der Architekten Inken Baller (geb. 1942) und Hinrich Baller (geb. 1936) prägt an vielen Orten Berlins das Stadtbild. Die Architekten führten zwischen 1967 und 1989 ein gemeinsames Architekturbüro in Berlin und konzentrierten sich auf Gebäude im geförderten Wohnungsbau. In diesem Segment realisierten sie in West-Berlin zwischen 1970 und 1989 ca. 25 Gebäude, darunter den Fraenkelblock an der Admiralbrücke in Kreuzberg.

Die Bauten sind Zeugen des Wandels von der Moderne zur Postmoderne in Architektur und Städtebau. Sie sind extravagant und fügen sich dennoch in den Bestand ein. Sie provozierten Debatten über Gestaltung, Schönheit und Funktion im Städtebau. Sie regten das Hinterfragen von Lebensentwürfen und Wohnformen an. Ihre versponnenen Balkongitter in Türkis und die prägnanten expressiven Betonbalkone bleiben im Gedächtnis. Sie reizten die Vorgaben des sozialen Wohnungsbaus aus und ermöglichten individuelle Wohnformen mit viel Glas, offenen Grundrissen und großzügigen Terrassen und Balkonen.

Die urbanoTOUR „Wohnen zwischen Glas und rosa Rosen“ führt zu Bauten aus dem bislang nur wenig bekannten Frühwerk von Baller & Baller der 1970er Jahre in Charlottenburg zwischen Lietzenburger Straße und dem Klausener Platz.

Treffpunkt: Samstag, 15.10.2016, 13:00 Uhr an der Ecke Lietzenburger Straße / Knesebeckstraße.

Dauer: ca. 2,5 Stunden, Fahrrad erforderlich.

Bei Fragen zur urbanoTOUR bitte an Christian Kloss wenden: c.kloss@urbanophil.net

Die urbanoTOUR ist Teil des Programms des URBANOPHIL Geburtstagswochenendes.

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Interview mit Klaus Teschner

Panorama von Quito

Blick auf Quito (Bild: Quito Lights by El Freddy via flickr)

Klaus Teschner ist Architekt und Stadtreferent bei Misereor mit regionalen Schwerpunkten auf Afrika und Lateinamerika. Außerdem ist er Vorstandsmitglied des Vereins TRIALOG e.V., der regelmäßig Magazine zu Themen des Planens und Bauens im Globalen Süden veröffentlicht. Laura v. Puttkamer hat mit ihm über die New Urban Agenda, die im Oktober bei der HABITAT III Konferenz verabschiedet werden soll, gesprochen. Dies ist damit der zweite Teil der Artikel-Serie zur New Urban Agenda.

Was sind die drei größten Kritikpunkte an der New Urban Agenda?

Zuerst einmal ist die Agenda eine Ansammlung von ganz vielen wichtigen Punkten und guten Sätzen (zum Beispiel „nobody should be left behind“) geworden. Man wird kaum etwas finden, das fehlt, allerdings ist vieles von einer unverbindlichen Qualität, aus der man keine Regierungsverpflichtungen ableiten kann. Ich finde vor allem enttäuschend, dass die durchaus realistisch erscheinende Hoffnung, die neue Agenda könnte konkrete Anleitungen zur Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (der SDGs) für den städtischen Raum beisteuern, sich nicht erfüllt hat. Statt sich auf klare Ziele und deren Umsetzung zu konzentrieren, verliert sich der Text der New Urban Agenda in einer Fülle von 175 Absätzen mit weitschweifigen Aussagen, die immer weiter zur Unverbindlichkeit hin verwässert wurden.

Ein zentraler Kritikpunkt der weltweiten Habitat-Netzwerke, also der Habitat International Coalition und der International Alliance of Inhabitants ist, dass bei all den vielen guten Prinzipien nicht gesagt wird, wie man sie umsetzen soll. Daher besteht die Gefahr, dass Grundsätze wie etwa das Ziel inklusiver, lebenswerter Städte („nobody should be left behind“) oder die Verhinderung von Vertreibungen und die Einhaltung von Menschenrechtsstandards – soweit dies überhaupt in einem Nebensatzerwähnt ist – im Leeren bleiben. Die Verknüpfung zwischen Prinzipien und konkreten Bezügen darauf im Bereich der Handlungsanweisungen fehlt in der Agenda.

Zweitens sehen die Habitat-Netzwerke es als Problem, dass HABITAT als umfassendes Konzept, das sich ganz allgemein auf menschliche Siedlungen und deren Entwicklung bezieht, de facto aufgegeben wurde. Nun fokussieren sich die Vereinten Nationen stark auf die aktuelle rasante Verstädterung der Welt und das Thema Stadt. Es hat natürlich eine gute Seite, dass Urbanisierung erstmals als positiver Prozess anerkannt und akzeptiert wird. Andererseits folgt diese Fokussierung auch einem Geschäftsinteresse, da Städte die größten Märkte und dynamischsten Wirtschaftselemente sind. Es wäre aber ein großer Fehler, die ländlichen Räume nicht mehr im Blick zu haben. Die riesige Frage, was überhaupt eine gute und für die Umwelt tragbare räumliche Entwicklung ist, muss in einer Weise behandelt werden, die nicht einfach von „unvermeidbarer Urbanisierung“ ausgeht, sagen die Netzwerke.

aktuelle Termine →

10 Jahre URBANOPHIL

am 14. und 15 Oktober feiern wir 10 Jahre Netzwerk für urbane Kultur.

Am 14. und 15 Oktober feiern wir 10 Jahre Netzwerk für urbane Kultur.

Runde Geburtstage werden auch bei URBANOPHIL groß gefeiert. Am 15.10. (ab 19 Uhr) steigt unsere große Geburtstagsfeier in der Bar „Moritz am Park“. Die Moritz-Crew hat dafür sogar einen eigenen urbanoDRINK entwickelt. Probieren ausdrücklich erwünscht! Doch schon davor wird es viele urbanophile Veranstaltungen geben. Mit der richtigen Mischung aus Diskutieren und Feiern begehen wir unser Jubiläum:

10 Jahre URBANOPHIL – 10 Jahre Netzwerk für urbane Kultur – 10 Jahre Berichte, Events und Debatten rund um Urban Art, Stadtentwicklung und Digitale Stadt.

Bereits am Freitag (14.10.; 18 Uhr) starten wir mit dem urbanoSALON #8 im Moritz am Park (Dreysestraße 17,10559 Berlin), bei dem Autorin Michaela Schmidt mit Praktiker*innen aus der Planung über ihr neu erschienenes Buch „Im Inneren der Bauverwaltung“ diskutieren wird.

 

Am Samstag (15.10.) erwartet euch ein vollgepackter urbanophiler Tag:

11 Uhr: Newcomer-Frühstück – Mitessen und Mitmachen

//für alle, die so richtig urbanophil werden wollen

//Kaffee A.Horn (Carl-Herz-Ufer 9, 10961 B-Kreuzberg)

 

13 Uhr: urbanoTOURS #1 – Wohnen zwischen Glas und rosa Rosen

//Radtour zu Bauten der Architekten Baller & Baller

//Treffpunkt: Lietzenburger Straße / Ecke Knesebeckstraße

 

16 Uhr: urbanoTOURS #2 – Farbwelten über und unter der Erde

//Tour zu U-Bahnhöfen Rainer Rümmlers

//Treffpunkt: U-Bahnhof Berliner Straße, Glaspavillon

 

16 Uhr: urbanoTOURS #3 – Kosmos Kurfürstenstraße

//interaktive Tour von articipate! und St. Urban

//Treffpunkt: Olof-Palme-Platz, Kurfürstenstraße / Ecke Budapester Straße (S+U Zoo)

 

19 Uhr: GEBURTSTAGSPARTY „10 Jahre URBANOPHIL“ mit

// Eröffnung der urbanophilen Ausstellung „Vermessung des Urbanen“ // Miniposium Eurer schönsten & schlimmsten Bauwerke // urbanophilen Getränken // urbanophilen Gästen aus Berlin & der Welt

//danach Musik, Tanz und (noch mehr) urbanophile Getränke

//Bar Moritz am Park (Dreysestraße 17, 10559 B-Moabit)

nach oben ↑
Themen