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Aktuell
Städtebau & Architektur →

Stadtplanung, Architektur und Moral

Der CCTV-Tower von Koolhaas und Scheeren (Foto von ssedlmayr1)

Alber Speer Jr. antwortet in einem Interview mit der FR, dass er mit seinen Stadtplanungsprojekten, wie z.B. in Anting, nicht das Regime stützt. Vielleicht auch ein berechtigtes Argument, wenn man bedenkt, dass dies städtebauliche Projekte sind und keine repräsentativen Bauten.

Für solche Gebäude ist die Diskussion schon schon heftiger geführt worden (u.a. Bauten des Bösen, Bauen für Despoten). In diesem Zusammenhang sei insbesondere auf das Interview mit dem Architekten C. Ingenhoven (mp3-Format) hingewisen, der sich mit der Frage nach Moral in der Architektur beschäftigt. So kritisiert Ingenhoven die “Planung von Prestigegebäuden in Unrechtsregimen” (dradio.de) und spricht sich dafür aus, dass über die Frage der moralischen Verantwortung in der Architektur- und Planerszene diskutiert wird.

Ein Bericht im Spiegel, mit dem Titel “Der Speer-Faktor” (allerdings ist diesmal der Vater gemeint) geht der Frage nach, wie “es Baukünstler mit der Moral halten”. Und G. Matzig feiert die Architektur von Koolhaas CCTV-Tower und stellt gleichzeitig die moralische Frage nach solchem Tun. Wie die Antwort auszufallen hat, muss wohl jeder für sich ausmachen.

URBANOPHIL →

Neues Design

urbanophil homepage

So sah’s vorher aus.

Wir haben urbanophil neu gelayoutet. So gibt es eine zusätzliche Seitenspalte und mit der Zeit werden wir dort weitere Funktionalitäten – wie etwa ein Newsticker – dazu kommen. Zudem möchten wir euren Kommentaren mehr Platz einräumen – daher gibt es nun das Feld “aktuelle Kommentare”. Über Anmerkungen und sachdienliche Hinweise (Bugs) freuen wir uns.

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Von Großprojekten, Schulbussen und dem grünen Friedrichshain

Wenn Frau Junge-Reyer meint, dass es keine Verdrängung durch ein Projekt wie Mediaspree geben wird, dann empfehlen wir ihr dieses Video [via Stralau-Blog], welches die Topsanierung eines Wohngebäudes in der Warschauer Str. (bei Google Maps) bewirbt. Hier zeigt sich deutlich, wie auch das nähere Umfeld von einem Großprojekt betroffen ist. Zwar sind die Auswirkungen nicht direkt, aber doch langfristig spürbar. Und dass als Folge die ärmeren Bewohner wegziehen, bestätigt sogar H. Häußermann, in einem Interview, in dem er Vorschläge macht, wie man die Soziale Mischung von Stadtvierteln erhalten kann. Lesenswert!

Überraschend an dem Werbevideo ist, in welch positives Licht Friedrichshain gerückt wird. Grün, familienfreundlich und nur “einen Steinwurf vom Alex entfernt”. Schön zu hören.

Kunst & Kultur →

Interview mit dem AAA zum Sproutbauprojekt


Abb. 1: Tanzcafé – auf der Dachterrasse des Sproutbau (¬© by T. Buchholz)

Im Rahmen des Projektes „Sproutbau – ein Wohnexperiment“ bewohnten während des Sommers 2007 Menschen aus verschiedensten Teilen der Welt für einen Monat ein leerstehendes Hochhaus am Rande der Hansestadt Bremen. Sie konnten in dem zum Abriss bestimmten Wohnhaus ihren „Fantasien zur individuellen Umgestaltung innerer und äußerer Wohnbereiche freien Lauf zu lassen“ – wie es auf der Projektseite heißt. Die Teilnehmenden feierten somit den Abschied von dem Gebäude.

Abb. 2: Ein leerstehendes Haus Рder Sproutbau (© by D. Schnier)

Welche Wohnutopien dabei umgesetzt wurden und wie sich das Projekt in die Umgebung integrierte, fragten wir Daniel Schnier und Oliver Hasemann, die als Mitglieder des Autonomen Architektur Ateliers (AAA) an der Projektleitung beteiligt waren.

Urbanophil: Stellt ihr euch kurz vor?

AAA: Das Autonome Architektur Atelier geht auf eine Initiative von Daniel Schnier zurück, der das Atelier Arbeitssuchender ArchitekturabsolventInnen initiierte. Ziel war es, sich ein eigenes Netzwerk zu schaffen, dass den etablierten Strukturen trotzen kann.

2006 war dann das Geburtsjahr des Autonomen Architektur Ateliers (AAA). Beteiligte waren Daniel Schnier (Dipl. Ing. Architektur FH), Oliver Hasemann (Dipl. Ing. Raumplanung) und Alexander Kutsch (Dipl. Ing. Raumplanung). Aktuell sind wir nur noch zu zweit, da Alexander das Büro verlassen hat. Es fing an mit den urbanen Spaziergängen, die insbesondere Olivers Werk waren. Und mit der Zeit haben wir unterschiedliche Projekte wie die urbanen Spaziergänge, move.it!! (Initiator Medienkünstler BNC) und eben auch Sproutbau (Initiatorin Christina Vogelsang) durchgeführt. Dabei versuchen wir, Stadterlebnisse zu vermitteln und urbane Experimentierfelder zu eröffnen.

Autonomes Architektur Atelier

Abb. 3: Das Team des AAA (v.l.n.r. A. Kutsch, O. Hasemann, D. Schnier) (© by Cathrin Eisenstein)

Wie kam es zu eurer Mitwirkung an dem Projekt Sproutbau?

Die Initiative ging von Christina Vogelsang aus, die uns bei einem unserer urbanen Spaziergänge durch die Bremer Überseestadt im Februar 2007 ansprach und fragte, ob wir nicht Lust hätten, bei dem Projekt mitzumachen. Von ihr kam die Idee, da sie schon einmal ein Hochhaus bespielt hatte. Dieses Projekt – Tenever Paradies – dauerte nur 2 Tage, Sproutbau hingegen über einen Monat. Und dafür suchte sie noch Mitstreiter. So gründete sich das TEAM N.

Kunst & Kultur →

Betonleuchten in Hamburg

YouTube Preview Image

Das neu gegründetet space department aus Hamburg hatte zum Betonleuchten aufgerufen. Mit LED-Throwies (die vom GRL (wir berichteten) entwickelt wurden) brachten Sie die Fassade (zumindest einen Teil davon) eines 70er Jahre Betonbaus zum Leuchten. (Gefunden über urbanshit.de).
Aber wie die Jungs des GRL selbst einräumten, ist die Kommunikationsfähigkeit mit Throwies sehr eingeschränkt. Daher sei allen digitalen Stadtbemalern das Video zum Night Writer ans Herz gelegt.

Wir sind gespannt, was das space department für weitere Aktionen ausheckt und freuen uns auf die weiteren Projekte.

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