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Aktuell
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Die Wiederentdeckung des Erntens im urbanen Alltag.

Quelle: AgropolisQuelle: Agropolis

Mit ihrem Konzept, nicht nur Landschaft sondern auch Landwirtschaft in die Metropole zu holen, gewann Agropolis den ersten Preis des Wettbewerbs Open Scale München, ein Interdisziplinärer Ideenwettbewerb und ein Pilotprojekt im Rahmen der „Nationalen Stadtentwicklungspolitik“ des BMVBS / BBSR, Landeshauptstadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung.

Agropolis möchte in München eine metropolitane Nahrungsstrategie anregen, die von der Produktion bis zur Zubereitung sowohl eine zukunftsfähige Nahrungsökonomie artikuliert als auch räumlich erfahrbar und erkennbar wird. Im Mittelpunkt stehen die Förderung von Eigenanbau und nachhaltigem Umgang mit der Ressource Boden. Das Ernten wird wieder Teil der alltäglichen Lebensabläufe in der Stadt. Als Modellprojekt wird für das Stadtentwicklungsgebiet Freiham der „Agrikulturpark Freiham“ in den Prozeß der Bebauung integriert, der für öffentliche und private Räume eine zusätzliche Dimension städtischer Lebensqualität erschließt.

In Freiham entsteht eine neuartige, attraktive Atmosphäre. Von dort ausgehend trägt entlang der vorgesehenen Erschließungssysteme die „Viktualientram“ Nahrungsmittel und Ideen Urbaner Landwirtschaft mitten in die Stadt.

FreihamQuelle: Agropolis

In diesem weiteren Fokus werden mit einer Reihe von Maßnahmen auch innerstädtischere Räume urbar gemacht und immer mehr Münchner in Verbindung mit Praktiken der Ernährungsversorgung gebracht, u.a. mit den integrativen „Grünen Räumen“ und dem „Nahrungsstadtplan“.

Mehr zum Konzeptinhalt ist nachzulesen unter:
http://www.agropolis-muenchen.de/

Urbane Mobilität →

Die indische Kreuzung

// Gastbeitrag von Georg Jahnsen aus Mumbai //

IndischeKreuzung
Indische Kreuzung (Fotograf: Georg Jahnsen)

In einem der vergessenen Stadtviertel Mumbais, an diesem einen Sonntag, an dieser einen Kreuzung, passierte es mal wieder, dass nichts mehr ging. Autos, Rickshaws, Handkarren, Kühe, Ziegen, herumstehende und herumliegende Gegenstände und jede Menge Menschen waren plötzlich ineinander verkeilt ohne sich dabei zu berühren. Respektvolles ineinander verkeilt sein. Es wurde mit den Händen gefuchtelt und Lärm veranstaltet. Normalerweise hilft dies beim eigenen Vorankommen in Mumbai. Nicht so an diesem Tag und an dieser Kreuzung. Am Schluss versuchte jeder noch die letzten paar freien Zentimeter vor sich zu gewinnen. Doch dadurch wurde die Situation nur noch vertrackter. Die letzten möglichen Lücken, die noch als Auswege hätten benutzt werden können, schlossen sich. Ein letztes allgemeines Hupen und Rufen bäumte sich auf. Und dann wurde es still.

Städtebau & Architektur →

Bierpinsel bald im neuen Gewand

Bierpinsel

…urbanophil war durch seine ausgezeichneten Kontakte natürlich wieder etwas früher informiert, aber nun hat auch die ‚gemeine Presse‘ davon erfahren: Der Bierpinsel wird im kommenden Frühjahr ein neues Gewand erhalten. Drei Streetartkünstler werden die Außenhaut des Bierpinsels temporär neu gestalten. Nachzulesen ist das im Detail bei der Berliner Zeitung…

Kunst & Kultur →

Interview mit der Künstlerin Daniela Brahm

Die Künstlerin Daniela Brahm beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit der Stadt als sozialem Raum. Zudem ist sie Mitbegründerin von ExRotaprint. Dies ist eine ungewöhnliche Initiative von Künstlern um ein altes Fabrikgelände als Raum für das Zusammentreffen von Kunst und urbaner Alltagskultur zu erhalten. Ihre letzte Installation in Warschau, „The Big Argument„, war inspiriert durch die Auseinandersetzung zwischen sozialen Gruppierungen in Warschau. Auf diese Weise mischt sich die Stimme der Kunst in den urbanen Diskurs. Dieses Zusammenspiel aus Kunst und sozialer Aktivität war der Grund, sich mit Daniela Brahm eingehender zu unterhalten.

In diesem Zusammenhang organisiert urbanophil in Kooperation mit den Jungen Meistern am 14. Januar eine Führung durch das ExRotaprintgelände und die Arbeit von Daniela Brahm.

(Das Interview führten Cornelia Escher und Stefan Höffken).

Kürzlich hast du in Warschau eine Installation realisiert: „The Big Argument“. Dieses Arbeit setzt sich ja mit der gebauten Umwelt auseinander. Kannst du kurz beschreiben, worum es dir dabei ging?

Die Installation „The Big Argument“ realisierte ich auf Einladung des Museum of Modern Art in Warsaw für den Platz, an dem in Zukunft der Neubau des Museums entstehen soll. Die Idee war, den Diskurs der Kunst, der innerhalb einer kleinen Gruppe von Menschen geführt wird, in die Stadt und damit in die Öffentlichkeit zu bringen und transparent zu machen. Was mich in Warschau besonders beeindruckt, ist die visuelle Lautstärke, mit der die unterschiedlichsten Gruppierungen versuchen, Einfluss zu gewinnen und ihre Projekte zu realisieren. Die Stadt ist voll mit Plakaten, haushohen Billboards, Texten auf Wänden und Schildern, voll mit Neubauten, Glasfassaden, Markthallen, Marktständen und fliegenden Händlern.

Das heißt alle möglichen sozialen Interessengruppen besetzen den Stadtraum? Jede versucht also mit ihren – sehr unterschiedlichen – Mitteln, sich durchzusetzen?

Ja, diese „große Auseinandersetzung“ prägt das Bild, das durch die unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten, die dahinter stehen, zu einem sehr diversen Bild wird. Das fasziniert mich. Und davon handelt die Installation. Dass sich die Kunst in dieses Getümmel einmischt, ist eher selten. Und das, obwohl wir den Stadtraum als ein wesentliches Referenzsystem sehen können, das die Gegenwartskunst ausmacht.

Kunst & Kultur →

Von Stromkästen und Plattenbauten

Der Streetart-Künstler evol gestaltet Stromkästen, Blumenkübel und Mülleimer und lässt sie zu Plattenbauten werden. Ferner hat er im Untergeschoss eines leerstehenden ruinösen Dresdner Schlachthauses alte Fundamentblöcke ebenfalls als Plattenbauten gestaltet, so dass dort eine düstere Miniaturgroßwohnsiedlung entstanden ist.

Umfassende Fotosammlungen finden sich in evols flickr-Account und auf seiner Homepage unter http://www.evoltaste.com.

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