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Aktuell
Grüne Stadt →

Vortrag: Bilanz der Zukunft von gestern

Die Geschichte der Zukunft der Stadt begann bereits in den 1960er-Jahren: Damals entwickelte Stadt-Utopien werden heute erneut aufgegriffen, weiterentwickelt und in die Realität überführt. Klimawandel, die Endlichkeit fossiler Energien sowie die Finanz- und Systemkrise lassen die neuen Stadtplanungen zu einem Versuchslabor nicht nur für ökologische, sondern auch für gesellschaftliche Veränderungen werden.
Im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Post-Oil-City – Die Stadt nach dem Öl“ in der ifa-Galerie Berlin stellt der Architekturhistoriker Thilo Hilpert die Relevanz utopischer Konzepte der 1960er-Jahre für die heutige Diskussion um Nachhaltigkeitskonzepte in Architektur und Städtebau vor.
Wie in seinem Beitrag für die Zeitschrift ARCH+, die gleichzeitig den Katalog zur Ausstellung „Post-Oil City – Die Stadt nach dem Öl“ bildet, diskutiert er folgende Thesen: „Man kann die Beschäftigung mit den 60er-Jahren als eine Forschung nach den Anfängen einer Geschichte der Zukunft betreiben. Oder aber als Kritik der utopischen Konzepte der 60er-Jahre. Oder aber: die Gegenwart verstehen als Prägung durch Zukunftsbilder aus dieser Zeit. Wenn Utopien sich an der Gegenwart verifizieren oder falsifizieren lassen, dann bestätigt dies nur die Berechtigung utopischen Denkens; wenn Utopien in Wirklichkeit eingehen, dann sind sie für die Konstruktion der Wirklichkeit relevant.“

Thilo Hilpert studierte Architektur, Literatur und Soziologie; er promovierte 1976 in Sozialwissenschaften zum Thema „Humaner Städtebau“. Aus dem Nachlass Le Corbusiers arbeitete er an dessen Stadtvision „Die funktionelle Stadt“ und reeditierte die „Charta von Athen“. Seit 1985 lehrt er als Professor für Architektur und Baugeschichte an der Fachhochschule Wiesbaden. Weitere Lehraufträge führten ihn nach Berlin, Damaskus, Wiesbaden und Philadelphia. Hilpert hat bereits zahlreiche Artikel zur Architekturtheorie in den Fachzeitschriften Casabella, AMC und ARCH+ veröffentlicht.

Freitag, 23. April 2010 um 19 Uhr
in der ifa-Galerie Berlin, Linienstraße 139/140, 10115 Berlin

Informationen zur Veranstaltung:
Dr. Barbara Barsch, Tel.: 030/28 44 91 11, E-Mail: barsch@ifa.de

Städtebau & Architektur →

The Archigram Archival Project

Die University of Westminster macht mit dem Archigram Archival Project die Arbeiten der visionären Archigram-Gruppe kostenlos online verfügbar. Archiviert sich sowohl die Projekte der Architekten, als auch die seinerzeit veröffentlichten Magazine, die den theoretischen Unterbau der Konzepte bilden.

Urbanophil hat im November 2009 beim Filmabend „urbanoFILMS#11: Superstudio im Bierpinsel – Megastrukturvisionen der 1970er Jahre“ Kurzfilme der Architektur- und Künstlerteams Superstudio und Archigram gezeigt, die in den 1960er und 1970er Jahren mit ihren Darstellungen Kritik an den damaligen Megastrukturvisionen übten.

Kunst & Kultur →

Kunsthalle im Stattbad Wedding?

Stadtbad von Ludwig Hoffmann (1907) in der Gerichtstraße im Wedding

Bereits seit 2007 sucht die Initiative Berliner Kunsthalle nach einem permanenten Standort für eine Kunsthalle, die von den zahlreichen in Berlin lebenden Künstlern als Ausstellungs- und Austauschort genutzt werden kann. Die Blumenhalle in Kreuzberg, der Standort im Humboldthain oder die Temporäre Kunsthalle haben sich als ungeeignet herausgestellt oder waren politisch nicht durchsetzbar.

Nun bietet plötzlich der Förderverein für Kunst Berlin e.V. an, das von ihnen betriebene Stattbad in Wedding als Standort für die Berliner Kunsthalle zu prüfen. Das ehemalige Stadtbad, in dem 2002 der Betrieb eingestellt wurde, wird seit 2009 bereits unter dem Namen Stattbad kulturell zwischengenutzt. Ob und warum es nun die Berliner Kunsthalle beherbergen kann und soll, muss noch diskutiert werden.

Infos zur Initiatve Berliner Kunsthalle: www.berliner-kunsthalle.de

Unter www.kunsthalle-jetzt.de finden sich weitere Infos zur Initative für das Stattbad Wedding als Standort.

Video, Film & Fotografie →

achtung berlin: Lychener 64

Vorführung des Films „Lychener 64“ im Rahmen des achtung berlin-Festivals

In meinen vier Wänden bin ich frei und kann so leben, wie ich will. Doch was passiert, wenn das persönliche Kleinod von einer Sanierung bedroht wird? Kämpfen oder aufgeben? Mit der Wende brach über Ostberlin eine riesige Sanierungswelle herein. 20 Jahre später gibt es immer noch vereinzelte Häuser, die der Modernisierungswut stand hielten. Das Haus in der Lychener 64 gehört dazu und muss nun dem Traum der Vollsanierung weichen. Jakob C. Rühle begleitete mit seiner Kamera den Kampf der Bewohner zwischen Kommerz und selbstbestimmten Wohnen.

Das Haus lebt von seinen Mietern, z.B. Karsten, der Geschichte von der guten alten Zeit in der Lychener 64 erzählt. Gemeinsam begleiten wir sie von der Sanierungsbenachrichtung bis zur Umzugskiste. Dem Regisseur gelingt ein vielschichtiges und tragikomisches Porträt, das vor allem Fragen nach der richtigen Lebensform aufwirft. Es zeigt aber auch wie mit Presslufthammer und Spitzhacke ein Stück Ostgeschichte und Kiezleben zertrümmert wird.
Ein Dokumentarfilm von Jakob Rühle, Fabio Dondero und Teresina Moscatiello.

Trailer:

Samstag, 19:45 Uhr: Kino Passage 1
Sonntag, 22:30 Uhr: Kino FaF 2

Kunst & Kultur →

Ausstellung: Typologie der Museumsarchitektur.

Typologie der Museumsarchitektur.
Ideen für eine Erweiterung des Bode-Museums

Ein Projekt der Fachhochschule Potsdam in Kooperation mit den Staatlichen Museen zu Berlin

„Die Ausstellung präsentiert acht Projekte von Studenten der School of Architecture der Fachhochschule Potsdam, die im Laufe eines Seminars über die Entwicklung und Typologie der Museumsarchitektur – von der Bildergalerie Friedrichs des Großen in Sanssouci bis heute – erarbeitet wurden.
Ausgehend von dem Ergebnis des 2005 erfolgten städtebaulichen Wettbewerbs für die Museumshöfe an der dem Bode-Museum gegenüberliegenden Seite des Kupfergrabens, greifen die Projekte die aus den Voruntersuchungen zur Museumstypologie gewonnenen Erkenntnisse auf. Sie nehmen Rücksicht auf die baulichen Qualitäten des Bode-Museums, die sie in unterschiedlicher Weise in eine moderne Formsprache für den Erweiterungsbau umsetzen. Die Entwürfe vermitteln ein Bild von dem, was sein könnte, wenn das Bode-Museum erweitert werden würde, ohne in allen Details ein präzises Raumprogramm des Neubaus vorwegzunehmen. Sie sind geeignet, die Diskussion über die Zukunft der Skulpturensammlung und der Gemäldegalerie zu bereichern.“

Zeit: Do 22. April – So 16. Mai 2010
Öffnungszeit: täglich 10 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 22 Uhr
Ort: Bode-Museum, Am Kupfergraben 1, Berlin-Mitte
Für diese Ausstellung in der Kamecke-Halle des Bode-Museums ist der Eintritt frei.

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