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Aktuell
Kunst & Kultur →

Ein Bild von einem Bau

Kontaktbogen von 1975. Foto: Schüler/Schüler-Witte; Quelle: Berlinische Galerie.

Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte. Und für den Steglitzer U-Bahnhof Schloßstraße gilt leider derzeit: Bilder sagen mehr als das Bauwerk. Denn während das frisch eingetragene Baudenkmal unter dem „Bierpinsel“ teils vor sich hinrottet, teils von der BVG-Bauabteilung hingerichtet wird, strahlen die Bilder von einst umso mehr. Wir von der „Initiative Kerberos“ (Reiter oben rechts) haben uns kürzlich durch die Archivbestände des Architektenpaars Ralf Schüler/Ursulina Schüler-Witte in der Berlinischen Galerie gewühlt und sensationelle Fotos des Bahnhofs aus dem Jahr 1975 entdeckt. Die lassen wir an dieser Stelle einfach mal für sich sprechen…

 

Sah mal so aus. Der Bahnsteig des Bahnhofs Schloßstraße 1975. Foto: Schüler/Schüler-Witte; Quelle: Berlinische Galerie.

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WIDERSETZEN – Demo gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn am 14. April 2018

Dass Mieten und Wohnungspreise in Berlin zusehends ins Absurde steigen, ist schon länger bekannt. Nun hat die Bundeshauptstadt so gar den globalen Thron erklommen. Wie der Guardian berichtet, komme eine neue Studie zu dem Ergebnis, dass Berlin im vergangenen Jahr die weltweit am schnellsten wachsenden Immobilienpreise zu verzeichnen hatte. Um fast 21% verteuerten sich Häuser und Wohnungen zwischen 2016 und 2017. In den Top 10 finden sich noch drei weitere Städte aus Deutschland: Hamburg (Platz 7), München (Platz 8) und Frankfurt (Rang 10).

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Der urbane twitter-Wochenrückblick (07.04.2018 – 13.04.2018)

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Mayors / Players / Urban Visions / Filmabend 4: Parchim International

Geschichten von Stadtentwicklungsprojekten in China und Deutschland zwischen Vision und Scheitern, Macht und Ohnmacht.

Termin: Mittwoch, 18.04.2018, Einlass 19.00 Uhr, Beginn 19.30 Uhr
Ort: CLB Berlin, Aufbau Haus am Moritzplatz, Prinzenstraße 84.2 (Eingang von der Oranienstraße), 10969 Berlin­-Kreuzberg
Der Eintritt ist frei.

Der Co-Regisseur und Kameramann des Films, Manuel Fenn, wird anwesend sein.

Städtebauliche Großprojekte sind gemeinhin Symbole für Fortschritt und Modernität. Mayors / Players / Urban Visionsbegleitet die Protagonisten solcher Vorhaben in der chinesischen und der deutschen Provinz. Was treibt sie auf die große politische Bühne? Und was sagen ihre Ideen, ihre Handlungen, ihr Gelingen oder auch ihr Scheitern über unsere Gesellschaften aus? Warum ähneln sich, trotz aller kulturellen Unterschiede, die Geschichten doch teilweise frappierend? Was können wir daraus über Utopien, Motive, Macht, Verführung, unser Kulturverständnis und uns selbst lernen?

Das Programm des dritten Abends:

PARCHIM INTERNATIONAL
Ein Film von Stefan Eberlein und Manuel Fenn, D 2015, 90 Minuten

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Städtebau & Architektur →

Rettet Hollywood den Rümmler?

Soll auch weichen: Die „Wolkendecke“ im U-Bahnhof Halemweg.

 

Vielleicht kommt die Rettung für Berlins Untergrund jetzt aus Hollywood: Seit über die Schließung der Fußgänger_innenunterführung zwischen Zentralem Omnibusbahnhof (ZOB) und Internationalem Congresscentrum (ICC) in Berlin-Charlottenburg diskutiert wird, richten sich die Augen auf die von Rainer Rümmler entworfenen poppigen Untergrundbauten im ehemaligen West-Berlin. Das Onlineportal moderneRegional hat dem Tunnel unlängst einen größeren Beitrag gewidmet, Ende März plädierte Peter Richter in der Süddeutschen Zeitung für den Erhalt. Und warum Hollywood? Die unterirdische Passerelle ist mit ihren quietschig-orangefarbenen Pfeilern und Wänden sowie den kreisrunden braunen Leuchten an der Decke Schauplatz zahlreicher internationaler Filmproduktionen gewesen. Damit beweist sich, was wir als „Initiative Kerberos“ (siehe Reiter oben rechts) schon längst sagen: Rümmlers Bauten sind Berlin. Rümmlers Bauten sind pop!

Die Argumente für die Erhaltung des Fußgänger_innentunnels taugen erst recht für Rümmlers zahlreiche Westberliner U-Bahnhöfe aus den 1960er und 70er Jahren. Der U-Bahnhof Yorckstraße – bis 2016 „mittsiebzigerorange wie eine Packung Nimm 2“ (Richter) – ist bereits verloren. Doch an anderen Stellen gibt es noch einiges zu retten von Rümmlers Bahnhöfen in „selbstbewusster Farbigkeit“. Der unterirdische Farbenreigen führe dazu, so Richter, dass das U-Bahnfahren „unter weiten Teilen Westberlins immer ein bisschen an das Yellow Submarine von den Beatles erinnert.“ Weiterhin völlig ungeschützt der BVG-Abrisswut ausgeliefert sind etwa die Pop-Bahnhöfe Konstanzer Straße, Richard-Wagner-Platz, Nauener Platz sowie der Eingangspavillon am Bahnhof Halemweg. Die Wiederherstellung des (inzwischen sogar denkmalgeschützten) Bahnhofs Schloßstraße kommt seit Monaten nicht voran.

Wenn Richter in der Süddeutschen Zeitung zur Rettung des ICC-Tunnels aufruft, rufen wir (weiterhin) und umso lauter hinterher: Lasst auch die U-Bahnhöfe leben! Berlin ist nicht nur cool in Hollywood.

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