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Aktuell
Kunst & Kultur →

Montmartre, Bohème, Esprit?

Blick auf Montmartre um 1904

Blick auf Montmartre um 1904

Montmartre fehlt in keinem Reiseführer zur französischen Hauptstadt, immerhin scheint es doch ein Ort purer Nostalgie zu sein, an dem die Erinnerung an die Pariser Bohème, die Künstler und das verruchte Nachtleben, lebendig bleibt. Denken wir an Montmartre, hören wir förmlich die Musik aus der fabelhaften Welt der Amélie und sehen vor unserem inneren Auge einen idyllischen Platz, auf dem Künstler hinter Staffeleien stehen und auf hellen Leinwänden Kunstwerke entstehen lassen.

Warum entwickelte sich ausgerechnet Montmartre im 19. Jahrhundert zu einem Künstler-Viertel, das einen neuen Stil urbaner Malerei hervorbrachte? Geprägt waren die damaligen Werke von Motiven des alltäglichen Lebens und der Bewohner des Viertels, die zu jener Zeit dem Rand der Gesellschaft zugerechnet wurden.

Als die Industrialisierung noch im Aufbruch begriffen war, befand sich auf der Anhöhe vor den Toren der Stadt ein kleines Dorf mit Rebhängen, ausgedehnten Gärten, Feldern und Mühlen. Hier war der Wein billig, es gab Platz für Garten- und Schankbetriebe und die Gegend war bekannt für ihre Tanz- und Amüsierstätten. Die Pariser genossen am Wochenende die Vielfalt der Cabarets und Tanzlokale, und Montmartre entwickelte sich zu einer freizügigen Welt, in der gesellschaftliche Konventionen fielen. Kurz: Ein buntes Treiben, bei dem alle sozialen Schichten aufeinandertrafen.

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Tagung: Digitaler Sakralbauatlas

Bild_StElisabeth

Abb. T. Meier

Wir haben uns Ende letzten Jahres ja schon im Rahmen der Tagung “Stadt_Kirche” mit den verschiedenen Schnittstellen zwischen städtischen und kirchlichen Akteuren beschäftigt (Tagungsbericht). Insofern ist es erfreulich zu sehen, dass auch an anderer Stelle in eine ähnliche Richtung gedacht wird und wir gerne auf eine spannende Tagung hinweisen: Am 21. März findet an der Bauhaus-Universität Weimar die Tagung “Digitaler Sakralbauatlas. Standortbestimmung für Deutschland” statt. Dort wird vor allem der Frage nachgegangen, wie unter veränderten demografischen Bedingungen mit dem Bestand an Sakralbauten umgegangen werden kann. Vor allem soll der Gedanken erkundet werden, ob ein digitaler Sakralbauatlas eine Entscheidungsgrundlage für eine Entwicklung der Gebäudesubstanz bieten könnte und wie dieser aussehen müsste.

Nähere Informationen können der Einladung entnommen werden, um Anmeldung wird gebeten.

Video, Film & Fotografie →

Nothing Stops Detroit – Kurzportrait über den Street-Artist Evan Rossell

In diesem rund 5-minütigen Kurzfilm portraitiert Riley Blakeway das tägliche Werken des gebürtigen Detroiter Street-Artist Evan Rossell, a.k.a. STINK. STINK malt insbesondere bunte Monster (siehe z.B. hier) und hat mit Detroits Ruinen eine riesige Leinwand für seine Arbeit. Im Video, das mit 8 und 16 mm-Kameras gedreht wurde, kommt Rossell zu einem von Außen vielleicht nicht so zu erwartenden Urteil: Das Leben in Detroit ist toll!

Grüne Stadt →

Arcosanti – Gebaute Utopie der Ökourbanität

Diese kleine Büchlein von Paolo Santi begegnet mir bei einem meiner Streifzüge durch die Bibliothek. Und was dem Foto nach wie eine schlechte und überaus verkitschte Freilichtbühne aussieht, ist nicht weniger als eine gebaute Utopie mitten in der Wüste von Arizona (USA).

Cover Arcosanti

Cover Arcosanti

Im Klappentext heißt es dazu:

Es gibt sie noch, die wahnwitzigen Utopisten und einer davon ist Paolo Soleri. Seit sechzehn Jahren [das Buch ist von 1988] verwandelt er seine Umgebung in die Zukunftsstadt Arcosanti, eine aggressionsfreie Welt, die den gebeutelten Großstadtmenschen in das nächste Stadium der Evolution führen soll.

Video, Film & Fotografie →

High-speed Slow-Motion Alexanderplatz

Adam Magyar ist mal den gegensätzlichen Weg zu den zahllosen Timelapse-Videos gegangen: In diesem Auszug eines 24-minütigen Videos fährt er mit seiner High-Speed-Kamera an den wartenden Menschen am U-Bahnhof Alexanderplatz vorbei. Der Clou: Abgespielt wird das Video in Normalzeit, so dass alles wie eine Super-Slow-Motion aussieht.

Dank an Cornelius für den Hinweis!

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