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Aktuell
Digitale Stadt →

Das Handy als städtischer Emanzipator

„Partizipative Stadtplanung“ hat oft den Beigeschmack von langwierigen und wenig ergiebigen Podiumsveranstaltungen. Ein Zusammenschluß von der Universität Berkeley (USA) und von Intel, unter dem Namen urban-atmospheres, versucht derweil diesen Begriff auf das städtische Individuum zu lenken, dem es gilt durch technische Neuerungen ein besseres Verständnis und somit Handlungsspielraum in seiner täglichen Umgebung zu geben. Dazu wird vor allem das um Software und Sensoren erweiterte Handy als Vehikel benutzt, weil es die meisten Städter ständig mit sich tragen. Von hier aus werden eine Reihe von Projekten vorgestellt, welche Forschung und Anwendung in einem sind und auf schöne Namen wie Jabberwocky, Hullabaloo oder Jetsam hören.

(Quelle:urban-atmospheres, Handy mit Sensor und Karte der Luftqualität in Accra, Ghana)

Das erste Projekt ist noch relativ einfach zu verstehen. Erweitert um „Super-Sinne“ soll das Handy in die Lage versetzt werden, Umweltdaten zu sammeln wie z.B. Luftqualität, UV-Strahlung und Wasserqualität. Eingespeißt in dynamische Karten könnte so jeder nachvollziehen in welchen gesundheitlichen Räumen er sich bewegt und sein Handeln dementsprechend verändern oder sich an die Stadt wenden.

(Quelle: urban-atmospheres, Darstellungen auf dem Handy)

Verfolgt man dann die weiteren Projekte von urban-atmospheres so verschwimmen zunehmend Sinn, technischer Aufwand und Machbarkeit. Unter dem Namen „Sashay“ soll es z.B. eine Software geben, welche dem Benutzer eine Karte der umliegenden Sendemasten samt ihrer ID-Nummer zeigt. Weitere Programme sollen die Interaktion zwischen den Straßenbenutzern fördern, Daten untereinander austauschen und so ein Bild erstellen, wen man schon wie oft und wo über den Weg gelaufen ist. Zu guter letzt soll der digitale Begleiter aus vielen Faktoren (Luftverschmutzung, Nähe zum Stadtkern, Freunden usw.) einen „urban score“ ermitteln, welcher meine Beziehung zur Stadt wiedergibt. Falls hierfür die angeboreren Sinne nicht mehr ausreichen, könnte auch ein analoges Gespräch mit Menschen helfen.

Spannend im Ansatz, wirken manche Resultate von urban-atmospheres wie die Fantasien von technikverliebten Nerds.

Kunst & Kultur →

SPROUTBAU – Ein Wohnexperiment


(foto by Sproutbau)

Freunde temporärer Nutzungen und die, die es einmal werden möchten, sollten in diesem Sommer ihr Augenmerk auf ein vielversprechendes Projekt in Bremen-Tenever lenken: Man stelle sich eine typische Stadtrandgroßwohnsiedlung mit etwa 30 jähriger Geschichte vor, die gegenwärtig für die Stadt Bremen eine große Herausforderungen im Umgang mit Wohnungsleerstand und segregierten Bevölkerungsgruppen bedeutet. Eine aufgeschlossene und motivierte Bewohnerschaft hat zusammen mit Verantwortlichen aus Bürgerschaft, Wohnungsbauunternehmen und engagierten sozialen Trägerschaften zu beispielhaften Erfolgen in der Aufwertung der Gebäude, des Wohnumfeldes und nachbarschaftlicher Beziehungen beitragen können.

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Video, Film & Fotografie →

Kurzfilmprogramm IV: Wunder der Wirtschaft – Haushalt und Rationierung

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Akademie der Künste “Die Stadt von Morgen” werden Kurzfilme zu aus der Bauzeit des Hansa Viertels gezeigt. In der Nachkriegszeit war Film ein bevorzugtes Medium, um stadtplanerische Lösungsansätze vorzustellen, neue Haushaltsgeräte anzupreisen und die gesellschaftliche Ordnung in West und Ost zu manifestieren.

Folgende Filme sind im Angebot:
_Die neue Wohnung R: Hans Richter, CH, 1930, 27′
_AEG-Werbefilm: Der Ehezwist A: AEG Filmdienst, BRD, 1952, 3′
_Marketing R: Pierre Long, FR/UK, 1953, 18′
_Frauen für leichte Arbeiten gesucht R: Dieter Werner, BRD, 1962, 12′
_Wir bauen ein Haus R: Leonhard Fürst, BRD, 1958, 12′
_Die Gartenzwerge R: Boris Borresholm, BRD, 1961, 10′

VERANSTALTUNGSORT: Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, Studio

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Kurzfilmprogramm III: Licht, Luft und Sonne – Wohnungsbau und Eigenheim

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Akademie der Künste “Die Stadt von Morgen” werden Kurzfilme aus der Bauzeit des Hansa Viertels gezeigt. In der Nachkriegszeit war Film ein bevorzugtes Medium, um stadtplanerische Lösungsansätze vorzustellen, neue Haushaltsgeräte anzupreisen und die gesellschaftliche Ordnung in West und Ost zu manifestieren.

Folgende Filme sind im Angebot:
_Die Frankfurter Kleinstwohnung R: Paul Wolff, D, 1928, 6′
_Ein Dach über dem Kopf R: Eva Kroll, BRD, 1950, 15′
_Zwölf Jahre danach A: Neue Heimat Hamburg, BRD, 1957, 14′
_Die Welt baut in Berlin R: Hans Cürlis, BRD, 1957, 10′
_Eine alltägliche Geschichte A: Bundesluftschutzverband, BRD, 1955, 12′
_AEG-Werbefilm: Was schenkt man da? P: Deutsche Dokumentar¬? und Werbefilm GmbH, BRD, 1958, 1’30“
_Bag de ens facader R: Peter Weiss, DK, 1961, 27′

VERANSTALTUNGSORT: Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, Studio

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Kurzfilmprogramm II: Geteiltes Berlin – Stadtplanung und Propaganda

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Akademie der Künste „Die Stadt von Morgen“ werden Kurzfilme zu aus der Bauzeit des Hansa Viertels gezeigt. In der Nachkriegszeit war Film ein bevorzugtes Medium, um stadtplanerische Lösungsansätze vorzustellen, neue Haushaltsgeräte anzupreisen und die gesellschaftliche Ordnung in West und Ost zu manifestieren.

Folgende Filme sind im Angebot:
_Großbaustelle Hansaviertel A: Senator für Bau¬? und Wohnungswesen Berlin, BRD, 1959, 10′
_Geschichte einer Straße R: B. Kleberg, W. Marten, DDR, 1954, 26’30“
_Wochenschau vom 4.11.1958 (Ausschnitt: Berlin mit französischen Augen gesehen) P: UFA Wochenschau, BRD, 1958, 1’30“
_Unsere Stadt R: H. O. Schulze, BRD, 1955, 13′
_Die Fensterputzerserenade R: Rolf Schnabel, DDR, 1960, 16′
_Osram-Werbefilm: Die gläserne Sonne P: Fischerkoesen, BRD, 1954, 2′
_Verliebt in Berlin R: Ernst Günter Paris, BRD, 1956, 12′

VERANSTALTUNGSORT: Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, Studio

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