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Aktuell
Kunst & Kultur →

Die Strasse als Bühne

Die Wrangelstrasse wird auch die Lindenstrasse Berlins genannt. Ob dies Mariano Pensotti oder dem Hebbel-Theater bekannt war und sie deshalb ihr neues Theaterstück „La Marea“ dorthin verlagert haben, ist allerdings nicht bekannt. Parallelen zu der Fernsehserie scheint es jedoch zu geben. Gesperrt zwischen der Oppelner- und Falckensteinstrasse werden an mehreren Orten auf und neben der Strasse Schlüsselmomente des alltäglichen Lebens gespielt. Bespielt werden Wohnungen, Ladenlokale und die Strasse. Die Szenen wiederholen sich und der Besucher kann so die verschiedenen Stationen besuchen und Einblick in alltäglich-banale, bekannte aber doch tiefergehende Momente der Bewohner nehmen. Eine Geschichte über den Reichtum, im guten wie im schlechten Sinne, des „normalen Lebens“. Und das Wetter scheint dies ebenfalls bei der Premiere honoriert zu haben.

(Quelle: Berliner Zeitung)

Ort: Wrangelstrasse, 9.-12. Mai, ab 21:30 Uhr, Eintritt frei

Städtebau & Architektur →

Architekturzensur

Türme gelten in diesen Breiten generell als Symbole von männlicher Potenz. Sind sie schlank, hoch und zieren eine Moschee stehen sie in den Augen von SVP und EDU-Politikern in der Schweiz allerdings für „Leuchttürme des Jihad“. Die beiden Parteien initiierten deshalb eine Initiative für ein generelles Minarett-Verbot und sorgen für ordentlich Gesprächsstoff im Land. Für was Architektur manchmal so herhalten muss?

nzz, swissinfo, schweizer bischöfe

Kunst & Kultur →

Das Ende einer Stadtzeitung

Nach dem heutigen Artikel der Taz stellt die Stadtzeitung Scheinschlag mit der Juli-Ausgabe ihr Erscheinen ein und nennt finanzielle Gründe. Auf der Internetpräsenz der Zeitung ist allerdings davon noch nichts zu finden. Was bleibt ist die Ankündigung einiger Mitarbeiter nach einer Sommerpause ein alternatives Blatt herauszubringen.

Kunst & Kultur →

Erfunden statt Entworfen – das Pile-Up

Mit den Worten „und wer hot’s erfunden“ beginnt der Leitartikel der aktuelle Baunetzwoche über das Schweizer Bauvorhaben „pile up“ von Hans Zwimpfer. Interessanter als den Schwerpunkt des Online-Magazins auf die Beschreibung des Projektes zu legen, ist die Tatsache, daß es sich hierbei um das erste patentierte Raumkonzept, zumindest in Europa, handelt. Für einen Architekten ist dabei die Möglichkeit der Patentierung ebenso befremdlich, wie die Verwendung des Wortes „Erfindung“ im Zusammenhang mit dem Entwerfen von Gebäuden, welches eine juristische Voraussetzung für eine Patentierung ist. Kann doch das architektonische Entwerfen und vielleicht auch das gesamte künstlerische Schaffen als nichts anderes, als ein Kopieren, Abändern und Neu-Kombinieren bereits vorhandener Ideen gesehen werden. Das Wort „Erfinden“ fällt in diesem Zusammenhang äußerst selten.

(Das „Original“: Das Pile-UP von Hans Zwimpfer. Quelle: www.zapco.ch)

Schaut man sich das Projekt an, so fallen einem auch gleich ähnliche Projekte ein. Das „Kölner Brett“ oder gar die „Unité d’Habitation“ sind zwar nicht genau das Gleiche, doch ohne sie ist auch das „pile up“ kaum vorstellbar. Dieser Vergleich führt zu der Frage, wo die Grenze zwischen dem Kopieren (oder dem Recht der Kunst zu zitieren und zu interpretieren) und dem Schaffen oder „Erfinden“ von etwas „Neuem“ liegt? Und als Zweites: Welche Konsequenzen hätte eine Entwicklung hin zu vermehrter Patentierung in der Architektur?


(Ein- und Doppelgeschossiger, gestapelter Wohnungsbau, wie beim Pile-up. Das „Kölner-Brett“. Quelle: www.brandlhuber.com/koelnerbrett/)
Dieses Dilemma wird auch an dem ersten Rechtsstreit sichtbar, den die erste Patentierung gleich mit sich brachte. Hans Zwimpfer beschuldigt das Büro 10:8 in einem Wettbewerbsbeitrag für Guggach bei Zürich seine Idee in wesentlichen Punkten kopiert zu haben.

(Geklautes Patent? Entwurf und Quelle: Büro 10:8)

Ließt man sich das Interview in der tec21 mit den Beteiligten von Pile-Up durch und verfolgt die Entwicklung des Projektes, so erweckt es dann auch den Eindruck das wirtschaftliche Motive bei der Patentierung im Vordergrund standen. Über die Firma Zapco Ltd. soll das Konzept als Marke an verschiedenen Orten verkauft und dort angepasst werden. Die Firma streicht die Nutzungsgebühren ein und steht beratend zur Seite, wie dies bereits mit einem schwedischen Architekten geschieht.

Wann diese Entwicklung auf den großen Kanton Deutschland überspringt und welche Auswirkungen es dann zeigt, ist zu diesem Zeitpunkt schwer vorauszusagen. Bis dahin lohnt vielleicht ein vergleichender Blick im neuen Museum für Plagiarismus in Köln.

Kunst & Kultur →

Zwischenfüllung

Berlin ist die Stadt der Zwischennutzungen. Hier ein schon nicht mehr so aktuelles Beispiel einer etwas anderen Zwischennutzung von der Bienale in Istanbul.


(Quelle: http://alexanderandbonin.com/artists/salcedo/salcedo.html)

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