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Aktuell
Video, Film & Fotografie →

Kurzfilme I: Eine einzige große Familie – Wiederaufbau und Gemeinschaft

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Akademie der Künste „Die Stadt von Morgen“ werden Kurzfilme zu aus der Bauzeit des Hansa Viertels gezeigt. In der Nachkriegszeit war Film ein bevorzugtes Medium, um stadtplanerische Lösungsansätze vorzustellen, neue Haushaltsgeräte anzupreisen und die gesellschaftliche Ordnung in West und Ost zu manifestieren.

Folgende Filme sind im Angebot:
_Ich und Mr. Marshall R: Stuart Schulberg, D /Amerik. Zone, 1948, 14′
_Ferien vom Alltag R: Johannes Luüdke, BRD, 1951, 15′
_Siemens-Werbefilm: Farbige Klänge – Erfolgreiche Form P: Fischerkoesen, BRD, 1953, 2′
_Das Haus am Dornröschenweg R: Hans F. Hermann, BRD, 1958, 21′
_Aus der Spielkiste R: Gerhard Grindel, BRD, 1955, 9′
_Eine Hochhausstadt R: Kurt Stordel, BRD, 1958, 19′
_TV of Tomorrow R: Tex Avery, USA, 1953, 7′

VERANSTALTUNGSORT: Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, Studio

Städtebau & Architektur →

Späte Moderne in Berlin

Anlässlich des 50jährigen Bestehens des Hansaviertels und der Interbau 1957 gibt es einige Veranstaltungen rund um die späte Moderne in Berlin. KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen, die sich mit den verschiedenen Schichten der Stadtlandschaft des Hansaviertels beschäftigen, entwickelten Beiträge, die noch bis zum 15. Juli 2007 in einer Ausstellung in den Räumen der Akademie der Künste am Hanseatenweg präsentiert werden. Begleitend dazu gibt es eine Filmreihe, die Einblicke in den sozialen und ökonomischen Wandel der BRD in den 1950er/60er Jahren gibt und zugleich die Verwendung und Erprobung verschiedener filmischer Formate vorführt. Weitere Informationen zur Ausstellung und das vollständige Filmprogramm gibt es auf der Webseite: www.diestadtvonmorgen.de

Neben der Veranstaltungsreihe in der Akademie der Künste bietet auch der Bund Deutscher Architekten, Landesverband Berrlin, gemeinsam mit Landesdenkmalamt Berlin und dem bdla Berlin-Brandenburg im Rahmen der Veranstaltungsreihe WEITERBAUEN einen Einblick in die später Moderne. Ein besonderes Augenmerk liegt bei dieser Veranstaltungsreihe auf der Freiraumgestaltung dieser Zeitschicht. Daher wird die Staffel in Kooperation mit dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten, Landesgruppe Berlin-Brandenburg, durchgeführt. Das Besichtigungsprogramm hat bereits begonnen. Ab Anfang Juni folgen vier weitere Termine im Zwei-Wochen-Rhythmus: die städtebauliche Neuordnung des vor dem Krieg als ‚das Knie‘ bezeichneten Ernst-Reuter-Platz mit der Betrachtung dort wieder hergestellter Freianlagen und Erneuerungen an ausgewählten Gebäuden am 3. Juni 2007; der Blick auf spätmoderne Architektur in Steglitz mit einem Gang durch die Schlossstraße am 17. Juni 2007; das Weiterbauen an Außenraum und Gebäude-Bestand der Freien Universität am 1. Juli sowie die Konversion von Botschaftsbauten in Pankow am 15. Juli 2007. Weitere Informationen unter: www.stadtentwicklung.berlin.de >> Veranstaltungen >> WEITERBAUEN 2007.

urbanoFILMS →

urbanoFILMS

In Kooperation mit der studetischen Initiative Planek, haben wir eine Filmreihe (urbanoFILMS – Filme und Diskussion zu urbanen Themen) gestartet, deren erste Veranstaltung am Dienstag, den 29.05.2007 stattfindet. Gezeigt wird der Film „Noch mehr – noch nicht“, von Daniel Kunle und Holger Lauinger.

Im Anschluss zu dem Film wird es eine Diskussion geben, die Fragen zu aktuellen Entwicklungen in der Debatte um Zwischennutzungen und mögliche Aufgaben für Stadtplaner und Architekten thematisiert. Außerdem geben die Akteure Einblick in ihre Arbeit und Projekte. Es diskutieren:

* Markus Bader (Raumlabor)
* Sarah Oßwald (Tentstation)
* Nikolai Roskamm (TU Berlin, Freie Planungsgruppe Berlin)

Das Ganze findet am Dienstag, den 29.05.2007 um 20:00 Uhr in Neukölln im Kulturladen Gelegenheiten e.V. statt (Gelegenheiten e.V., Weserstraße 50 / Ecke Elbestraße, U7 Rathaus Neukölln).

Kunst & Kultur →

Entführte Poster

Vor zwei Tagen entdeckte ein Schreiber des Hauptstadtblogs eine zerschittene Großwerbung am Charlottenburger Tor. Die Werbefigur Alice der gleichnamigen Telekommunikationsfirma wurde aus der Werbung fein-säuberlich herausgeschnitten und ein Loch mit ihrem Umriß ist seitdem dort zu sehen. Wie dort weiter zu lesen ist, vermutet die Berliner Morgenpost hinter der Tat Globalisierungskritiker.

(links: Hauptstadtblog 19.5.07, rechts: Alexanderplatz 02.04.02)

An dieser Stelle ist zu erwähnen, daß dies nicht die erste Tat dieser Art in Berlin ist (Werbeblogger). Letzten Sommer erfolgten alleine mehrere Anschläge auf Plakate. „Visual Kidnapping“ geht dabei wohl auf den französischen Künstler ZEVS zurück, der 2002 die Kaffeedame der Firma Lavazza aus einem Plakat am Alexanderplatz schnitt. Anschließend schnitt er der Figur einen Finger ab und schickte ihn mitsamt einer Lösegeldforderung an die Konzernzentrale. Eine gespielte Geldübergabe fand in Schweden statt. (spiegel / rebel.art)
Damit ist zwar noch nicht gesagt, wer hinter der Tat steckt, aber ein globalisierungsfeindlichen Akt erscheint eher unwahrscheinlich.

ZEVS war auch Teilnehmer der zweiten Backjumps Ausstellung im Künstlerhaus Bethanien. Nach 2005 folgt zwischen dem 23. Juni und 19. August die dritte Ausgabe der Street Art Veranstaltung. Wenn das Niveau vom letzten mal beibehalten wird, kann man sich auf viele erfrischende, lustige und kritische Aktionen im Öffentlichen Raum freuen.

>>>>>Nachtrag vom 25.05.2007

Entgegen der hier geäußerten Meinung scheinen in dem Fall der „geklauten Alice“ wirklich Globalisierungskritiker die Plakatdame entführt zu haben.

Bilder und Text dazu: indymedia, g8-2007

Kunst & Kultur →

Der Traum vom werbefreien Raum

Geht es um großformatige Werbung im öffentlichen Raum, gibt es regelmäßig Streit, wo die Grenzen des erlaubten Liegen und ab wann die Poster und Tafeln als Umweltveschmutzung anzusehen sind. In Berlin gab es traditionell immer wieder Streit über das Anbringen von Werbung an Brandwänden. Ein bekanntes Beispiel war hierbei die Werbetafel an der Brandwand der DG Bank am Pariser Platz. Ein neuerer Zankapfel ist die O2-Tafel an der East-Side-Gallery, für die gar ein Stück der Mauer geopfert wurde.
Bemerkenswert an diesem andauernden Konflikt ist der Schritt, zu dem sich die Stadt Sao Paulo zu Beginn des Jahres durchringen ließ: Sie verbot schlichtweg jegliche Werbung im öffentlichen Raum. Seitdem sind viele Werbetafeln nur noch als nackte Stahlgerüste zu sehen.

(Quelle: flickr, vie rebelart)
Schon vor zwei Jahren griffen das Künstlerduo Steinbrener und Dempf dieselbe Thematik in einem Projekt für die Neubaugasse in Wien auf. Sie überklebten alle Werbung und Logos der Einkaufsstraße mit gelber Folie. Durch das visuelle Entfernen erreichten sie jedoch gerade einen viel größeren Werbeeffekt für den Einzelhandel vor Ort.

(Quelle: publicartvienna)

Vielleicht könnte auch ein bißchen von der werbefeindlichen Energie nach Berlin durchschlagen. Anschließend könnte die Hauptstadt der Zwischennutzungen die funktionsfrei gewordenen Konstruktionen neu besetzen.

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