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Aktuell
Städtebau & Architektur →

Fräulein Seidenmann und das Hotel Unter den Linden

Hotel Unter den Linden
photo by krummsdorf | flickr.com/photos/krummsdorf/

Das im Jahre 1966 erbaute Interhotel „Unter den Linden“ am Standort Friedrichstraße/ Unter den Linden war neben dem Berolina-Hotel in der Karl-Marx-Allee der zweite Interhotel-Bau Ostberlins. Im Gegensatz zu anderen umliegenden Hotels hatten es Luxushotelbetreiber in den 90er Jahren nicht übernommen. Es fiel zu Beginn diesen Jahres einer vom Planwerk Innenstadt diktierten Stadtreparaturmaßnahme bzw. der kommerziellen Nachverdichtung zum Opfer. Unter der Projektbezeichnung „Upper Eastside Berlin“ wird die Münchener Rück an dem Standort einen aus drei Blöcken bestehenden Komplex mit Büros, Läden und Wohnungen für rund 200 Millionen Euro errichten und den Blockrand auch in diesem Teil der Friedrichstraße endgültig schließen.

Der Essay „Fräulein Seidenmann und das Hotel Unter den Linden“ von Till Greite stellt eine lyrisch traumwandlerische Momentaufnahme des Hotelabrisses und der Atmosphäre seiner städtischen Umgebung dar. Er beschreibt auf seine ganz eigene Weise die Wirklichkeit eines städtischen Ortes, den man in naher Zukunft nicht einmal mehr erahnen wird…

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Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Ausstellung Wohnkultur in der DDR

Was machte das Besondere des Wohnens in der DDR aus? Eine Antwort wird beim Gang durch die Ausstellung in Eisenhüttenstadt vielschichtig ausfallen, je nach der Perspektive des Betrachters. In der vierzigjährigen Geschichte der DDR sind mehrere Phasen des Wohnungs- und Städtebaus, der Entwicklung von Wohnvorstellungen, der Möbelproduktion und der Stilentwicklung festzustellen.
Die Ausstellung zeigt die Wohnkultur dieser Jahre, repräsentiert durch Möbel und Accessoires, und ergänzt durch eine Übersicht über Architektur und Städtebau. Über die individuelle Perspektive des Wohnens indes gibt es nur wenige Quellen und die Besucher werden gebeten, hierzu durch Fotografien und Berichte beizutragen.
Infos unter: www.alltagskultur-ddr.de

Ort: Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Eisenhüttenstadt
Zeitraum: noch bis 28.5.2007

Städtebau & Architektur →

Schloss wird zum Einkaufspalast – die Stadt Braunschweig zahlt 13,5 Mio. dazu

Vor genau einer Woche wurde „eines der größten und spektakulärsten Wiederaufbauprojekte in Europa“ (so der Entwickler ECE) fertig gestellt: die ehemalige Braunschweiger Residenz wurde als „Schloss-Arkaden“ eröffnet – ein Schloss mit einer integrierten Shoppingmall von fast 34.000 qm Verkaufsfläche. Entwickler dieses 200 Mio. Euro Projektes war der Center Entwickler ECE.
Das Schloss, 1840 erbaut von C.T. Ottmer und in den 60er Jahren wegen Kriegsschäden abgerissen, ist zu den „Schloss-Arkaden“ mutiert.

Arkaden gibt es im gesamten Bauwerk nicht, hinter dem Rundbogenportal bekommt man eine Multifunktionsdecke zu sehen, in Verbindung mit viel Glas, viel Granit und Rolltreppen. Nach Aussage der Jury war dieser Entwurf der Berliner Architekten Grazioli/ Muthesius „virtuos“.
Die Rekonstruktion der Schlossfassade, gebaut mit 600 ursprünglichen Steinen, wurde wohl nur vollzogen, um dem Namen „Schloss-Arkaden“ des Einkaufscenters gerecht zu werden – oder umgekehrt?!.

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Kunst & Kultur →

M.C. Escher – Stadtplaner?

Ein wunderschöne Werbung hat uns Audi beschert, die ihr neues Auto durch eine M.C. Escher-mäßige Stadt fahren lassen. Optische Täuschungen allerorten, wie in den Bildern des niederländischen Künstlers. Beeindruckend.

Und hier noch ein Link, der über die Produktion des Filmes berichtet.

Städtebau & Architektur →

Podcast zur Braunschweiger Schlossfassadenrekonstruktion

„Und dann kommt man durch die Toreinfahrt und steht in einer ganz vulgären Shoppingmall. (…) Das ist die große Enttäuschung bei dieser Art Fassadenkonstruktion. (…) Und das Fatale ist, dass das Schloss auch eine Rückseite hat. Und die Architektur von Grazioli und Muthesius, zwei Berliner Architekten, für den Neubau ist schlechtweg ein Skandal zu nennen. Die Glaskiste von ihrer Rückseite ist vollkommen anti-urban, da will kein Mensch entlanglaufen, da gibt es auch keine Öffnung, und das finde ich richtig ärgerlich. Dass man so eine schöne Vorderfront hat, die Spaß macht, und dann so eine indiskutable Rückseite.“

(Architekturkritiker N. Bernau im Interview des Deutschlandradio Kultur)

Anschließend an unseren vorangegangenen Beitrag zum Wiederaufbau des Schlosses in Braunschweig, hier noch der Hinweis auf zwei interessante Beiträge im Deutschlandradio Kultur, die sich mit dem Braunschweiger Schlossaufbau beschäftigen. Zum einen das Interview mit dem Architekturkritiker Nikolaus Bernau, der zwar die Qualität des Wiederaufbau lobt („Es ist eine wirklich hervorragende Rekonstruktion!“), aber gleichzeitig kritisch den Neubau bewertet.

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