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Aktuell
Kunst & Kultur →

StadtIntegrationsFernsehen

Die große Anzahl der Zugezogenen in Berlin und deren tägliche Probleme nahm das büro anschläge.de als Anlaß einen Leitfaden für den Hauptstadtdjungel ins Leben zu rufen. Dazu werden Leute gesucht, welche in Videoclips persönliche Erfahrungen und Überlebensstrategien erzählen können. Diese können dann auf der Internetseite zickzack unter einem Stichwort gesucht und angeschaut werden. Zusammen sollen sie eine Leitfaden für das Leben in der Metropole bieten und die Integration wie auch die Entschuldung der Stadt (!) fördern.
Im Moment scheint sich dieses Projekt noch im Aufbau zu befinden. Ob die angestrebte Nützlichkeit erreicht wird, bleibt also noch abzuwarten. Die Beliebtheit von Internetfernsehen und Videoclipseiten ließen das Aufgreifen dieser Idee für Berliner Stadtkultur wohl nur eine Frage der Zeit erscheinen. Es ist zu hoffen, daß das Projekt nicht in langweiligen Beiträgen und Selbstdarstellern endet.

Kunst & Kultur →

Outdoor Sonnenstudio


(© by fabric | ch)
Wenn jetzt die Sonne wieder rauskommt, weiß man, was einem die ganz Zeit gefehlt hat und was definitiv gute Laune macht: Sonnenlicht. Wie man lange Winter gutgelaunt übersteht – und das mit nur geringem Sonnenschein – bleibt Geheimnis der Menschen in nördlichen Regionen. Und was passiert mit den Städten, mit den Plätzen, wenn es draußen kalt und grau ist? Sie bleiben leer, die Leute bleiben zuhause. Daher müsste diese Erfindung gerade für schwedische und finnische (aber auch berliner, wie ich meine) Stadtplaner und Akteure im öffentlichen Raum interessant sein: Perpetual (Tropical) Sunshine, des Architektur und Research Studios fabric | ch.

Mittels eines großen Schirms, vollgepackt mit Infra-Rot-Lampen soll im öffentlichen Raum Sonnenstrahlung simuliert werden. Dies führt dann dazu, dass „a typically southernmost behavior slowly permeates the more northerly parts of the northern hemisphere, making it possible for people to spend more time outdoors, together in public spaces.“ (www.fabric.ch)

In Zeiten der Diskussion um Energiesparen sieht man das Ganze mit leicht kritischen Augen. Wenn man sich wiederum an die grauen Tage erinnert, die hinter einem liegen, dann wünscht man sich an vielen Plätzen in Berlin sein out-door-Sonnestudio. Der Mann auf dem Bild sieht zumindest zufrieden aus.

(© by fabric | ch)

Video, Film & Fotografie →

Film: The City und Halsted Street

The City kontrastiert die miserablen Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Metropolen mit der Vision kleiner Planstädte, in denen ein Gleichgewicht von Mensch und Natur, Arbeit und Freizeit möglich sein soll. Damit nimmt der Dokumentarfilm, der nach einer Idee von Pare Lorentz im Auftrag des American Institute of Planners produziert wurde, den Zug in die Vorstädte vorweg, der nach dem Zweiten Weltkrieg einsetzt. Auf humorvolle und lyrische Weise propagiert The City die urbane Erneuerung der USA im Rahmen der Reformpolitik und zeichnet zugleich das Bild einer homogenen Welt der weißen Mittelschicht mit klar definierten Geschlechterrollen. Dabei gebührt der Musik von Aaron Copland ein besonderer Anteil an der Wirkung des von der Presse gefeierten Films.
In der Tradition des unabhängig produzierten, linksgerichteten Dokumentarfilms, der die Regisseure von The City, Ralph Steiner und Willard Van Dyke, entstammten, steht auch Halsted Street. Die Kamera folgt hier einem Fußgänger auf der Halsted Street durch Chicago, die vom ländlichen Süden der Stadt bis zu den Vierteln der Reichen am Lake Michigan führt. Auf diese Weise präsentiert der Film eine soziale Topographie der Metropole.

Ort: Deutsches Historisches Museum, Zeughauskino, Unter den Linden 2, Eingang Spreeseite

Video, Film & Fotografie →

Kurzfilme zur Architektur

Die öffentliche Wahrnehmung und Selbstinszenierung totalitärer Regime geht auch auf die Lancierung ihrer monumentalen städtebaulichen Projekte zurück. In ihnen nimmt der Aufbruch in eine neue Zeit sichtbare Formen an. Dabei stellt der architektonische und urbanistische Rationalismus den zentralen Orientierungspunkt der italienischen Filme Littoria und Mussolinia di Sardegna dar. Angestrebt wird ein Ausgleich zwischen Natur und Stadt, Landschaft und moderner Technik. Von einem der ehrgeizigsten Bauprojekte, der E42, berichtet Milizie della Civilt–. Der Regisseur Corrado D”Errico, ein Protagonist des italienischen Experimentalfilms, beschreibt darin den Tagesablauf der Arbeiter. Walter Ruttmanns Berlin. Die Sinfonie der Großstadt ist als Vorbild deutlich erkennbar.
Während diese Filme vor allem mit Außenaufnahmen operieren, veranschaulicht Das Wort aus Stein die Pläne für eine nationalsozialistische Bautätigkeit am Beispiel von Modellen. Straßenzüge und Gebäude in Berlin und München werden mit Hilfe einer aufwendigen Tricktechnik so plastisch präsentiert, dass die Illusion entsteht, die Planungen seien bereits umgesetzt. Der Kulturfilm Die Bauten Adolf Hitlers liefert dagegen einen Überblick über bereits realisierte Bauprojekte im Dritten Reich.

Ort: Deutsches Historisches Museum, Zeughauskino, Unter den Linden 2, Eingang Spreeseite

Digitale Stadt →

Virtueller Stadtrundgang – die digitalen Möglichkeiten der Visualisierung von Städten und Gebäuden

Die 3D-Visualisierungen für Google Earth für Berlin sind zweifelslos beeindruckend. Aber welche weitergehenden Möglichkeiten der virtuellen Präsentation von Städten und Häudern bereist jetzt möglich sind, ist immer wieder faszinierend. Einen Eindruck von der Präsentation ganzer Städte vermittelt die Animation der in Planung befindlichen Stadt Songdo in Südkorea.
Eine anderes schönes Zeugnis digitaler Animation ist das Video „Museum Plaza Proposal“ der New Yorker Abteilung des Architekturbüros OMA. Und in wie weit bereits der virtuelle Besuch eines Hauses möglich ist, verdeutlicht dieses Video „Falling Waters“.

Man kann sich ausmalen, wie zukünftig Architekten ihre Kunden durch die computersimulierten Gebäude „führen“. Auch im Bereich der Stadtplanung ist der Einsatz solcher Medien zu erwarten. Die Entwicklung in Bauabschnitten kann visualisiert und der gesamte städtebauliche Entwurf vor der Umsetzung „durchschritten“ werden.

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