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Aktuell
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Communicating Architecture auf der Frankfurter Buchmesse

Abb. JOVIS Verlag

Wie bereits im letzten Jahr begleitet urbanophil auch im Jahr 2018 die Initiative Communicating Architecture von JOVIS Verlag und Park Books.

Communicating Architecture ist eine gemeinsame, längerfristig angelegte Aktion der Verlage Park Books (Zürich) und JOVIS (Berlin). Bücher werden heute zunehmend mehr nach thematischen Zusammenhängen als nach einzelnen Verlagen gesucht. Diesen Sachverhalt aufgreifend, präsentieren die beiden Verlage nun schon im dritten Jahr ihre Neuerscheinungen an einem Gemeinschaftsstand (Halle 4.1, J75) und rücken Themen aus den Bereichen Architektur und Urbanismus in den Vordergrund. Zudem laden wir Autoren und Herausgeberinnen, aber auch Institutionen auf die Messe ein, um Ihnen als Besucher die Gelegenheit des Kennenlernens und der thematischen Vertiefung aus erster Hand zu bieten. Über die Messe hinaus kooperieren die beiden Verlage außerdem bei weiteren Aktionen und Veranstaltungen rund um das Thema Architektur und Architekturbuch.

Das Programm umfasst diesmal drei Themenschwerpunkte:

Das ausführliche Programm kann hier heruntergeladen werden: Communicating-Architecture-Buchmesse-2018. urbanophil ist ebenfalls vor Ort und freut sich auf spannende Diskussionen!

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Abriss angekündigt: Das Diesterweg-Gymnasium in Berlin-Wedding verschwindet

Diesterweg-Gymnasium, Eingang Putbusser Straße (2010)

Orange die Fassade, die Ecken abgerundet, grüne Türen mit großen Bullaugen-Fenster – das Diesterweg-Gymnasium im Brunnenviertel ist ein markantes Bauwerk der Nachkriegsmoderne und einzigartig in Berlin. Es entstand von 1974 bis 1977 nach einem Entwurf der Architekten Pysall, Jensen & Stahrenberg. Nicht nur die Gestaltung des dreigeschossigen Gebäudes war futuristisch, auch das Nutzungskonzept war experimentell. Im Erdgeschoss verband eine öffentlich zugängliche „Schulstraße“ die beiden Eingänge von der Puttbusser und der Schwinemünder Straße. An der Schulstraße liegt als offener Raum die Aula mit großen, bodentiefen Fenstern. Orangene Treppen führen in das Obergeschoss, wo sich Klassenzimmer befinden, deren Wände flexibel an veränderte Raumansprüche angepasst werden konnten. Mit einer Stadtbibliothek, einem Sportplatz und einer Turnhalle und durch seine stadträumliche Einbindung fungierte die Schule als Quartiersmittelpunkt im Brunnenviertel.

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urbanize! Festival 5. – 14. Oktober in Berlin

Wie lässt sich Stadt zusammen emanzipativ-demokratisch gestalten?

Das „Internationale Festival für urbane Erkundungen in Berlin“ ist eine zehntägige Vernetzungs-, Theorie- und Praxisplattform für Menschen, die sich für das „Recht auf Stadt“ interessieren und engagieren. Das Festival unter dem Motto „BEWEGUNG. MACHT. STADT.“ findet zum ersten Mal in Berlin statt – damit laden rund dreißig stadtentwicklungs-politische Berliner Akteur*innen und dérive – Zeitschrift für Stadtforschung (Wien) zum Diskurs.

Eröffnet wird das Festival am 5. Oktober um 18 Uhr im ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik. In den folgenden Tagen finden zahlreichen Workshops, Führungen, Podien, Exkursionen und Vorträge statt, bei denen Menschen aus allen Teilen der Stadtgesellschaft zusammenkommen sollen, um Wege für die plurale und kollaborative, solidarische und gemeinwohlorientierte Stadt(re)produktion zu erkunden.

Stadt ist divers. Und Bewegung ist aufregend. Denn Macht fragt nach Gegenmacht. Was in Berlin seit Jahren und aktuell wieder besonders spürbar ist, davon werden die Veranstaltenden von urbanize! in Berlin im Laufe des Abends vielstimmig erzählen und dabei einen feierlichen Einblick in die ereignisreichen zehn Festivaltage geben.

Weitere Infos: Facebook-Veranstaltung und das gesamte Programm des Urbaniz.

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Hurra, hurra, die Altstadt, die ist wieder da…

… im DAM, im Historischen Museum Frankfurt, als Katalog und im „Real Life“

Blick in Frankfurts neue Altstadthöfe, September 2018.

In Frankfurt eröffnete – ja, eröffnete – am Wochenende die neue Altstadt mit Drohnenshow, Ochsenbraten, Festreden und 150.000 Besucher*innen. Einiges wurde bereits über das Projekt geschrieben. Viele Journalist*innen und Fachleute sind von der neuen städtebaulichen Situation recht begeistert, aus manchen Federn kommt große Kritik an dem Projekt. So hat Stefan Trüby im Frühjahr daran erinnert, dass die Initiative zum Wiederaufbau der Altstadt von ganz rechts außen kam und ein Bündnis aus Architektur und Wissenschaft mahnte daraufhin an, Rekonstruktionsprojekte daraufhin zu beobachten, ob sie von Rechtspopulisten und Rechtsradikalen für ihre Argumentation und Legitimation lanciert oder genutzt werden (urbanophil berichtete). Vor wenigen Wochen hat Philipp Oswalt in der Zeit die fragwürdige sozial- und wohnungspolitische Prioritätensetzung der Stadt Frankfurt thematisiert, die das 200 Millionen Euro teure Bauprojekt in der Frankfurter Innenstadt großzügig unterstützte, obgleich damit lediglich 80 Wohnungen im Luxussegment geschaffen wurden, die den angespannten Frankfurter Wohnungsmarkt nicht entlasten werden.

Es ist auch fast alles gesagt, was man zu Architektur und Städtebau der Frankfurter Altstadt beisteuern kann, positiv wie negativ. Die weitere Rezension erbringen nun die bereits zahlreichen Tourist*innenführer*innen in historischen Kostümen, die eifrig den erstaunten Besucher*innen erzählen, dass es die Altstadt bis vor wenigen Wochen gar nicht gab. Daher werden hier zwei wissenschaftliche Ausstellungen und ein Buch vorgestellt, die parallel zur Altstadteröffnung gezeigt werden und diese reflektieren. Sie sind sehr relevant und verdienen unbedingt einen Besuch bzw. Lesezeit: die erst kürzlich eröffnete neue Dauerausstellung des Historischen Museums Frankfurt, die Ausstellung „Die immer neue Altstadt – Bauen zwischen Dom und Römer seit 1900“ im Deutschen Architekturmuseum (DAM) und den umfangreichen Katalog zur Ausstellung, den Philipp Sturm, Peter Cachola Schmal und Moritz Röger herausgegeben haben.

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Alternativer Wohngipfel und Protest am Kanzleramt

Die Bundeskanzlerin hat für Freitag zum Wohnungsgipfel geladen. Dabei ist jedoch fast nur die Immobilienlobby vertreten, wichtige Vertreter von Mietervereinigungen und Sozialverbänden bleiben außen vor. Das Bündnis gegen Mietenwahnsinn veranstaltet daher bereits am Donerstag den Alternativen Wohngipfel, untertsützt von über 200 Gruppen und Inititativen – darunter auch urbanophil. Eine Teilnahme ist leider nicht mehr möglich, das Programm ist bereits völlig ausgebucht.

Am Freitag gibt es am Kanzleramt eine öffentliche Kundgebung. Dabei wird eine Petition überreicht, die bereits von fast 70 000 Menschen unterzeichnet wurde. Wer den Aufruf unterstützen möchte, kann dies übrigens immer noch tun.

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