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Aktuell
Video, Film & Fotografie →

Animierte Architektur

Einfach großartig. Der Künstler Axel de Stampa animiert bedeutende architektonische Bauwerke. Diese kleinen, aber feinen Bildchen lassen die Architektur ganz anders erleben:

Motion in Architecture is mainly associated to the 4th dimension: Time. Time, through the body, experiences the building. (Quelle)

Mehr Bilder giibt es direkt auf der Projekt-Seite.

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#Streetartwochen #11: Murals und Stencils in Kairo

Von ganz groß bis ganz klein: zum Abschluss der 6-tägigen Reihe über Graffiti in Kairo dreht sich der heutige Beitrag um Murals und Stencils. Ging es in der vergangenen Woche vorrangig um Inhalte und sehr politische Themen, stehen heute eher die unterschiedlichen Techniken und Formen der Wandbemalungen im Vordergrund.

Murals sind großflächige Graffitidarstellungen, die ganze Fassaden oder breite Wandflächen in Beschlag nehmen und meist sehr aufwendig gestaltet sind. Durch ihre Dimensionen beeindrucken sie mit einer hohen Detaildichte und starken Aussagekraft. Stencils hingegen sind Schablonenbilder, die relativ leicht, unauffällig und ohne hohen Zeitaufwand aufgesprüht werden können. Ob ihrer Schlichtheit transportieren sie ihre Botschaften oft in komprimierten, symbolhaften Bildern mit hohem Wiedererkennungswert.

In der Kairoer Innenstadt sind Stencils sehr weit verbreitet. Sie begegnen einem praktisch an jeder Hausecke, manchmal prominent platziert, manchmal raffiniert versteckt. Murals hingegen finden sich vor allem auf den Wänden in der Mohamed Mahmoud Straße – besonders beliebt sind die Mauern des Campus der American University in Cairo – nahe das Tahrir Platzes. Gerne genutzt wurden auch die Wälle aus Betonquadern, die während der Revolution zum Schutz des Regierungsviertels in den Querstraßen errichtet wurden, mittlerweile jedoch größtenteils wieder abgebaut wurden.

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Monkey see, monkey do. Oder auch: der Affe wählt sein Ebenbild.

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#Streetartwochen #10: Rede- und Pressefreiheit in Ägypten

Mittlerweile kennen wir das: geradezu reflexartig greifen Machthaber, die ihre politische Vormachtstellung gefährdet sehen, zu “kreativen” Maßnahmen, um Presse- und Redefreiheit einzuschränken. Kritische Stimmen sollen ausgeschaltet, eine unabhängige Berichterstattung verhindert werden. Momentan ist das in der Türkei wieder exemplarisch zu beobachten (Sperre von YouTube und Twitter).

Der Umsturz in Ägypten wurde auch als Facebook-Revolution bekannt. Hunderttausende Bürger verabredeten sich über die sozialen Netzwerke zu ihren Protestmärschen. Misshandlungen von Demonstranten wurden gefilmt und beinahe in Echtzeit auf Videoplattformen hochgeladen. Auf Kurznachrichtendiensten wurden die neusten Ereignisse geschildert, debattiert und in alle Welt verbreitet. Gleichzeitig wurden von politischer Seite Grundrechte der Rede-, Presse-, und Versammlungsfreiheit massiv eingeschränkt, staatliche Medien in Ihrer Berichterstattung zentral gelenkt, das Internet phasenweise ganz abgeschaltet.

In der Gemengelage aus Gerüchte, Anschuldigungen und Verleumdungen war es beinahe unmöglich, sich ein neutrales Bild der Lage zu erschließen. Die resultierende Propagandaschlacht wurde auch auf Kairos Wänden ausgetragen, auf denen sich Graffitikünstler auf bildliche Weise mit den Themen der Presse- und Redefreiheit auseinadersetzten.

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Wo ist bloß der Schlüssel zur Redefreiheit?

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#Streetartwochen #9: Frauenrechte in Ägypten

Unterdrückung, Verschleierung, Vergewaltigung: Reizworte und Themen von Graffitis, die in Kairos Straßen für Frauenrechte und gegen sexuelle Übergriffe angehen.

Nachdem das ägyptische Volk Horsi Mubarak 2011 gestürzt hatte, besetzten Aktivisten im Verlauf des Jahres erneut den Tahrir-Platz, um gegen die Übergangsregierung des Militärs zu protestieren. In dieser Zeit wurde die Gegend um das revolutionäre Zentrum der Stadt eine de facto rechtsfreie Zone, da sich die Polizei nicht mehr in die Gegend des Platzes begab. Obwohl die Besetzter des Tahrirs versuchten, durch eigene Kontrollen ein Mindestmaß an Sicherheit zu gewährleisten, kam es dort vor allem in den Abendstunden immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen gegen Frauen. In einigen Fällen wurde von Massenvergewaltigungen berichtet, die in den dunklen Nachbarstraßen stattfanden.

Im Nachgang der ersten Präsidentschaftswahlen und der Machtergreifung der Muslimbrüder unter Mohamed Mursis verschlechterte sich das öffentliche Ansehen der Frauen zusehends. Hatten sie während der Revolution noch gleichberechtigt auf dem Tahrir-Platz demonstriert, wurden sie nun für ihre politischen Aktivitäten bloßgestellt. Viele junge Frauen, die nie zuvor ein Kopftuch getragen hatten, begannen in dieser Zeit nur noch verschleiert auf die Straße zu gehen, da sie sich nur so vor Anfeindungen geschützt fühlten.

Diese und andere Themen werden in Kairo auf zahlreichen Graffiti thematisiert – mal nachdenklich, mal raffiniert, subtil oder provozierend. Hier eine kleine Auswahl.

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Fuck Capitklism!

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Baukultur Fotografie Preis 2014

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Architekturfotografien bestechen durch Klarheit, Sachlichkeit und Funktionalität. Was häufig fehlt auf diesen Bildern sind die Menschen, die Architektur nutzen. Aus diesem Grund lobt die Bundesstiftung Baukultur gemeinsam mit ihrem Förderverein den mit insgesamt 5.000 Euro dotierten Fotografiepreis „Baukultur im Bild. Räume + Menschen“ aus. 

Ausgezeichnet werden gelungene Aufnahmen von wirkungsvollen und auch alltäglichen Räumen in Benutzung. Gebäude, Stadträume, Plätze oder Landschaften, im Kleinen wie im Großen –  Straßen und Brücken, Baustellen, Innenräume oder auch Denkmäler mit ihren Bewohnern und Nutzern.

In einem anonymen Verfahren können kann man sich weltweit mit einem Foto oder einer bis zu dreiteiligen Serie an dem Wettbewerb beteiligen. Einsendeschluss ist der 05. September 2014. Und hier geht es zu den Auslobungsunterlagen.

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