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Kunst & Kultur →

#STREETARTWOCHEN #12: Grand Budapest Madame

Grand Budapest Madame

Grand Budapest Madame

Lange habe ich überlegt, worüber ich eigentlich schreiben sollte, wenn ich an meine Lieblings-Streetartbilder denke. Die Beiträge der letzten Wochen waren sehr ausführlich und haben weitreichende Informationen zum Nutzen und Wirken von Graffiti und seiner Bedeutung gegeben. So intensiv habe ich mich damit gar nicht beschäftigt.

Als ich vor zehn Jahren zusammen mit anderen Stadtplanungsstudierenden in Poznan war, habe ich meine Kamera zeitweise einem Kommilitonen gegeben, der bereits damals ein gutes Auge für Streetartbilder hatte. Bis dahin waren mir diese kleinen Kunstwerke bei meinen Aufenthalten in Städten noch nie so bewusst aufgefallen. Als ich später dann die Fotos anschaute, wurde mir klar, welch Kunstreichtum, Ausdrucksstärke und Kritik von Streetart ausgehen kann und wie schön es sein kann, den Blick auf die kleinen und manchmal auch verborgenen Dinge in Städten zu richten. Dafür bin ich heute noch sehr dankbar.

Video, Film & Fotografie →

Animierte Architektur

Einfach großartig. Der Künstler Axel de Stampa animiert bedeutende architektonische Bauwerke. Diese kleinen, aber feinen Bildchen lassen die Architektur ganz anders erleben:

Motion in Architecture is mainly associated to the 4th dimension: Time. Time, through the body, experiences the building. (Quelle)

Mehr Bilder giibt es direkt auf der Projekt-Seite.

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#Streetartwochen #11: Murals und Stencils in Kairo

Von ganz groß bis ganz klein: zum Abschluss der 6-tägigen Reihe über Graffiti in Kairo dreht sich der heutige Beitrag um Murals und Stencils. Ging es in der vergangenen Woche vorrangig um Inhalte und sehr politische Themen, stehen heute eher die unterschiedlichen Techniken und Formen der Wandbemalungen im Vordergrund.

Murals sind großflächige Graffitidarstellungen, die ganze Fassaden oder breite Wandflächen in Beschlag nehmen und meist sehr aufwendig gestaltet sind. Durch ihre Dimensionen beeindrucken sie mit einer hohen Detaildichte und starken Aussagekraft. Stencils hingegen sind Schablonenbilder, die relativ leicht, unauffällig und ohne hohen Zeitaufwand aufgesprüht werden können. Ob ihrer Schlichtheit transportieren sie ihre Botschaften oft in komprimierten, symbolhaften Bildern mit hohem Wiedererkennungswert.

In der Kairoer Innenstadt sind Stencils sehr weit verbreitet. Sie begegnen einem praktisch an jeder Hausecke, manchmal prominent platziert, manchmal raffiniert versteckt. Murals hingegen finden sich vor allem auf den Wänden in der Mohamed Mahmoud Straße – besonders beliebt sind die Mauern des Campus der American University in Cairo – nahe das Tahrir Platzes. Gerne genutzt wurden auch die Wälle aus Betonquadern, die während der Revolution zum Schutz des Regierungsviertels in den Querstraßen errichtet wurden, mittlerweile jedoch größtenteils wieder abgebaut wurden.

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Monkey see, monkey do. Oder auch: der Affe wählt sein Ebenbild.

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#Streetartwochen #10: Rede- und Pressefreiheit in Ägypten

Mittlerweile kennen wir das: geradezu reflexartig greifen Machthaber, die ihre politische Vormachtstellung gefährdet sehen, zu “kreativen” Maßnahmen, um Presse- und Redefreiheit einzuschränken. Kritische Stimmen sollen ausgeschaltet, eine unabhängige Berichterstattung verhindert werden. Momentan ist das in der Türkei wieder exemplarisch zu beobachten (Sperre von YouTube und Twitter).

Der Umsturz in Ägypten wurde auch als Facebook-Revolution bekannt. Hunderttausende Bürger verabredeten sich über die sozialen Netzwerke zu ihren Protestmärschen. Misshandlungen von Demonstranten wurden gefilmt und beinahe in Echtzeit auf Videoplattformen hochgeladen. Auf Kurznachrichtendiensten wurden die neusten Ereignisse geschildert, debattiert und in alle Welt verbreitet. Gleichzeitig wurden von politischer Seite Grundrechte der Rede-, Presse-, und Versammlungsfreiheit massiv eingeschränkt, staatliche Medien in Ihrer Berichterstattung zentral gelenkt, das Internet phasenweise ganz abgeschaltet.

In der Gemengelage aus Gerüchte, Anschuldigungen und Verleumdungen war es beinahe unmöglich, sich ein neutrales Bild der Lage zu erschließen. Die resultierende Propagandaschlacht wurde auch auf Kairos Wänden ausgetragen, auf denen sich Graffitikünstler auf bildliche Weise mit den Themen der Presse- und Redefreiheit auseinadersetzten.

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Wo ist bloß der Schlüssel zur Redefreiheit?

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#Streetartwochen #9: Frauenrechte in Ägypten

Unterdrückung, Verschleierung, Vergewaltigung: Reizworte und Themen von Graffitis, die in Kairos Straßen für Frauenrechte und gegen sexuelle Übergriffe angehen.

Nachdem das ägyptische Volk Horsi Mubarak 2011 gestürzt hatte, besetzten Aktivisten im Verlauf des Jahres erneut den Tahrir-Platz, um gegen die Übergangsregierung des Militärs zu protestieren. In dieser Zeit wurde die Gegend um das revolutionäre Zentrum der Stadt eine de facto rechtsfreie Zone, da sich die Polizei nicht mehr in die Gegend des Platzes begab. Obwohl die Besetzter des Tahrirs versuchten, durch eigene Kontrollen ein Mindestmaß an Sicherheit zu gewährleisten, kam es dort vor allem in den Abendstunden immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen gegen Frauen. In einigen Fällen wurde von Massenvergewaltigungen berichtet, die in den dunklen Nachbarstraßen stattfanden.

Im Nachgang der ersten Präsidentschaftswahlen und der Machtergreifung der Muslimbrüder unter Mohamed Mursis verschlechterte sich das öffentliche Ansehen der Frauen zusehends. Hatten sie während der Revolution noch gleichberechtigt auf dem Tahrir-Platz demonstriert, wurden sie nun für ihre politischen Aktivitäten bloßgestellt. Viele junge Frauen, die nie zuvor ein Kopftuch getragen hatten, begannen in dieser Zeit nur noch verschleiert auf die Straße zu gehen, da sie sich nur so vor Anfeindungen geschützt fühlten.

Diese und andere Themen werden in Kairo auf zahlreichen Graffiti thematisiert – mal nachdenklich, mal raffiniert, subtil oder provozierend. Hier eine kleine Auswahl.

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Fuck Capitklism!

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    35 Jahre nach der Einweihung am 2. April 1979 schließt das ICC. Aus diesem Anlass zeigt die Architektenkammer Berlin eine Fotoausstellung zum Internationalen Congress Centrum. Mila Hacke hat bereits 2002 mit der fotografischen Dokumentation des[...]
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