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Aktuell
Video, Film & Fotografie →

Iwan Baan: 52 weeks, 52 cities

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Iwan Baan ist einer der derzeit begehrtesten Architekturfotografen. In Ausübung seines Berufs ist er ständig auf Achse und fotografiert Architektur auf der Ganzen Welt. Zwar fotografiert er auch die neusten Großprojekte der Stararchitekten, wie Zaha Hadid und Co., zugleich steht bei seiner Fotografie nicht das Architekturobjekt alleine im Fokus, sondern die Menschen, die es benutzen. Über die Aneignung von Gebäuden durch ihre Benutzer spricht Baan in seinem TED-Talk, den er im vergangenen Herbst gehalten hat. Im Mittelpunkt seines Vortrags steht der “Torre de David“, ein 45-stöckiges, unvollendetes Hochhaus im Zentrum von Caracas, Venezuela. Nachdem das Gebäude einige Jahre leer stand, haben ehemaligen Slum-Bewohner nach für nach sich das Gebäude angeeignet und sich selbst mit einfachsten Mitteln kleine Wohnungen geschaffen.

Wer die Fotografien von Baan in Großformat erleben will, der kann noch bis zum 16. Februar 2014 nach Herford fahren, wo in der Galerie MARTa Herford die Ausstellung “52 Wochen, 52 Städte” zu sehen ist. Der Ausstellungskatalog mit den Fotos erscheint demnächst.

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URBANOPHIL – Das war 2013

2013

2013

Bevor das Jahr so richtig durchstartet,  unternehmen wir noch schnell einen Rückblick auf 2013 und unsere Projekte und Aktivitäten. Was war 2013 auf dem Weblog und an Veranstaltungen von und mit urbanophil so los? Hier unser Überblick! In diesem Sinne auf ein urbanophiles und erfolgreiches 2014!

Urbane Mobilität →

Groningen – The World’s Cycling City

Vor gut zwei Jahren haben wir euch an dieser Stelle bereits die Grünphase für alle in Groningen vorgestellt. Jetzt haben die Leute von Streetfilms das niederländische Groningen etwas ausführlicher portraitiert als The World’s Cycling City. Bereits Anfang der 1970er wurde hier die Mobilitätspolitik der Stadt drastisch geändert und auf das Fahrrad gesetzt.

Die besagte Grünphase ist dabei nur eine von zahlreichen Maßnahmen, die ergriffen wurden. Es zeigt sich – und das wird in dem Film auch explizit gesagt – dass ein paar Radstreifen hier und eine paar Fahrradständer dort nicht zu einem Umdenken führen, sondern ein ganzes Bündel an Maßnahmen notwendig ist.

Sei es die radfreundliche Verkehrsführung in der Groninger City oder die Fahrradparkhäuser (Mehrzahl!) an der Hoofdstation (Hauptbahnhof) mit insgesamt über 10.000 Stellplätzen, es ist einfach beeindruckend, was hier alles möglich ist. Selbst der dortige IKEA-Markt hat mietbare Lastenfahrräder, die den Filmemachern zufolge vor allem von den 50.000 Studierenden genutzt werden.

Nicht alles, was gezeigt wird, ist extrem neu und innovativ, aber die Bandbreite und konsequente Durchführung beeindruckt ungemein und kann gerne in der ein oder anderen Stadt als Vorlage dienen. Schön wäre es!

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NHDK – Ein 88-fach verrücktes Hotel

Victor Enrich, Fotokünstler aus Barcelona hat 88 verrückt-tolle Verfälschungen vom NH-Hotel Deutscher Kaiser in München, einem eigentlich weitgehend uninteressanten 60er-Jahrebau erstellt. Für die beeindruckende Anzahl von 88 Bilder hat Erich ein halbes Jahr benötigt. Es ist aber nicht das erste Projekt von Victor Enrich dieser Art.
Alle 88 Bilder sind auf der Webseite von Enrich zu bestaunen.

via urbanshit

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Trains of Thoughts – Gedanken und Züge

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Wer jeden Tag U-Bahn fährt, kennt vielleicht das Gefühl, dass dieses unterirdische Gewirr aus Linien und Knoten mehr ist, als die bloße Funktion für den öffentlichen Massentransport verspricht. Während die einen im Dunkel unter der Stadt den nötigen Abstand zum aufzehrenden Alltag oberhalb finden, grübeln die anderen über gänzlich andere Dinge nach. Steht die U-Bahn in Moskau für die vergangene Zeit der Vormachtstellung innerhalb des sozialistischen Blocks, schürt sie in Hongkong die Angst vor fortschreitender Gentrifizierung und Filialisierung.

Timo Novotny hat sich in seinem unglaublich vielseitigen Film in all diese unterschiedlichen Blickwinkel hineinversetzt. Entstanden ist eine Mischung aus Musikvideo und Kurzgeschichten-Sammlung in und über die Metro. Portraitiert werden Menschen und ihre Bahnen in New York, Los Angeles, Tokio, Hongkong, Moskau und ein bisschen Wien.

„If I really keep using this packed train every day, maybe I can decide that suicide is better somehow.“

Sie philosophieren über die Selbstmordrate auf der Yamanote Line, die sakrale Architektur in Moskaus Bahnhöfen oder die sozialen Unterschiede in der Benutzung der Züge in LA – wer es sich leisten kann, fährt mit dem Auto. Dieses Kaleidoskop – hier passt der Begriff wirklich! – ist noch bis Montag, 6. Januar, in der Mediathek arte+7 zu sehen und danach hoffentlich ganz bald auch als DVD erhältlich.

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