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urbanoSalon#6 – Axel Timpe: Urban Agriculture Europe

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Abb. Toni Karge

Was kann die Landwirtschaft zur nachhaltigen Entwicklung europäischer Städte beitragen? Wie können damit vitale Stadträume mit neuen sozialen und ökologischen Qualitäten geschaffen werden, die auch ökonomisch tragfähig sind?

Das Buch Urban Agriculture Europe dokumentiert einen vierjährigen, europaweit geführten Forschungsprozess, der sich diesen Fragen widmete. Es versteht sich als Kompendium zu diesem viel diskutierten Themenfeld. Im Rahmen des urbanoSalon#6 stellen Mitglieder des Projektverbundes das Projekt und das Buch in Köln vor. Im Austausch mit Akteuren aus der lokalen Food- und Gartenszene wird eine Übersetzung in den lokalen Kontext unternommen. Der urbanoSalon#6 wurde in Kooperation mit dem JOVIS Verlag und der SRL – Regionalgruppe NRW durchgeführt. Es diskutierten:

  • Axel Timpe (RWTH Aachen, Herausgeber und Autor)
  • Rolf  Born (Landwirtschaftskammer NRW, Projektmitglied)
  • Katharina Schwartz (COLABOR, Ernährungsrat Köln & Umgebung)

Zusammenfassung

In der Diskussion wurde deutlich, dass der Begriff der urbanen Landwirtschaft deutlich breiter gefasst werden muss. So brachte Rolf Born die aktuelle Situation der betrieblichen Landwirtschaft in Agglomerationsräumen wie dem Ruhrgebiet ein, der sich die Kammer zukünftig vermehrt widmen will und muss. Mit Urban Agriculture ist eben nicht nur Urban Gardening sondern eine große Vielfalt an Praktiken beschrieben, die im Buch auch systematisch dargestellt sind. Welche Rolle dabei Planer/innen spielen ist durch eine Frage aus dem Publikum aufgekommen, vor allem in solchen Fällen, in denen eine zukünftigsfähige Betriebsführung mit dem Zwang an Stadterweiterungen kollidiert. Dass dabei auch in neuen regionalen Zusammenschlüsen gedacht werden muss, illustrierte Katharina Schwartz anhand des Kölner Ernäherungsrats. Dass der Begriff der Region aber individuell festgelegt und teilweise immer wieder anzupassen ist (z.B. zur Frage ab wann sich die Idee der regionalen Landwirtschaft eigentlich nicht mehr von der konventionellen Landwirtschaft unterscheidet?) bleibt ein zukünftiger Diskussionspunkt. Festzuhalten bleibt, dass bei allen Fragen der Blick ins europäische Ausland lohnt und sich internationale Experimente bereits mit diesen Fragen beschäftigten. Einige Ansatzpunkte finden sich im Buch, so dass eine weitere Diskussion damit auf einem guten Fundament aufbauen kann.

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