Call: „Kirche in der Stadtentwicklung“

by Tobias Meier | 15. Februar 2018 09:56

Abb. Tobias Meier

Die Zeitschrift Raumplanung ruft zur Einreichung von Beiträgen zum Themenheft „Kirche in der Stadtentwicklung“ auf. Interessierte können bis zum 30.03.2018 Beiträge einreichen.

Stadt wandelt sich in gleichem Maße, wie sich ihre Institutionen wandeln. Dies ist unter anderem an den vielfältigen Diskursen zum öffentlichen Raum abzulesen, die der Frage nachgehen, ob und wie gesellschaftliche Realitäten neue oder andere Begegnungsorte und Beteiligungsformen benötigen. Dabei rückt in der Stadtentwicklung seit jüngster Vergangenheit auch die Situation der Kirche in das Blickfeld. Sie ist ein traditioneller identitätsstiftender Bestandteil der Europäischen Stadt, jedoch gehen kirchliche Bezüge seit den 1960er Jahren immer mehr zurück, andere Orte der Begegnung und Vergemeinschaftung bilden sich. Nichtsdestotrotz ist die Institution Kirche mit Gebäuden und Liegenschaften, sozialen Einrichtungen und Diensten weiterhin in fast jedem Stadt- und Ortsteil präsent.

Aufgrund dieser jüngeren Entwicklungen muss sich Kirche aktuell mit ihrer eigenen Rolle auseinandersetzen. Standorte werden aufgegeben, neue religiöse Gemeinschaften verorten sich in der Nachbarschaft und teilweise werden eigene oder gemeinsame neue Ausdrucksformen religiösen Handelns gefunden. Aufbrüche entstehen neben Rückzugsbewegungen und machen Kirche zu einem wichtigen Impulsgeber in der Stadt- und Quartiersentwicklung. In dieser Dynamik entstehen beispielsweise neue Partnerschaften mit geteilter Verantwortung, innovative Trägermodelle oder Orte der Begegnung. Kulturkirchen, Stadtteilzentren aus Gemeindezentren, lokale generationenübergreifende Bündnisse, interreligiöse Quartiersstrukturen und inklusive Wohnformen sind dafür Beispiele. Aber auch Fragen der Teilhabe und des gesellschaftlichen Zusammenhalts, des interreligiösen Miteinanders und der Behandlung religiöser Bedarfe spielen in der Stadt- und Quartiersentwicklung eine immer wichtigere Rolle. Die Beiträge des Themenheftes sollen sich diesen Fragestellungen annähern, indem aktuelle Entwicklungen reflektiert und in den Stand von Theorie und Praxis eingeordnet werden.

Gesucht werden Beiträge, die sich mit folgenden Themen befassen:

Autorenhinweis

Der Umfang eines Beitrags sollte sich innerhalb von 10.000 bis 20.000 Zeichen bewegen; inkl. Leerzeichen, Anmerkungen und Literatur (weiteres s. RP Autorenleitfaden 2017).

Einreichung des fertigen Manuskripts im peer review Verfahren bis zum 30.03.18 an peer@ifr-ev.de

Einreichung des fertigen Manuskripts ohne peer review Verfahren bis zum 30.03.18 an redaktion@ifr-ev.de

Zeitplan für Autor/innen:

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