Follow us on: Facebook · Twitter · RSS
 
Einzelansicht
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Handbuch Partizipation


Handbuch Partizipation (Foto: via SenStadt)

Der Wettbewerb „Tatort Stadt“ für die junge Planergeneration fragt nach neuen, innovativen Konzepten zur Beteiligung von Bürgern. Die öffentlichen Diskussionen um Groß- und Kleinprojekte zeigen, dass zumindest ein Teil der Bevölkerung ein großes Bedürfnis an Mitwirkung und Mitbestimmung hegt, aber auch, dass bestimmte Bevölkerungsgruppe von gängigen Verfahren ausgeschlossen sind. Hier müssen Beteiligungsformate auch als Anregung zum Mitmachen verstanden werden.

Dass Bürgerbeteiligung ein wichtiger Bestandteil von Planung sein muss, suggeriert auch die Neuerscheinung „Handbuch Partizpation“ der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, die Mitte Juni erschienen ist. Das Buch wendet sich insbesondere an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berliner Verwaltung, die zur breiten Anwendung von Partizipationsverfahren motiviert werden sollen. Das Buch entstand als ein Projekt im Rahmen der Aktivitäten zur Verwaltungsmodernisierung. Angereichert ist das Buch mit einigen Fallbeispielen aus Berlin. Bleibt zu hoffen, dass es einen breiten Anklang findet!

Vielleicht kann das Buch ja auch Ideen und Anregungen geben für die Tatorte des Wettbewerbs. Es ist gratis downloadbar.

Metadaten


2 Kommentare
  1. Untertitelvorschlag:

    Anleitung und Beschreibung erfolgreicher Bürgerverarschung.

    „Ambivalent“ (S. 86) ist wohl kaum der richtige Ausdruck für das, was wir als Initiative (und 87% der Wähler) im Zusammenhang mit dem „Fallbeispiel“ Mediaspree bzw. „Spreeufer für alle!“ erleben, traue ich mich mal zu sagen als einer derjenigen, die in der Broschüre (S. 85) indirekt erwähnt werden als wunderbar in die Verarschung integriertes Beispiel.

    Schon die Einleitung (S. 85) setzt Maßstäbe für Lug und Trug: „Das politische Interesse lag darin, am Spreeufer Unternehmen der Medien-und Kreativwirtschaft anzusiedeln.“ Was bitte ist „das politische Interesse“? Die 87% sind jedenfalls nicht gemeint.

    Auch das Gleisdreieck ist ein fulminantes Beispiel für eine Bespielung des Protests. Ergebnis: Aus traumhafter Realität wird traumlose Wohn-, Sport-, und Parklandschaft.

    Hoffen auf „breiten Anklang“? Lieber nicht.

  2. Auch die Wiener Planungswerkstatt wird sich nach den verdienten Sommerferien mit dem Thema „Partizipation“ beschäftigen: „Ab 22. September 2011 ist mit „Die Stadt ist uns nicht egal“, einer Ausstellung die sich dem Thema Partizipation widmet, wieder Vollbetrieb.“ Mehr Infos dann unter: http://planungswerkstatt.blogspot.com/

    Und ich hoffe dennoch auf breiten Anklang für eine Bürgerbeteiligung in den Verwaltungen – am besten mit neuen Konzepten wie für den Wettbewerb „Tatort Stadt“ gesucht. Die Kritik an genannten Fallbeispielen ist sicher gerechtfertigt, das Projekt zu „Spreeufer für alle!“ wird in dem Handbuch ja nicht ohne Grund als „Partizipationsparadoxon“ bezeichnet.

    Eine Frage habe ich zum obigen Kommentar aber noch: Worauf beziehen sich sie „87 Prozent der Wähler“?

Kommentar verfassen

Themen