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Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

NS-Erinnerungsorte im geteilten Berlin

Denkmal Das verlassene Zimmer, 1991 auf dem Koppenplatz in der Spandauer Vorstadt; Foto: Christian Kloss

Denkmal Das verlassene Zimmer, 1991 auf dem Koppenplatz in der Spandauer Vorstadt

Wie wurde in West- und Ost-Berlin an die Stadt im Nationalsozialismus erinnert? Beide Stadthälften wollten in den 1980er Jahren mit Gedenkstätten und Mahnmalen an die Schrecken des Nationalsozialismus erinnern und riefen Wettbewerbe aus.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung am Donnerstag, dem 10. November 2011 im Besucherzentrum der Stiftung Berliner Mauer stehen der 1983 in West-Berlin ausgerufene Wettbewerb um die Errichtung einer Gedenkstätte auf dem Prinz-Albrecht-Gelände (heute Topographie des Terrors) und das Denkmal „Der verlassene Raum“ auf dem Koppenplatz, Spandauer Vorstadt (Foto).
Der Architekt Bernd Ettel, 1983 Staatsbürger der DDR, nahm verbotenerweise an dem West-Berliner Wettbewerb zur Errichtung einer Gedenkstätte auf dem Prinz-Albrecht-Gelände teil. Ettel wird als Zeitzeuge in der Mauergedenkstätte über diesen Wettbewerb und seine Folgen referieren.
Es spricht außerdem die Kunstwissenschaftlerin Stefanie Endlich, die sich intensiv mit Gedenkstätten und Orten der Erinnerung für die Opfer des Nationalsozialismus und mit Gedenkstättenarbeit beschäftigt hat.
Das beindruckende Denkmal Der verlassene Raum am Koppenplatz wurde bereits vor dem Mauerfall von dem Bildhauer Karl Biedermann und der Gartenarchitektin Eva Butzmann konzipiert, aber erst 1991 eröffnet.
Mit der seltenen Erzählung dieser beiden beinahe unbekannten Geschichten vom Weg zur Erinnerung des Nationalsozialismus werden auch neue Wege zur Erinnerung an die geteilte Stadt geöffnet.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Teilung und Mauer – Stadtentwicklung im doppelten Berlin, die die Gedenkstätte Berliner Mauer gemeinsam mit der TU Berlin durchführt.
Im Übrigen lohnt sich ganz unbedingt ein Besuch der neu eröffneten Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße, was sich gut miteinander verbinden lässt.

ORT: Besucherzentrum der Stiftung Berliner Mauer
Bernauer Straße 119
13355 Berlin ZEIT: 19.30 Uhr
Der Eintritt ist frei.

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