Perspektiven für den Ernst-Reuter-Platz

by Galene Haun | 29. November 2011 14:54

Der Ernst-Reuter-Platz mit Festivalbeleuchtung

Im Rahmen der ersten Standortkonferenz Ernst-Reuter-Platz, die durch das Regionalmanagement CITY WEST in Kooperation mit dem Campus Charlottenburg am 30.11.2011 an der TU Berlin veranstaltet wird, sollen die Potentiale des Ernst-Reuter-Platzes als Vermächtnis der Nachkriegsmoderne, als Standort von Forschung, Wissenschaft und Bildung angesprochen und durch Projekte befördert werden. Die Konferenz wird als Auftakt gesehen, den Prozess einer Veränderung zu beginnen, ein Entwicklungsimpuls soll 2012 z.B. durch ein städtebauliches Wettbewerbsverfahren gegeben werden.

Es kommt darauf an, für den Ernst-Reuter-Platz ein übergeordnetes Standortkonzept zu entwickeln und die gemeinsamen Interessen mit Hilfe einer abgestimmten Gesamtstrategie zu realisieren. (City West)

Dabei steht auch immer wieder die Denkmalwürdigkeit dieses gelungenen Gesamtensembles aus der Nachkriegszeit zur Diksussion. Ein Kommentar zum Artikel „Der Ernst-Reuter-Platz soll wieder glänzen“ aus der Reihe „Platz da“ im Tagesspiegel lautet: „Für mich ist das kein Platz, sondern einfach nur ein Kreisverkehr.“ Und vielleicht wäre das für den Platz das Beste: ihm nicht die Bürde aufzuzwingen, ein heimeliger Stadtplatz zu werden, dessen Zweck er wohl nie erfüllen kann. Sondern ihn mit Maßnahmen für den Rad- und Fußverkehr als Verkehrsknoten und Verteiler zu belassen, ganz im „Funktionssinne“ des Leitbilds der autogerechten Stadt, lediglich an die heutige Mobilitäts-Bedürfnisse angepasst.

Foto von Michael via flickr

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