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Städtebau & Architektur →

Architektur – (zu) dynamisch!

https://www.youtube.com/watch?v=gnrZGHGJbZk

Klingt erst mal gut – eine moderne Architektur, die beweglich und flexibel ist. Und ökologisch soll das Ganze dann auch sein, da man der „Natur mehr Respekt zollt“ und angeblich weniger Energie verbraucht. Sich drehende Räume weiss man seit dem Restaurant im Fernsehturm am Alex zu schätzen – und gerade für den Arbeitsplatz ist eine sich ändernde (Stadt-)Landschaft vor dem Fenster gut vorstellbar. Immer wieder neue Pepektiven, die sich einem eröffnen und Abwechslung bringen. Und Ökohäuser, die sich mit der Sonne drehen gibt es ja schon (wie z.B. das Helio Trop).

Getrübt wird dieser Eindruck, wenn man merkt, dass das Ganze mit dramatischer Musik wie ein schlechtes Werbevideo eines dynamischen Vertreters klingt. So bekommt der Begriff der dynamischen Architektur eine ganz neue Bedeutung. Nichts desto trotz eine spannende Entwicklung, die man z.B. unter dynamicarchitecture.net weiter verfolgen kann.

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3 Kommentare
  1. Gestern im Weltspiegel der ARD habe ich einen spannenden Bericht über eine Stadt in Kolumbien gesehen, die auf dem Weg ist sich einer anderen Zukunft zuzuwenden, nachdem sie jahrelang als Drogenhochburg galt:
    Die Veränderung kam auch mit der Architektur. Eine moderne Seilbahn wurde in die ärmsten Viertel gebaut, sie verbindet diese mit dem Zentrum. Städte wie Rio de Janeiro interessieren sich für solche Projekte. Das haben sie auch durch eine verstäkte Mobilität in der Stadt erreicht. Hier mal ein Zitat aus dem Bericht (den ganzen findet ihr unter http://www.daserste.de/weltspiegel/beitrag_dyn~uid,nlxwrtz2p0p6x1o9~cm.asp)

    „Durch die Seilbahn gibt es keine Grenzen oder Mauern mehr“, stellt Frank Maurico Cifuentes fest, man kann sich jetzt überall ruhig in den Barrios bewegen. Vor ein paar Jahren noch war das undenkbar.

    Zu den spektakulären Bauprojekten gehören auch große Büchereien, die die Stadt in den Armenvierteln erreichtet hat. Sie ermöglichen freien Zugang zu Büchern und zum Internet – über 200 Millionen Euro wurden in solche Programme investiert.

    Die Philosophie in Medellin war und ist – die schönsten Gebäude, ob Büchereien oder Museen, müssen in den ärmsten Gebieten gebaut werden – so wurde Schritt für Schritt der öffentliche Raum für die Allgemeinheit zurückerobert.“

    Vielleicht was für euch urbanophilen…

  2. Dieses Prinzip funktioniert auch beim Thema Bildung: Es gibt Schulen in „Problemkiezen“, die einen wahnsinnig guten Ruf in der Stadt haben wegen ihrer engagierten Lehrerschaft, besonderen Konzepten, etc. – und promt gibt es auch Kinder aus anderen Kiezen, die dort zur Schule gebracht werden. Dies führt zu einer besseren Mischung in Klassenzimmern.

  3. Die Entwicklung kann man auch hier weiter verfolgen http://dynamic-architecture.blogspot.com/

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