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Städtebau & Architektur →

Buchankündigung: Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte

Internationales Congress Centrum Berlin

Das ICC im Herbst 2010

Um das Werk von Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte ist es aktuell nicht gut bestellt: Das ICC steht leer, die Messegesellschaft fordert immer wieder lauthals den Abriss und die Politik ist offensichtlich konzeptlos, diskutiert seit Jahren über die Zukunft des Gebäudes und wirft immer aberwitzigere Ideen zur Nachnutzung in den Ring. Der Bierpinsel rottet seit 2011 vor sich hin, auch weil die Bezirkspolitik und -verwaltung der vermeintlich „temporären“ Graffiti-Aktion mangels eigener Ideen zustimmte und seither offenbar machtlos den Zustand des Turms hinnimmt. Und der U-Bahnhof Schloss-Straße steht offenbar eine Entstellung durch „Verschönerung“ durch die BVG unmittelbar bevor, wie Peter Neumann in der Berliner Zeitung vor kurzem frohlockte.
Umso wichtiger endlich diejenigen zu Wort kommen zu lassen, die Berlin diese außergewöhnlichen Bauwerke schenkten: Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte. Das vor dem Tod ihres Mannes begonnene Buchprojekt hat Frau Schüler-Witte nun vollendet und erzählt darin von den gemeinsamen Lebens- und Arbeitsjahren:

Ursulina Schüler-Witte berichtet über die sechsundfünfzig gemeinsamen Lebens- und Arbeitsjahre mit ihrem 2011 verstorbenen Ehemann und Partner Ralf Schüler. Die beiden Architekten haben nicht nur das ICC Berlin, sondern auch etwa einhundert weitere Projekte geplant und einen Großteil davon – vorwiegend in Berlin – realisiert. Hierzu gehören unter anderem das Turmrestaurant Steglitz, der sogenannte »Bierpinsel«, die Lichtensteinbrücke am Landwehrkanal mit den Mahnmalen für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht sowie diverse Wohnanlagen und Museumsausbauten. In diesem Buch wird eine Auswahl von etwa vierzig der von ihnen gebauten oder auch ungebaut gebliebenen Projekten vorgestellt. Die Autorin beschreibt als Zeitzeugin aus ihrer persönlichen Sicht deren Planungs- und Entstehungsgeschichte mitsamt der sie begleitenden, teilweise dramatischen oder auch merkwürdigen Ereignisse und Probleme.

Es handelt sich nicht um ein Fachbuch, sondern um eine – wie Frau Schüler-Witte es nennt – „werkorientierte Biographie“, in der die Entwicklung und Entstehung einiger der wichtigsten Bauten und ihre begleitenden Ereignisse aus persönlicher Perspektive geschildert werden.

Das Buch erscheint im Oktober 2015 und kann ab sofort vorbestellt werden. Allen unter Euch, die an dem Buch interessiert sind, möchten wir gerne eine Vorbestellung ans Herz legen, da auf diesem Wege die Realisierung des Buches unterstützt wird, indem der Verlag besser abschätzen kann, wie hoch die Auflage zu bemessen ist. Und da es mit Ausnahme bauzeitlicher Artikel in Fachzeitschriften bislang nur eine Veröffentlichung über die Arbeit von Schüler/Schüler-Witte gibt, möchten wir mit Eurer Hilfe unbedingt das Erscheinen dieses Buches unterstützen.

Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte | © Lukas Verlag

Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte | © Lukas Verlag

Ursulina Schüler-Witte:
Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte
Eine werkorientierte Biographie der Architekten des ICC
ISBN 978-3-86732-212-6
erscheint Oktober 2015
21,0 x 26,0 cm
ca. 250 Seiten, ca. 150 teils farbige Abbildungen
Festeinband
> Link zur Verlags-Webseite

Bildquellen

  • Internationales Congress Centrum Berlin: Lukas Foljanty
  • Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte: Lukas Verlag

Metadaten


2 Kommentare
  1. Die Süddeutsche über das ICC:
    http://www.sueddeutsche.de/leben/historie-kolossal-1.2456868

  2. […] Die Berlinische Galerie zeigt seit Ende Mai eine neue Schau mit dem Titel „Radikal Modern. Planen und Bauen im Berlin der 1960er-Jahre“. Das Berlin der 1960er-Jahre war hinsichtlich der Architektur und des Städtebaus geprägt vom Wettkampf der Systeme zwischen Ost und West. Nach vollbrachtem Wiederaufbau der dinglichsten Bauten folgte eine Phase der Visionen, die oftmals von einem ausgesprochen optimistischen Zukunftsbild motiviert war. Viele der Bauten sind heute noch erhalten und prägen weiterhin Berlins Stadtbild. Und auch einige Bauten, die erst weitaus später realisiert wurden, wurden in den 60er-Jahren angestoßen, so auch das ICC. […]

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