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Städtebau & Architektur →

Stadtplanung, Architektur und Moral

Der CCTV-Tower von Koolhaas und Scheeren (Foto von ssedlmayr1)

Alber Speer Jr. antwortet in einem Interview mit der FR, dass er mit seinen Stadtplanungsprojekten, wie z.B. in Anting, nicht das Regime stützt. Vielleicht auch ein berechtigtes Argument, wenn man bedenkt, dass dies städtebauliche Projekte sind und keine repräsentativen Bauten.

Für solche Gebäude ist die Diskussion schon schon heftiger geführt worden (u.a. Bauten des Bösen, Bauen für Despoten). In diesem Zusammenhang sei insbesondere auf das Interview mit dem Architekten C. Ingenhoven (mp3-Format) hingewisen, der sich mit der Frage nach Moral in der Architektur beschäftigt. So kritisiert Ingenhoven die „Planung von Prestigegebäuden in Unrechtsregimen“ (dradio.de) und spricht sich dafür aus, dass über die Frage der moralischen Verantwortung in der Architektur- und Planerszene diskutiert wird.

Ein Bericht im Spiegel, mit dem Titel „Der Speer-Faktor“ (allerdings ist diesmal der Vater gemeint) geht der Frage nach, wie „es Baukünstler mit der Moral halten“. Und G. Matzig feiert die Architektur von Koolhaas CCTV-Tower und stellt gleichzeitig die moralische Frage nach solchem Tun. Wie die Antwort auszufallen hat, muss wohl jeder für sich ausmachen.

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2 Kommentare
  1. Hier eine klare Kritik an D. Liebeskind, der zwar nicht für China baut (weil totalitär), aber doch in Hong Kong:

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  2. Ergänzend ein Interview mit J. Herzog zu seinem „Vogelnest“ China und seiner Verantwortung den Wanderarbeitern gegenüber. Ernüchternd, wie wenig Einfluss HdM auf die sozialen Misstände nehmen. Denn die „Die Bedingungen der Wanderarbeiter zu verändern liegt nicht in unserer Reichweite und auch nicht in unserer Verantwortung.“ Was soll man sagen?
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