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Städtebau & Architektur →

Werkstatt Baukultur Bonn

Flyer via Werkstatt Baukultur Bonn

Die Nachkriegsmoderne und die Bauten der darauf folgenden Jahren bleiben weiterhin Gegenstand vielfältiger Diskussionen in ganz Deutschland. Durch verschiedene (Bürger-)Initiativen konnten vielerorts wertvolle Bauten jener Zeit vor einem Abriss gerettet werden. Der Initiative Beethovenhalle ist es beispielsweise gelungen, durch ehrenamtliches Engagement die bedeutende Bonner Stadthalle zu erhalten; sie wurde dafür 2010 mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz ausgezeichnet. Darauf aufbauend hat sich Anfang 2011 am Kunsthistorischen Institut der Bonner Universität die studentische Gruppe „Werkstatt Baukultur Bonn“ gegründet,

die sich nun weiteren aktuellen baukulturellen Fragestellungen im Raum Bonn widmet, um das Thema Architektur der Nachkriegszeit und Baukultur in Bonn thematisch am Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn zu etablieren.


Mit einer Diskussionsreihe möchten die Initiatoren die Diskussion zu streitbaren Objekten in der Stadt Bonn anregen und so über die baukulturellen (und sicherlich auch stadtbildprägenden) Werte dieser Gebäude nachdenken. Die Diskussionen finden in den jeweiligen „Streitobjekten“ statt. Die Reihe beginnt am Mittwoch, den 29. Juni 2011 im Bonner Stadthaus, weitere Stationen wie das Viktoriabad, das Bonner Loch oder das Juridicum folgen. Aktuelle Veranstaltungshinweise sind auf der Webseite oder der Facebook-Gruppe abrufbar.

Und wer immer noch nicht in der Bonner Betthovenhalle war – für den gibt es samstags immer die Möglichkeit einer Führung!

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1 Kommentar
  1. Eine hervorragende Initiative – die Werkstatt Baukultur -als Instrument gedacht, in die Prozesse um Nachkriegsarchitektur – Sanierung, Abriß – korrigierend und im Sinn einer Akzeptanz und Erhaltung einzuwirken. So wie die Initiative Pro Beethovehalle die wahrscheinliche Erhaltung dieses historischen Gebäudes herbeiführen konnte.
    Dennoch frage ich mich, angesichts auch neuer Bausünden wie dem „Bahnhotel“ hinterm Hauptbahnhof, das die Gründerzeitgebäude der Quantiusstraße erschlägt, oder der „RheinLogen“-Gebäude am Theater, hinter dem die jahrhundertealte Stadtsilhouette Bonns still und ohne jede kritische Öffentlichkeit für alle Zeiten zerstört
    wird, warum es bei diesen selektiven Einzelinitiativen – hier in Bezug auf die Nachkriegsarchitektur – bleibt.

    Meines Erachtens müßte >DAS STADTGANZE ALS ARCHITEKTUR-GEFÜGE A L L E R ZEITEPOCHENErhaltung des historischen Stadtgefüges> müßte her, der genauso Einzelobjekte wie Beethovenhalle und Victoria-Bad umfaßt, wie die „Stadtsilhouette“ als Gesamtbild aus Türmen und Gebäudeumrissen mehrerer historischer Gebäude. wie es die „Stadtsilhouette“ darstellt, bestehend aus Schloß-und Münsterkirchtürmen, oder aber den Erhalt und die Sichtbarmachung wertvoller stadtgeschichtlicher Bodenfunde – wie dies die letztlich in ihre Bestandteile zerlegte Gertrudiskapelle, das mittelalterliche Giertor oder die barocke Bastionsmauer am Friedensplatz (gewesen) sind, die endgültig aus der sichtbar zu machenden Stadtgeschichte eliminiert worden sind – mit Unsensibiltät, Unkenntnis, aus Rücksichtnahmen auf Profitinteressen u.ä.

    Die eigene aufklärerische Arbeit müßte deshalb m.E. an der W u r z e l eines allgemeinen Mangels an Kenntnissen, Geschichtsbewußtsein, Fantasie, Sensibilität, Profitinteressen und Durchsetzungswillen bei den vornehmlich stadtplanerisch Handelnden
    (auch Investoren gemeint) ansetzten.

    Der BDA fordert seit langem einen unabhängigen Gestaltungs-und Planungsbeirat für Architektur und städteplanerische Projekte in Bonn – so wie er in anderen Städten existiert. In diese Bresche könnte auch die >Werkstatt Baukultur< springen…!

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