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Faster than China
Wenn Häuser schneller aus dem Boden schießen als in China…
Ein tolles Video von FREAKS freearchitects aus Paris, das durch das Rückwärtsspielen von Häusersprengungen sich kritisch mit dem unreflektierten Bauboom in China auseinandersetzt.
Städtebau & Architektur →
Steht auf!
Wie bereits in mehreren Artikeln auf unserem Blog berichtet, stehen zur Zeit in vielen Städten Deutschlands die Gebäude der Nachkriegsmoderne – seien es Bürogebäude, Regierungs- und Verwaltungsgebäude oder Kultureinrichtungen – auf dem Prüfstand bzw. auf der Abrißliste. Die Herzen, die für oder gegen einen Abrisses schlagen, könnten unterschiedlicher nicht sein. Der Abriss des Frankfurter Stadthauses hinterlässt Stimmen wie “Endlich kommt es weg” oder aber “Und schon wieder hat die Stadt einen tatsächlichen Zeitzeugen verloren”. Pläne mit Rekonstruktionsabsichten oder kompletten Neubauten siegen meist über das ehrliche Eingeständnis, dass man in den 1960er Jahren eben “hässlich” gebaut hat. Glücklicherweise bleiben die Bürger aber nicht ruhig. Bereits in einigen Städten haben sich Initiativen gegründet, die sich für den Erhalt der Stadt mit all ihren Facetten und eben auch deren aus der Nachkriegszeit einsetzen: Frankfurt, Hannover, Bonn und Köln sind nur einige davon. Heute fand eine Sondersitzung des Kölner Stadtrates statt, die über eine Revision der Entscheidung zum Abriss des Schauspielhauses führen könnte… Vielleicht tut sich was in den Köpfen! Steht auf!
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Unverwüstliche Betonstrukturen
Lustig anzusehen, wenn sich alte Häuser ihrer Sprengung widersetzen. Ein aktuelles Beispiel aus der Türkei und eins aus England aus den 80ern.
[Danke an say-nono für Hinweis]
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →
Wohnen in China – Abriss und Neuentdeckung der Hutongs
Hutongs in Peking (Bild von curiousgeoff)
Die Hutongs – die tradionelle Wohnbebauung in China – sind vielfach für olympische Bauten und neue Wohnprojekte abgerissen worden. In Peking beherbergen sie noch etwa die Hälfte der Bevölkerung, verschwinden aber zunehmend aus dem Stadtbild – insbesondere in der Innenstadt (hierzu eine tolle Bilderreihe).
Wo letztes Mal noch ein Altstadtviertel war, stehen jetzt Bürotürme, Einkaufszentren oder mehrspurige Autobahnen. Nirgends auf der Welt verändern Städte ihr Gesicht so schnell wie in China. (Quelle: drs.ch)
Mit dem zunehmenden Verschwinden der traditionellen Strukturen wächst gleichzeitig ein Bewusstsein für diese Bauform und deren kulturellen Bedeutung. Mit jedem Neubau verschwindet auch ein Stück des alten Chinas. Aus diesem Bewusstsein heraus gründetete das Beijing Cultural Heritage Protection Center (CHP) das Netzwerk Friends of old Beijing, welches sich um die Bewahrung der alten Baustrukturen kümmert. Über die Aktivitäten des Netzwerks und die den Wandel berichtet das Schweizer Radio DRS in dem Beitrag “Hofhaus zum Hochhaus – Wohnen in China”, den es online zu hören gibt.
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Lützowplatz: Abriss eines Pilotprojektes IBA 1987?
Einladung zur Podiumsdiskussion zum drohenden Verlust eines Pilotprojektes der Internationalen Bauausstellung 1987
Seit zehn Jahren kämpfen die Mieter der Häuser Lützowplatz 2-18 um den Erhalt ihrer Wohnungen. Das von dem renommierten deutschen Architekten Oswald Mathias Ungers konzipierte Ensemble war ein viel beachtetes Pilotprojekt zur IBA 1987 und wurde mit öffentlichen Mitteln gefördert.
Der Münchener Investor Dibag erwarb die Häuser 1998 bei einer Zwangsversteigerung und will am Lützowplatz neu bauen. Von den ursprünglich 84 Mietparteien wohnen nur noch zwölf in den Bauten, die einmal bezahlbares Wohnen in Maisonettewohnungen mit großzügigen Terrassen oder Gärten mitten in der Stadt symbolisierten.
Anlässlich des angedrohten Abbruchs eines Teils der Wohnanlage am Lützowplatz und der noch offenen politischen Entscheidung über den Bebauungsplan für den beabsichtigten Neubau laden wir Sie sehr herzlich zu einer Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik, Kultur und der TU Berlin ein.
Auf dem Podium diskutieren
- Prof. Dr. Adrian v. Buttlar, TU Berlin;
- Dr.-Ing. Jasper Cepl, TU Berlin;
- Prof. Dorothee Dubrau, Bezirksstadträtin a.D.;
- Wolfgang Grimm, DIBAG (angefragt);
- Jutta Kalepky, Architektenkammer Berlin;
- Claudia Kleiner, Mieterin;
- Johannes Modersohn, Architekt und Gewinner des Städtebaulichen Gutachterverfahrens 2005;
- Birgit Schlieps, Architektin und Künstlerin;
- Dr. Hans Stimmann, Senatsbaudirektor a.D.;
- Prof. Karl-Heinz Winkens, Architekt.



