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Schlagwort »Architektur der 1970er Jahre«
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Endlich! ICC ist Denkmal

Soeben gab das Landesdenkmalamt Berlin bekannt, dass das ICC (Schüler/Schüler-Witte, 1975-1979) nun in die Berliner Denkmalliste eingetragen ist. Endlich, sagt urbanophil, und wir stimmen dem Kultursenator Klaus Lederer vollkommen zu: „Das ICC ist ein Wahrzeichen von Berlin, (…) einer der wichtigsten deutschen Bauten der Nachkriegszeit.“ 

Landeskonservator Christoph Rauhut blickt in die Zukunft: „Mit der Unterschutzstellung schaffen wir für die kommenden Abstimmungsrunden für alle Beteiligten Rechts- und Planungssicherheit. Wir werden uns dafür einsetzen, dass das ICC als Gesamtkunstwerk erhalten bleibt.“

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10 Jahresfeier – urbanoTOURS # 1: Zwischen Glas und rosa Rosen

Lietzenburger Strasse Detail

Das Werk der Architekten Inken Baller (geb. 1942) und Hinrich Baller (geb. 1936) prägt an vielen Orten Berlins das Stadtbild. Die Architekten führten zwischen 1967 und 1989 ein gemeinsames Architekturbüro in Berlin und konzentrierten sich auf Gebäude im geförderten Wohnungsbau. In diesem Segment realisierten sie in West-Berlin zwischen 1970 und 1989 ca. 25 Gebäude, darunter den Fraenkelblock an der Admiralbrücke in Kreuzberg.

Die Bauten sind Zeugen des Wandels von der Moderne zur Postmoderne in Architektur und Städtebau. Sie sind extravagant und fügen sich dennoch in den Bestand ein. Sie provozierten Debatten über Gestaltung, Schönheit und Funktion im Städtebau. Sie regten das Hinterfragen von Lebensentwürfen und Wohnformen an. Ihre versponnenen Balkongitter in Türkis und die prägnanten expressiven Betonbalkone bleiben im Gedächtnis. Sie reizten die Vorgaben des sozialen Wohnungsbaus aus und ermöglichten individuelle Wohnformen mit viel Glas, offenen Grundrissen und großzügigen Terrassen und Balkonen.

Die urbanoTOUR „Wohnen zwischen Glas und rosa Rosen“ führt zu Bauten aus dem bislang nur wenig bekannten Frühwerk von Baller & Baller der 1970er Jahre in Charlottenburg zwischen Lietzenburger Straße und dem Klausener Platz.

Treffpunkt: Samstag, 15.10.2016, 13:00 Uhr an der Ecke Lietzenburger Straße / Knesebeckstraße.

Dauer: ca. 2,5 Stunden, Fahrrad erforderlich.

Bei Fragen zur urbanoTOUR bitte an Christian Kloss wenden: c.kloss@urbanophil.net

Die urbanoTOUR ist Teil des Programms des URBANOPHIL Geburtstagswochenendes.

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Neu: Baukunst der Nachkriegsmoderne – Architekturführer Berlin 1949-1979

 

Innenansicht ICC

Denkmal oder Abrisskandidat – hier das ICC Berlin. Die Nachkriegsmoderne ist umstritten. Mit dem Architekturführer Berlin 1949-1979 bekommt der Diskurs neue Basislektüre.

Mit dem Titel „Baukunst der Nachkriegsmoderne“ erscheint nun der Architekturführer Berlin 1949-1979. Unter der Herausgeberschaft von Adrian von Buttlar, Kerstin Wittmann-Englert und Gabi Dolff-Bonekämper stellt die Arbeitsgemeinschaft denkmal!moderne an der Technischen Universität Berlin 262 herausragende Einzelbauwerke, Siedlungen und Ensembles der West- und Ost-Berliner Nachkriegsmoderne vor,

ein Architekturerbe, das vielfach von Abriss oder Entstellung bedroht ist. Die Autoren und Autorinnen … vermitteln auf der Basis neuer Architekturforschungen den hohen künstlerischen und sozialen Anspruch dieser Baukunst und ihre Bedeutung in der Zeit des Kalten Krieges. Das kongenial bebilderte Handbuch lädt dazu ein, eine Epoche wiederzuentdecken, die die Identität der Stadt noch heute prägt, auch wenn sie inzwischen der Geschichte angehört. (Klappentext)

Einen Blick ins Buch werfen kann man bei der Buchvorstellung am kommenden Freitag, 25. Oktober 2013 um 18 Uhr in der Akademie der Künste im Hanseatenweg. Die Präsentation findet statt im Rahmen der Pensionierung eines der Herausgeber, Adrian von Buttlar, (TU Berlin, Professor für Kunstgeschichte und Dekan der Fakultät I Geisteswissenschaften 2005-2012). Das Programm von Buchvorstellung und Laudatio für von Buttlar kann hier heruntergeladen werden.

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Spomeniks der 1970er

Der Spiegel zeigt in seiner Rubrik eines Tages eine Bildstrecke des belgischen Fotografen Jan Kempenaers. Er hat im Jahr 2006 die Staaten des ehemaligen Yugoslawien bereist und Mahn- und Ehrenmale der 70er und 80er fotografiert. Bizarr und eine gute Ergänzung zu Frédéric Chaubins Bildband CCCP (urbanophil berichtete).

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9hours Capsule Hotel


Kapsel-Hotels gibt es in Japan seit mittlerweile beinahe 30 Jahren. Doch bislang hatten sie einen eher fragwürdigen Ruf. An einen Export dieses Konzepts in die westliche Welt war nicht zu denken. Das könnte sich nun ändern:
In Kyoto hat mit dem 9hours (nine hours) ein minimalistisch und dennoch aufwändig gestaltetes Capsule Hotel eröffnet, das von Architektur- und Design-Kritikern in hohen Tönen gelobt wird (ca. 38 Euro/Nacht). Der Geschäftsführer hat dabei explizit den ausländischen Markt und insbesondere den Einsatz an Flughäfen im Blick. Wird es also auch bald bei uns Kapsel-Hotels geben?

Auf Monocle findet sich ein toller Videobeitrag zu dem 9hours.

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