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Schlagwort »Architektur«
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Rezensionsnachtrag „Haus Tugendhat“ ein Film von Dieter Reifahrt

Für kommenden Freitag kündigt sich eine Sensation für alle Freunde und Freundinnen der Moderne, insbesondere für Freunde und Freundinnen der Architektur Mies van der Rohes und des Tugendhat Hauses in Brno an: Pandora Films bringt zum DVD-Release des Films „Haus Tugendhat“ (ich hatte dazu eine Rezension verfasst, die ihr hier finden könnt) eine Edition heraus, die um zwei weitere Filme eine offenbarende Fußnote zur Sanierung und äußerst sehenswerte Outtakes erweitert wurde.

Haus Tugendhat - Baustelle, 1929 © strandfilm, Pandora Film Verleih

Haus Tugendhat
– Baustelle, 1929 © strandfilm, Pandora Film Verleih

Dieter Reifahrt hat aus den Rohmaterialien des ersten Films eine eigenständige Dokumentation der Sanierung des Hauses von 2009 bis zur Wiedereröffnung 2012 geschnitten, die sich auf unheimlich detaillierte Weise der komplexen Aufgabe der Sanierung eines so wichtigen Hauses, wie dem Haus Tugendhat, widmet. Nahezu alle Gewerke werden beleuchtet und durch ExpertInnEn erläutert. Besuche in den an der Restaurierung beteiligten Spezialwerkstätten geben weite Einblicke in die Detailhaftigkeit aber auch die Schwierigkeiten der Rekonstruktion, da viele Originalteile nicht mehr existieren und aufgrund von Beschreibungen oder Fotografien rekonstruiert werden müssen.

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Filmvorschau – The Human Scale

Eine Vielzahl der modernen Städte hat die Dimension für das Menschliche verloren. Der Dokumentarfilm „The Human Scale“ von Andreas M. Dalsgaard porträtiert diese Entwicklung und setzt ihr die Arbeit des dänischen Architekten Jan Gehl entgegen, der in seinem Schaffen für eine Rückbesinnung auf die menschlichen Bedürfnisse im Städtebau plädiert: Intimität, Gemeinwohl, Inklusion und soziale Interaktion. Das Metropolitan Laboratory zeigt den Film vorab, bevor er ab ab 31. Okober in den deutschen Kinos anläuft. Der Eintritt ist frei.

By 2050 80% of the world’s population will live in urban areas. Life in a mega city is both enchanting and problematic. Today we face peak oil, climate change, loneliness and severe health issues due to our way of life. But why? The Danish architect and professor Jan Gehl has studied human behavior in cities through 40 years. He has documented how modern cities repel human interaction, and argues that we can build cities in a way, which takes human needs for inclusion and intimacy into account. The Human Scale meets thinkers, architects and urban planners across the globe. It questions our assumptions about modernity, exploring what happens when we put people into the center of our planning.

 

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Alle Infos zur Filmvorführung findet ihr hier. Einen Trailer zum Film gibt es hier.

Programm
Welcome: Hans-Jürgen Commerell, Director ANCB, The Metropolitan Laboratory
Screening: The Human Scale by Andreas M. Dalsgaard
Language: English with German subtitles
Length: 83 min

Zeit und Ort
Mittwoch, 23. Oktober 2013, 19 Uhr
ANCB, The Metropolitan Laboratory, Christinenstr. 18-19 (Pfefferberg), 10119 Berlin

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B_Tours Festival Berlin 30. August – 1. September 2013

Ab dem kommenden Freitag findet an verschiedenen Orten in Berlin die erste Ausgabe des B_Tour Festivals statt. Zum Festival wurden Gruppen sowie Einzelkünstler eingeladen experimetelle oder künstlerische Touren durch Berlin zu entwickeln, die das Verhältnis des Individuums zur urbanen Umgebung ausloten. Auf diese Weise werden nicht nur narrative Strukturen oder Gewohnheiten und urbane Routinen hinterfragt, sondern auch die politischen Dimensionen des Gehens in der Stadt, als aktives Format der Erkenntnis- und Wissensproduktion offengelegt. Gehen ist somit als aktiver gesellschaftlich-politischer Akt zu verstehen.

Logo B-Tours

Als Terrain dient der vielfach öffentliche Raum der Stadt, der auf mehreren Spaziergängen erforscht und erlebt werden kann. An den jeweiligen Abenden können die praktisch erworbenen Erkenntnisse innerhalb von Panel-Diskussionen theoretisch untermauert werden. Im Anschluss wird getanzt.

Karsten Michael Drohsel ist mit seinem Flanier-Spiel „Mitläufer – Fellow Walker“ vertreten und möchte über dieses Spiel für die politische Dimension von Planung und Wegen in der Stadt sensibilisieren. Um Anmeldung wird gebeten.

B_Tour Berlin 30. August – 1. September 2013 an verschiedenen Orten in Berlin
Zur Eröffnung des Festivals am 29. August 2013 gibt es im ZK/U (Zentrum für Kunst und Urbanistik, Siemensstrasse 27, Berlin Moabit, S-& U-Westhafen)
eine Feier, zu der alle Interessierten eingeladen sind.

Alle weiteren Informationen findet ihr auf den Webseiten: http://b-tour.org oder http://www.mikromakrowelt.de

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Architekturmodellbau für Ungeschickte: LEGO Architecture Studio

LEGO Architecture Studio Box

Die Deadline für den Architekturwettwerb rückt bedrohlich nahe. Der Entwurf sieht im Computer dank CAD, Sketchup und weiteren digitalen Helferlein super aus. Nur leider ist in den Wettbewerbsbedingungen vorgegeben, dass auch ein Modell eingereicht werden muss. Die Kollegen älteren Semesters, die noch Modellbau konnten, sind bei der letzten Krise rausgeworfen worden und der architektonische Nachwuchs hat im Studium den Fokus naturgemäß auf den computergestützten Entwurf gelegt.
Also was tun? LEGO hilft! Nach den Bausätzen internationaler Architekturikonen gibt es jetzt das Architecture Studio, bestehend aus 1.200 weißen Klötzchen unterschiedlicher Art sowie einem knapp 280 Seiten starken Handbuch, in dem namenhafte Architekturbüros wie Sou Fujimoto Architects, SOM, oder Safdie Architects (ausgerechnet ohne BIG?) Tips geben, wie man die Klötzchen möglichst gut einsetzen kann. Und so können auch noch spät nachts die modellbauunerfahrenen Jungarchitekten ein Modell zaubern, bei dem man keine Angst haben muss, dass es allzuleicht kaputt geht.

So richtig konsequent und mutig wäre es doch, wenn eines dieser Star-Büros einmal wirklich ein Wettbewerbsmodell aus LEGO präsentieren würde!

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Rezension »En passant – Reisen durch urbane Räume: Perspektiven einer anderen Art der Stadtwahrnehmung« herausgegeben von Kay von Keitz und Sabine Voggenreiter

Neue Herangehensweisen an die Wahrnehmung von urbanen Räumen haben momentan Konjunktur. Begründet liegt dies in einem gesteigerten Interesse an urbanen Prozessen und den individuellen Lebensumwelten, die über unterschiedliche Formate bewusst gemacht und erlebt werden können.

Das Buch »En passant – Reisen durch urbane Räume: Perspektiven einer anderen Art der Stadtwahrnehmung«, das aus der Stadterfahrungsreihe der Kölner Architektur-biennale »Plan« im Jahr 2008 hervorgegangen ist, greift vier unterschiedliche Positionen zur Stadtwahrnehmung auf und präsentiert diese in Form einer erweiterten Dokumentation der zugrundeliegenden Spaziergänge.

Abb. Cover des Buches "En passant", Jovis Verlag Berlin

Abb. Cover des Buches „En passant“, Jovis Verlag Berlin

Die vier Protagonisten, die von den Herausgebern und Andreas Denk, dem Chefredakteur der Zeitschrift »der Architekt«, eingeladen wurden Spaziergänge durch die Kölner Innenstadt zu entwickeln, praktizierten diese im Rahmen der Veranstaltung und reflektieren diese in ihren Texten, die im Buch versammelt sind. Mit Markus Ambach, Bertram Weisshaar, Boris Sieverts und Cristian von Wissel konnten zugleich vier der aktivsten Protagonisten der Stadtwahrnehmungsszene gewonnen werden, die Einblicke in ihre Sicht-, Denk- und Vorgehensweise gaben.

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