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Schlagwort »Architektur«
Städtebau & Architektur →

Wir müssen darüber reden: Der problematische Umgang der BVG mit ihrem architektonischen Erbe

Die originalen Lampen sind ausgeschaltet, stattdessen werden Halbkugelleuchten benutzt. Auch zu sehen: die grüne Farbe, die aktuell auf den Sichtbeton aufgebracht wird.

Umgestaltung im U-Bahnhof Schlossstraße: Auf den Sichtbeton wird eine grüne Farbe aufgebracht, die Stationsschilder werden durch neue ersetzt (rechts), die mit glatter Oberfläche, einer anderen Schrifttype und lediglich aufgemalten Einkerbungen wenig mit dem Original zu tun haben. Die originalen Lampen in den gelben Auskragungen sind bereits ausgeschaltet, stattdessen werden Halbkugelleuchten an der Decke genutzt.

Der Abriss von Rainer Rümmlers ikonischem Eingangspavillon am Berliner U-Bahnhof Bayerischer Platz (eröffnet 1971) war der erste wirklich sichtbare Akt einer besorgniserregenden Entwicklung: seit Jahren werden kleinere, aber dafür nicht minder zerstörende Maßnahmen wie das unsensible Austauschen von Bodenbelägen, Stützenverkleidungen, Wandkeramik oder willkürliche Neuanstriche und konzeptionslose Folienbeschichtungen in Bahnhöfen wie Bismarckstraße, Fehrbelliner Platz, Bundesplatz, Nauener Platz, Osloer Straße, Adenauer Platz Richard-Wagner-Platz und anderen Bahnhöfen vollzogen und blieben dabei leider weitgehend unbemerkt. In den letzten Tagen wurden erneut Pläne zur Sanierung von U-Bahnhöfen bekannt, die beispiellos substanzzerstörend sind.

Dabei gehört das ungewöhnlich umfangreiche und erstaunlich epochengemäße U-Bahnnetz, das während der Teilung der Stadt auf West-Berliner Seite um über 80 Stationen erweitert wurde, zu den Spezifika Berlins. Während die Bahnhöfe, die bis 1960 entstanden sind fast alle unter Denkmalschutz stehen, erleiden die Bahnhöfe der Technikmoderne gerade einen Sanierungsschlag, der nichts mehr von diesem Erbe übrig lassen wird.

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Literaturüberblick: Kirche in der Stadt

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Über ein Jahr nach der Konferenz „Stadt_Kirche“ zeigt sich eine gewisse Dynamik im Umgang mit (kirchlicher) Religiosität in der Stadt. Neben weiteren Tagungen, die in diesem Themenfeld durchgeführt wurden, erscheinen auch aus verschiedenen Richtungen Publikationen, die sich damit beschäftigten, inwiefern Religion in der Stadt und vor allem inwiefern Kirche in der Stadt neu gedacht werden muss. Wir möchten vor diesem Hintergrund einige Bücher hierzu in einem Blitzlicht zusammenzufassen – natürlich nicht als abschließende Übersicht, aber vielleicht als Impuls, um weitere von unseren Lesern genannt zu bekommen. Dabei kann in diesem Blitzlicht ganz allgemein ein baulich-historischer Zugang von einem theologisch-sozialwissenschaftlichen getrennt werden. Während im ersten Strang die Wertigkeit von Betonkirchen (Voigt/Bernau: Beton und Glaube. Kirchen in der Nachkriegsmoderne in Berlin, Berlin 2014) und die aktuelle Umnutzungsdebatte (StadtbaukulturNRW [Hg.]: Kirchen geben Raum. Empfehlungen zur Neunutzung von Kirchengebäuden, Gelsenkirchen 2014) sowie ästhetische Erwägungen zu Moscheebauten (Kleine: Neue Moscheen. Entwürfe und Visionen, Berlin 2014) eine Rolle spielen, geht eine Publikation im zweiten Strang der Frage nach, wie Mission in der Stadt kirchlicherseits neu gedacht werden kann (Hermann/Schönemann: Evangelium.Stadt.Kirche, Regensburg 2014).

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Heute Abend: Das urbanoQUIZ in der fünften Ausgabe

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Heute Abend ist es soweit: Das urbanoQUIZ geht zum fünften Mal an den Start. Mit ein bisschen Stolz blicken wir auf dieses Kleinod in der urbanophilen Veranstaltungsfamilie. Wir laden euch herzlich ein, die fünfte Ausgabe gemeinsam mit den Urbanophilen zu feiern und vor allem zu durchraten.

Passend zum Jubiläum des Quiz haben wir uns in dieser Ausgabe das Thema Mauern – doppeltes Berlin – halbe Sachen ausgesucht und  erkunden die Zeit während und vor der Teilung der Stadt aus der gewohnt urbanophilen Perspektive: Ein bisschen Architektur, ein bisschen Stadtgeschichte, ein bisschen Stadtentwicklung. Das urbanoQUIZ eben.

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Gleichzeitig nehmen wir das Quiz zum Anlass, das Buch „Stadtentwicklung im doppelten Berlin – Zeitgenossenschaft und Erinnerungsorte“ anzupreisen, an dem u.a. auch einige Urbanophile mitgewirkt haben. Das Buch knüpft an die von urbanophil, der Stiftung Berliner Mauer und dem Institut für Stadt- und Regionalplanung durchgeführten gleichnamigen Veranstaltungsreihen an und dokumentiert die Beiträge der Abende.

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Berlin Unlimited Festival im ZK/U Moabit

Vom 3.- 10. Oktober findet im Zentrum für Kunst und Urbanistik in Berlin-Moabit das erste transdisziplinäre Festival statt, das mittels Kunst, Architektur und urbanem Diskurs ein Bild des zeitgenössischen Berlins 25 Jahre nach dem Fall der Mauer zeichnen wird.

Die Ausstellung BERLIN UNLIMITED soll Widersprüche zwischen individueller Freiheit und urbanen Zwängen aufdecken. Anhand von Kunst und Medien, Architektur und Stadtplanung, Theorie und Forschung enthüllt, reflektiert, reformiert und hinterfragt BERLIN UNLIMITED die Grenzen und Limits der Stadt, in ihrer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ist Berlin limited, unlimited, unlimited…?

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Eine App für den Tag der Architektur

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Für die Programmplanung des diesjährigen Tags der Architektur am 28. und 29. Juni 2014 lohnt es sich, die kostenlose App runterzulassen. Das diesjährige Programm unterbreitet deutschlandweit ein vielfältiges Angebot zu dem Thema „ARCHITEKTUR BEWEGT“.

Der Tag der Architektur setzt wie in jedem Jahr mehr als 100.000 Menschen in Bewegung. Sie machen sich auf den Weg, um Architekturprojekte zu besichtigen. Projekte, die in der Regel nur an diesem Tag zur Besichtigung geöffnet sind. Architektur bewegt –  und das auch im übertragenden Sinne, denn erst die Kenntnis, der Besuch vor Ort setzt uns in die Lage, über sie auch zu diskutieren. Bei den Beteiligungsverfahren zu öffentlichen Projekten zeigt sich deutlich, wie sehr Architektur die Menschen bewegt, da sie verstanden haben, das jedermann von ihr betroffen ist. Der Möglichkeit sich von Architekten und Bauherren vor Ort ihre Architekturprojekte erläutern zu lassen, kommt in diesem Zusammenhang eine wachsende Bedeutung zu.

Mehr Informationen hier.

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