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Schlagwort »Ausstellungen«
Kunst & Kultur →

MERIDIAN | URBAN – Call for Proposals

Nachdem sich das Haus der Kulturen der Welt mit dem Projektaufruf „überlebenskunst“ bereits an Akteure im urbanen Raum gewandt hat, lädt es nun Nachwuchskuratoren ein, Vorschläge für ortsspezifische Kunstprojekte im Rahmen von Meridian | Urban. Curatorial Projects on Health einzureichen.

Kuratoren sind aufgefordert, Kunstprojekte für das Stadtzentrum Berlins vorzuschlagen. Es werden Projekte gesucht, die sich mit dem Verhältnis von Kunst und Gesundheit auseinandersetzen, seine Bedeutung für das zeitgenössische urbane Leben ansprechen und bestehende Menschenbilder hinterfragen. (HKW)

Hier werden vielleicht neue Projekte für den Urban Intervention Award der Zukunft geboren. Die gesamte Beschreibung des Call for proposals findet ihr hier. Annahmeschluß ist der 17. September 2010.

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Ausstellung: Mit dem Townhouse leben

Eine Informationsausstellung organisiert von Dominikus Müller und Kito Nedo in der Galerie Kai Hölzer.

Mit dem Niedergang der Rohstoff-, Waren- und Investitionsgüterproduktion in den westlichen Industrienationen und dem Umbau zu Dienstleistungs- und Informationswirtschaften geht ein Strukturwandel von Städten einher, durch die an immer mehr Orten immer größere auch innerstädtische Areale ungenutzt bleiben.

Parallel dazu ist, beginnend mit der Abschaffung der Privilegien und Bindungen der Wohnungsgemeinnützigkeit 1988 und fortgeführt im Rückzug des Bundes aus der Förderung im Zuge der „Föderalismusreform“ von 2006 der soziale Wohnungsbau seit Jahren schon im Niedergang begriffen. Auch in Folge der Privatisierung von Wohnungsbaugesellschaften sind heute weniger als 9 Prozent des Wohnraums im Westteil Berlins den Sozialwohnungen zuzuzählen. Selbst im Ostteil der Stadt sind es trotz weiträumiger Plattenbauviertel kaum mehr als 20 Prozent. Bauen, so scheint es, ist wieder Bürgersache.

Berlin, an seine Vorreiterrolle in Sachen politischer und gesellschaftlicher Radikalisierungen gewöhnt, hat sich mit seinem „Planwerk Innenstadt“ von 1999 eine Strategie zur „Reurbanisierung und Revitalisierung der historischen Mitte und der City-West“ gegeben, die im wesentlichen darauf beruht, Innenstadt-Brachen insbesondere durch eigentumsfähige Gebäudetypologien zu ergänzen und kommunale Grundstücke für selbstnutzende Bauherren und Bauherrengemeinschaften zur Verfügung zu stellen.

Explizit Bezug nehmend auf Tom Wolfes Abrechnung mit den Ideen des sozialen Wohnungsbaus in seiner 1981 erschienenen Kampfschrift „From Bauhaus to our House“ (dt. Titel „Mit dem Bauhaus leben“) kanalisiert „Mit dem Townhouse leben“ den medialen Rausch, den der neo-bourgeoise Bauboom in der City und den zentralen Randlagen Berlins ausgelöst hat. In hunderten unkommentierten und aleatorisch ausgewählten Texttafeln und Fotografien rückt der Akteur in den Fokus, der sich als eigentliche Triebfeder des Umbaus der Städte erweist: Der Markt und seine Sprache in Immobilienbeilagen, Werbeprospekten, und wohlmeinenden wie kritischen Berichterstattungen. Den von Dominikus Müller und Kito Nedo ausgewählten Textsamples und Zitaten sind Fotografien der in Berlin lebenden Künstlerin Nine Budde gegenübergestellt. Als Mehrkanal-Diashow schneiden sie mitten hinein in die als Filetstücke kommunizierten Innenstadtlagen, die den Speckgürtel längst als bevorzugte Wohnlage des neuen Geschmacksbürgertums abgelöst haben.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit einem Text von Robert Burghardt und Fotografien von Nine Budde.

Öffnungszeiten:

  • Mittwoch bis Freitag 14 – 19 Uhr
  • Sonnabend 14 – 18 Uhr
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Alte Buchstaben an neuem Ort

Die Buchstaben ziehen um. Foto: Buchstabenmuseum

Die Buchstaben ziehen um. Foto: Buchstabenmuseum

Das Buchstabenmuseum ist umgezogen! Vor einiger Zeit berichteten wir bereits über diese liebenswerte Initivative, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Leuchtreklame, Werbeschriftzüge und Embleme zu sammeln, um sie vor der Zerstörung zu bewahren und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Nach dem die Sammlung schnell immer größer wurde, ist nun das Museum vom Spittelmarkt in die Markthalle am Alexanderplatz in größere Räume umgezogen. Urbanophil hat sich umgesehen und ist begeistert: Die Buchstaben haben nun viel Platz und können in mehreren kleinen Räumen bestaunt werden – der ein oder andere Schriftzug ist sicherlich dabei, den man in der Stadt gesehen, vielleicht sogar  schon vermisst hat.

Informationen zum Museum und viele Buchstaben gibt es hier.

Öffnungszeiten:
Do – Sa 13 – 15 Uhr,
Eintritt: 2,50 Euro

Karl-Liebknecht-Straße 13, Markthalle „Berlin Carré“, 1.OG
10178 Berlin – Mitte
U+S Alexanderplatz

Städtebau & Architektur →

Gebautes wurde zu Papier gebracht, zu Papier gebrachtes aber nicht immer gebaut!


Ausstellung: Das ungebaute Berlin

Zwei Ausstellungen, die sich irgendwie ergänzen. Stadtpläne, Zeichnungen und Vogelperspektiven gleichen nicht immer der gebauten Realität, viele Pläne bleiben wiederum unrealisiert in den Schubladen ihrer Entwerfer.

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Landpartie zum Rohkunstbau

Im ehemaligen Foyer des Hotels: Ivory Tower von Johanna Smiatek. Foto: Roland Horn.

Im ehemaligen Foyer des Hotels: Ivory Tower von Johanna Smiatek. Foto: Roland Horn.

Wunderschön gelegen am Schlänitzsee liegt das kleine Schloss Marquart, bis zur Machtergreifung der Nazis ein Hotel der Kempinski-Kette. Anschließend wurde es durch verschiedene Nutzer im Inneren immer wieder verändert, was den besonderen Reiz beim Durchwandern der Räume ausmacht. Eigentlich ist das Schloss nicht zugänglich, im Sommer aber gastiert hier die XVII. Rohkunstbau-Ausstellung. Ab heute werden werden zeitgenössische Kunstwerke, Installationen und Videoarbeiten von 10 Künstlern aus verschiedenen Ländern zum Thema  „ATLANTIS II – Hidden Histories – Imagined Identities“ gezeigt. Einmalig an diesem Ort ist die Verbindung von moderner Kunst, morbider Atmosphäre, Schlossarchitektur und traumhaften Ausblicken in den Schlosspark und auf das blaue Wasser des Sees. Die Idee des versunkenen paradiesischen Atlantis passt zu diesem aus der Zeit gefallen Ort.

Nach Marquardt fährt die Regionalbahn ab Potsdam Hauptbahnhof. Mit dem Fahrrad ist das Schloss auch zu erreichen – auf schönen Wegen entweder ab Werder oder Potsdam.

XVII. ROHKUNSTBAU
ATLANTIS II – Hidden Histories – Imagined Identities,
09.07. – 12.09. 2010, Schloss Marquardt / Potsdam
Fr 14-19 Uhr, Sa+So 12-19 Uhr
Eintritt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro
mehr Informationen: www.rohkunstbau.de

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