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Schlagwort »Autobahn«
Kunst & Kultur →

Concrete Evidence: 1m

Concrete Evidence, Juni 2015

Concrete Evidence, Juni 2015

Seit Mai 2015 ist im Hans-Baluschek-Park in Berlin-Schöneberg eine großartige Skulptur des belgischen Künstlers Lodewijk Heylen mit dem Titel „Concrete Evidence: 1m“ zu sehen. Die Skulptur besteht aus einem 1 Meter kurzen Autobahn-Abschnitt, der hinsichtlich seiner Abmessungen exakt den Standards der „Richtlinien für die Anlage von Straßen – RQ 36“ entspricht. Die Skulptur erreicht so eine Breite von 36 Metern mit je drei Fahrspuren, allerdings bei nur einem Meter Länge, so dass man beim Vorbeiradeln durch die Fahrrad-Rennstrecke des Hans-Baluschek-Parks genau hinsehen muss, um auf sie Aufmerksam zu werden.

Heylen is fascinated by the effects and impact of large scale building projects in our post industrial environment and the process of regulation, standardisation and normalisation associated with it.

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Kunst & Kultur →

Roadtrip Ruhr – A40-Sperrung am 18.07.2010

Eine der Aktionen der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010, der wohl von vielen am meisten entgegengefiebert wurde ist die Sperrung der A40 an diesem Sonntag. Erwartet werden 1 Mio. Teilnehmer, die die vollständig gesperrte Autobahn auf- und abradeln oder -laufen werden. Zusätzlich wird ein 60 km langer „Tisch der Kulturen“ aufgebaut, an dem sich die kulturelle Vielfalt der Ruhrregion darstellen wird.
Der WDR wird eine 360°-Ansicht des Events produzieren. Für alle, die an diesem Wochenende nicht in den Pott fahren können, überträgt ARTE die Veranstaltung live im Fernsehen!

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Abstimmen! Internet-Umfrage zur A100

Die stadtraumzerschneidende A100 im Westen - nun auch bald im Osten der Stadt?

Die stadtraumzerschneidende A100 im Westen Berlins - nun auch bald im Osten der Stadt? (Foto von Schrottie via flickr)

Der Senat ist für die Erweiterung der A100, denn der „Ausbau ist ohne Alternative„. Hingegen beklagen Umweltschutzverbände und Anwohnerinitiativen die hohen Kosten und Folgewirkungen des Ausbaus und auch der Bürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg befürchtet negative Auswirkungen für den Bezirk und prüft eine Normenkontrollklage gegen das Projekt.

Weniger kritisch sieht der Straßenplaner Thomas Richter das Projekt, da es den Schleichverkehr reduziert und Fahrzeiten verkürzt. Trotzdem meint auch er, dass „im Prinzip […] beide Seiten recht“ haben und die Argumente der Kritiker berechtigt sind. Unbeantwortet bleibt allerdings die Frage, ob die vielen Millionen nicht woanders (z.B. Stärkung des Radverkehrs und ÖPNV) viel besser, weil umweltverträglicher ausgegeben werden. Und welch zerschneidende Wirkung eine solche Autobahn im Stadtraum hat, lässt sich hervorragend am westlichen Autobahnring begutachten…

Konnte Berlin vor kurzem stolz verkünden, dass der motorisierte Individualverkehr in den letzten Jahren leicht zurückgegangen ist und der Anteil des Radverkehrs gestiegen, so wird nun an einem gegenteiligen Konzept festgehalten – dem „Zurück zum Beton“, wie es Daniel vom Stralau-Blog auf Spreeblick formulierte.

Wer seinen Unmut gegen das Projekt zumindest in kleiner Form kundtun möchte, kann dies nun auf tagesspiegel.de in der Internet-Umfrage zur A100 machen.

Urbane Mobilität →

Aktionen gegen Autobahnausbau

Der Berliner Senat will die Stadtautobahn A100 verlängern, was inzwischen auf vielfachen Widerstand stösst. Denn für den Ausbau der Autobahn werden 4 Wohnhäuser und das Gebäude der Osthafendirektion abgerissen. Zudem befürchten Kritiker zusätzliche Lärm- und Feinstaubbelastungen entlang der neuen Trasse, sowie das Entstehen einer innerstädtischen Barriere.

Informationen finden sich bei der Bürgerinitiative BISS Berlin, die auch Hinweise für das Einreichen von Einwendungen gibt. Heute findet eine Info-Veranstaltung zur Planfeststellung der Stadtautobahn A100 statt (Beginn 19:00 Uhr, JugendSchiff „Freibeuter“, Kynaststr. 17, Nähe Ostkreuz). Eingeladen sind:

  • Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
  • Dr. Franz Schulz, Bürgermeister Friedrichshain-Kreuzberg
  • Bürgerinitiative Stadtring Süd (BISS)

Zudem findet ein am 21.03.ein symbolischer Trauermarsch statt. Wer mehr lesen will, findet hier weitere Links zu Pro- und Contra-Argumenten:


Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Wohnen in China – Abriss und Neuentdeckung der Hutongs

Hutongs in Peking (Bild von curiousgeoff)

Die Hutongs – die tradionelle Wohnbebauung in China – sind vielfach für olympische Bauten und neue Wohnprojekte abgerissen worden. In Peking beherbergen sie noch etwa die Hälfte der Bevölkerung, verschwinden aber zunehmend aus dem Stadtbild – insbesondere in der Innenstadt (hierzu eine tolle Bilderreihe).

Wo letztes Mal noch ein Altstadtviertel war, stehen jetzt Bürotürme, Einkaufszentren oder mehrspurige Autobahnen. Nirgends auf der Welt verändern Städte ihr Gesicht so schnell wie in China. (Quelle: drs.ch)

Mit dem zunehmenden Verschwinden der traditionellen Strukturen wächst gleichzeitig ein Bewusstsein für diese Bauform und deren kulturellen Bedeutung. Mit jedem Neubau verschwindet auch ein Stück des alten Chinas. Aus diesem Bewusstsein heraus gründetete das Beijing Cultural Heritage Protection Center (CHP) das Netzwerk Friends of old Beijing, welches sich um die Bewahrung der alten Baustrukturen kümmert. Über die Aktivitäten des Netzwerks und die den Wandel berichtet das Schweizer Radio DRS in dem Beitrag „Hofhaus zum Hochhaus – Wohnen in China“, den es online zu hören gibt.

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