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Schlagwort »Baku«
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urbanoREISE#3 – Aserbaidschan, Georgien und Armenien

Teil 1: Aserbaidschan

Ein Beitrag von Gastautor Michael Wagener 

Hitler,Stalin,Lenin,Putin auf einem Markt in Baku

Hitler, Stalin, Lenin, Putin auf einem Markt in Baku

Der Kölner Dom war das Ziel der weitesten Reise, die meine Oma je gemacht hat. Eine Stunde Fahrtzeit aus einem kleinen Dorf im Sauerland. Ihr Enkel sitzt nun auf einer Holzbank im höchsten Bergdorf Aserbaidschans. Die Stimmung bei Sonnenaufgang lässt mich an Oma denken, während die Bauern Kühe und Schafe auf die Felder treiben. Sabine und Christian, meine Reisepartner, schlafen noch ihren Wodkarausch aus. Nach fünf Stunden Fahrt sind wir in der Dunkelheit aus Baku in Xinaliq angekommen und werden freundlich in der Familie von Rachman aufgenommen. Unser Homestay für eine Nacht. Xinaliq liegt auf 2335 Metern und ist nur durch eine schmale Passstrasse erreichbar.

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Oil Rocks – Die Stadt auf dem Meer

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Das Meer ist bis heute nicht vollständig erforscht, es lässt sich vom Menschen nicht zähmen und es ist auch bislang kaum als Lebensraum erschlossen worden. Und so fasziniert das Meer bis heute und bleibt mysteriös und anziehend. Dass bietet natürlich die idealen Voraussetzungen für fantastische Ideen. Und so gab es immer wieder Utopien von Städten am Meeresgrund. Zuletzt wurde diese Utopie in beeindruckender Detailverliebtheit im Art-Deco-Stil vom Videospiel „Bioshock“ inszeniert.
Doch während es unter dem Meer bislang keine Stadt gibt, wurde tatsächlich der Versuch unternommen, auf dem Meer zu siedeln. Denn die Sowjetunion, die nach dem zweiten Weltkrieg ihren Öldurst stillen musste, ging ungewöhnliche Wege, um das „schwarze Gold“ zu fördern.
300 km vor der Küste Aserbaidschans, mitten im Kaspischen Meer liegt Neft Daslari, die Ponton-Stadt. 1949 begann die Offshore-Ölförderung im Kaspischen Meer und damit der Aufbau von Neft Daslari, zunächst für Wanderarbeiter geplant, schnell zu einer richtigen Stadt erweitert. Zur Blütezeit waren 2.000 Fördertürme in Betrieb, verbunden miteinander und mit dem Stadtzentrum über mehr als 300 Brücken, auf denen schwere sowjetische Lkw fahren können. Bis zu 5.000 Menschen lebten und leben in Neft Daslari. Es gibt 9-geschossige Plattenbauten, ein Kulturzentrum und ein paar Kneipen und eine Limonadenfabrik.
Nach der politischen Wende wurde zunächst die Ölförderung von Aserbaidschan gedrosselt. Und so verfielen Teile der Anlage, Brücken stürzten ein oder wurden unpassierbar. Doch die Stadt wurde nicht aufgegeben und so wird auch heute noch Öl gefördert und dem städtischen Treiben in Neft Daslari nachgegangen.

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Der schweizer Dokumentarfilmer Marc Wolfensberger hat Neft Daslari in seinem 52-minütigen Film „OIL ROCKS – City above the Sea (La Cité du Pétrole)“ portraitiert. Er war einer der ersten Ausländer, der eine Drehgenehmigung bekommen hat. Da der Film mit Unterstützung des MDR entstand, lief er bereits einige Male im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Also: Augen offenhalten und bitte hier einen kurzen Hinweis geben, wenn der Film mal wieder gezeigt wird!

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Wir sehen uns in Baku: Eurovision & Stadtentwicklung

Der Gewinn des Eurovision Song Contest 2011 war mehr als ein musikalischer Erfolg für Aserbaidschan. Das zwischen Russland, Georgien, Armenien und dem Iran gelegene Land ist vielen Europäern gänzlich unbekannt. Mit dem Ende der Sowjet Union hat das Land erstmals selbst von seinem Öl- und Gasreichtum profitiert. Die auf einer Halbinsel am Kaspischen Meer befindliche Hauptstadt Baku (Azeri: Baki) mit seinen ca. 2 Millionen Einwohner kann sich wohl zu einem der größten Profiteure des neuen Ölreichtums zählen. Vor vier Jahren wurde in der Stadt ein umfangreiches Stadterneuerungsprogramm begonnen.

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