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Schlagwort »Berlin«
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Gleich zwei Ziele auf einmal

Die mangelnde Einbeziehung der Spree in den Stadtraum und als Lebensqualität wurde früher oft beklagt. Seitdem wurden in den letzten Jahren einige Anstrengungen unternommen. Nach einem Artikel der Taz geht jetzt eine weiteres Projekt in die Realisierungsphase, welches gleich mit dem ursprünglichen Grund der Vernachlässigung der Spree aufräumen soll: Die Verschmutzung des Wassers durch die Mischkanalisation.

Das Projekt nennt sich „Spree 2011“ und die Planungen sind schon einige Jahre alt. Jetzt hat das Bundesforschungsministerium die Gelder genehmigt, um ein Pilotprojekt zwischen Universal- und MTV-Gebäude im Osthafen zu realisieren.

Die Idee ist bei diesem Vorhaben dabei sehr einfach. Das Schmutzwasser, welches die Mischkanalisation bei starkem Regen nicht mehr verkraften kann, wird in Modulbehältern in der Spree aufgefangen bis der Niederschlag nachgelassen hat und das Wasser wieder in die Kanalisation gepumpt werden kann. Gleichzeitig dienen die modularen Behälter als Pontons für eine schwimmende Insel. Ein Projekt mit dem gleich zwei Ziele verfolgt werden sollen: Die Verbesserung der Wasserqualität und die Rückgewinnung der Spree als Badewasser.
Hoffentlich stellen sich die technischen Probleme nicht als zu gravierend heraus. Nicht auszumalen, wenn die Schickeria der Musikindustrie ihren Latte in fäkalgeruchsgeschwängerter Luft zu sich nehmen muß.

Kunst & Kultur →

Die Strasse als Bühne

Die Wrangelstrasse wird auch die Lindenstrasse Berlins genannt. Ob dies Mariano Pensotti oder dem Hebbel-Theater bekannt war und sie deshalb ihr neues Theaterstück „La Marea“ dorthin verlagert haben, ist allerdings nicht bekannt. Parallelen zu der Fernsehserie scheint es jedoch zu geben. Gesperrt zwischen der Oppelner- und Falckensteinstrasse werden an mehreren Orten auf und neben der Strasse Schlüsselmomente des alltäglichen Lebens gespielt. Bespielt werden Wohnungen, Ladenlokale und die Strasse. Die Szenen wiederholen sich und der Besucher kann so die verschiedenen Stationen besuchen und Einblick in alltäglich-banale, bekannte aber doch tiefergehende Momente der Bewohner nehmen. Eine Geschichte über den Reichtum, im guten wie im schlechten Sinne, des „normalen Lebens“. Und das Wetter scheint dies ebenfalls bei der Premiere honoriert zu haben.

(Quelle: Berliner Zeitung)

Ort: Wrangelstrasse, 9.-12. Mai, ab 21:30 Uhr, Eintritt frei

Kunst & Kultur →

Zwischenfüllung

Berlin ist die Stadt der Zwischennutzungen. Hier ein schon nicht mehr so aktuelles Beispiel einer etwas anderen Zwischennutzung von der Bienale in Istanbul.


(Quelle: http://alexanderandbonin.com/artists/salcedo/salcedo.html)

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Stadtgeräusche – Berlin ins Ohr

Vor eineinhalb Monaten haben wir noch die Frage nach den Geräuschen einer Stadt und deren Aufzeichnung sowie Aufbewahrung gestellt, da haben wir jetzt die Antwort: Berlincast.com

Berlincast ist genau dieser Versuch, die Klänge und Geräusche von Berlin zu sammeln. Und alles ist dabei: Friedrichstraße, Teufelsberg, Warschauer Brücke und das Schlesische Tor (und natürlich noch mehr Orte). Auf jeden Fall eine feine Sache. Und wenn man ein Mensch ist, der zu Heimweh neigt, dann lädt man sich Berlin auf seinen Mp3-Player… und alles ist gut.

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Kiezidentität durch Widerstand

Im Kreuzberger Wrangelkiez in Berlin wird gerne die Geschichte erzählt, wie sich die Anwohner einst erfolgreich gegen die Eröffnung einer McDonald’s-Filiale gewehrt haben. Der Graffittspruch „This is not america. Here is not everywhere“ über einem Supermarkt erinnert heute noch an den Widerstand.

Doch die Fast-Food-Kette unternimmt dieser Tage einen zweiten Anlauf in dem bisher von großen Ketten gemiedenen Stadtteil Fuß zu fassen. Die Bemühungen laufen dabei schon seit 2000 einen Drive-In gegenüber eines Oberstufenzentrums zu errichten. Und wie früher organisiert sich Widerstand gegen das Vorhaben. Vor allem wird das globale Unternehmen als Gefahr für die gewachsene Kiezstruktur mit fast ausschließlich Einzelhandel gesehen. Ein Treffen am 9.Mai soll Aktionen und Aktivisten zusammenführen. Ob es allerdings gelingt wie damals den Bau zu verhindern, muss sich noch zeigen. Zum einen wurde mit dem Bau bereits begonnen und auch der Bezirk unterlag den letzten Jahren vielfältigen Veränderungen (besonders seiner Bewohnerstruktur).

Treffen: 9.Mai, 19 Uhr, Falckensteinstr. 6, 10997 Berlin

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