Follow us on: Facebook · Twitter · RSS
 
Schlagwort »Bierpinsel«
Städtebau & Architektur →

Buchankündigung: Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte

Internationales Congress Centrum Berlin

Das ICC im Herbst 2010

Um das Werk von Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte ist es aktuell nicht gut bestellt: Das ICC steht leer, die Messegesellschaft fordert immer wieder lauthals den Abriss und die Politik ist offensichtlich konzeptlos, diskutiert seit Jahren über die Zukunft des Gebäudes und wirft immer aberwitzigere Ideen zur Nachnutzung in den Ring. Der Bierpinsel rottet seit 2011 vor sich hin, auch weil die Bezirkspolitik und -verwaltung der vermeintlich “temporären” Graffiti-Aktion mangels eigener Ideen zustimmte und seither offenbar machtlos den Zustand des Turms hinnimmt. Und der U-Bahnhof Schloss-Straße steht offenbar eine Entstellung durch “Verschönerung” durch die BVG unmittelbar bevor, wie Peter Neumann in der Berliner Zeitung vor kurzem frohlockte.
Umso wichtiger endlich diejenigen zu Wort kommen zu lassen, die Berlin diese außergewöhnlichen Bauwerke schenkten: Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte. Das vor dem Tod ihres Mannes begonnene Buchprojekt hat Frau Schüler-Witte nun vollendet und erzählt darin von den gemeinsamen Lebens- und Arbeitsjahren:

Städtebau & Architektur →

Wir müssen darüber reden: Der problematische Umgang der BVG mit ihrem architektonischen Erbe

Die originalen Lampen sind ausgeschaltet, stattdessen werden Halbkugelleuchten benutzt. Auch zu sehen: die grüne Farbe, die aktuell auf den Sichtbeton aufgebracht wird.

Umgestaltung im U-Bahnhof Schlossstraße: Auf den Sichtbeton wird eine grüne Farbe aufgebracht, die Stationsschilder werden durch neue ersetzt (rechts), die mit glatter Oberfläche, einer anderen Schrifttype und lediglich aufgemalten Einkerbungen wenig mit dem Original zu tun haben. Die originalen Lampen in den gelben Auskragungen sind bereits ausgeschaltet, stattdessen werden Halbkugelleuchten an der Decke genutzt.

Der Abriss von Rainer Rümmlers ikonischem Eingangspavillon am Berliner U-Bahnhof Bayerischer Platz (eröffnet 1971) war der erste wirklich sichtbare Akt einer besorgniserregenden Entwicklung: seit Jahren werden kleinere, aber dafür nicht minder zerstörende Maßnahmen wie das unsensible Austauschen von Bodenbelägen, Stützenverkleidungen, Wandkeramik oder willkürliche Neuanstriche und konzeptionslose Folienbeschichtungen in Bahnhöfen wie Bismarckstraße, Fehrbelliner Platz, Bundesplatz, Nauener Platz, Osloer Straße, Adenauer Platz Richard-Wagner-Platz und anderen Bahnhöfen vollzogen und blieben dabei leider weitgehend unbemerkt. In den letzten Tagen wurden erneut Pläne zur Sanierung von U-Bahnhöfen bekannt, die beispiellos substanzzerstörend sind.

Dabei gehört das ungewöhnlich umfangreiche und erstaunlich epochengemäße U-Bahnnetz, das während der Teilung der Stadt auf West-Berliner Seite um über 80 Stationen erweitert wurde, zu den Spezifika Berlins. Während die Bahnhöfe, die bis 1960 entstanden sind fast alle unter Denkmalschutz stehen, erleiden die Bahnhöfe der Technikmoderne gerade einen Sanierungsschlag, der nichts mehr von diesem Erbe übrig lassen wird.

Städtebau & Architektur →

Ein Herz für schöne Bausünden

Kaufhaus in Regensburg. Quelle: Karl Seehausen via aspekte.zdf.de

Über Geschmack lässt sich streiten – und auch darüber, was eine Bausünde ist. “Eine gute Bausünde hat einen sehr starken Wiedererkennungswert, hat Mut, greift daneben und sprengt den Kontext”, wie die Architekturhistorikerin Turit Fröbe in einem sehenswerten Beitrag auf dem Themenportal “Die schönsten Bausünden” der Sendung “aspekte” formuliert. Auf ihrem Gang durch Bielfelder Einfamilienhaussiedlungen zeigt sich ihr humorvoller Blick auf die Architektur-Skurrilitäten, die es überall zu entdecken gibt.

URBANOPHIL →

TV Tipp Abendschau: Berlin, schrecklich schön


Diese Woche widmet sich die rbb-Abendschau Orten mit hohem Streitwert. Es geht um Orte, Bauwerke und Plätze, die manche “ganz schön schrecklich und andere ganz schrecklich schön finden”. Heute Abend in der Sendung, die um 19.30 beginnt und Nachrichten aus Berlin und Brandenburg bringt, geht es um den Bierpinsel. Urbanophil findet den Bierpinsel bekanntermaßen schrecklich schön. Die guten Gründe dafür erklärt unser urbanophil-Bierpinselexperte Lukas Foljanty dem rbb-Team. Reinschauen! 19.30 Uhr, rbb. Auch online live und in der Mediathek.

urbanoQUIZchen →

urbanoQUIZchen#4: Schüler/Schüler-Witte

urbanoQUIZchen#4: Schüler/Schüler-Witte

Herzlichen Glückwunsch - Sie haben urbanoQUIZchen#4: Schüler/Schüler-Witte beendet.

Sie haben %%SCORE%% von %%TOTAL%% Punkten erreicht.

Ihre Leistung wird folgendermaßen bewertet: %%RATING%%

Weitere Infos zum Verkehrsknoten Steglitz und Schüler/Schüler-Witte gibt es hier: http://www.urbanophil.net/index.php/architektur/endlich-literatur-zum-steglitzer-bierpinsel/
Die Antworten sind unten hervorgehoben
Frage 1
Quelle: Wikimedia/IngolfBLN, CC-BY-SA 2.0, http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Berlin_-_U-Bahnhof_Blissestraße_-_Linie_U7_(6443688697).jpg

Quelle: Wikimedia/IngolfBLN, CC-BY-SA 2.0, http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Berlin_-_U-Bahnhof_Blissestraße_-_Linie_U7_(6443688697).jpg

Weshalb wurde der U-Bahnhof Blissestraße, trotz gewonnenem Architekturwettbewerb, nicht von Schüler/Schüler-Witte gestaltet?
A
Der Entwurf von Schüler/Schüler-Witte wurde zwar von der Jury als bester des Wettbewerbs geehrt, stellte sich aber als erheblich teurer aus, als ursprünglich geplant.
B
Rainer Rümmler, Oberbaurat und der "Grenander" des Nachkriegs-U-Bahnbau in Berlin, intervenierte, weil ihm der Entwurf zu radikal war. Seine Formensprache war (noch) weitaus zurückhaltender und arbeitete mit einfarbigen Kleinfließen mit weißem Schriftband.
C
Bernhard Hermkes, in dessen Büro Ralf Schüler und Ursulina Witte jobbten, war Jury-Mitglied.
Question 1 Explanation: 
Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte waren im Studium Schüler von Hermkes und begannen 1961 in dessen Büro mitzuarbeiten. Ralf Schüler wurde so faktischer Urheber des Gebäudes der Architekturfakultät der TU Berlin. Der Entwurf für den U-Bahnhof Blissestraße war der erste eigenständige Wettbewerbsbeitrag der beiden. Die Jury-Teilnahme führte zwar zum Ausschluss der beiden, da ihr Entwurf aber so überzeugte, bekamen sie von Bausenator Schwedler das Angebot, einen U-Bahnhof ihrer Wahl ohne Ausschreibung gestalten zu dürfen. Ihre Wahl fiel auf den U-Bahnhof Schloßstraße.
Frage 2
Wie hoch liegt der Nutzwertfaktor der Aufzugsanlange des Bierpinsels? Der Nutzwertfaktor berechnet sich aus der Besucherkapazität des Turms pro Stunde durch die Beförderungskapazität der Aufzüge pro Stunde.
A
1,31
B
2,35
C
0,97
Question 2 Explanation: 
Mächtig stolz war man auf die Duplex-Aufzugsanlage, der ein kleines Kapitel in der Vermarktungsbroschüre des Bierpinsels gewidmet wurde. Man bemühte sich hervorzuheben, dass mit einem Wert von 1,31 der Bierpinsel weit vor den Fernsehtürmen in Hamburg, Dortmund oder Stuttgart und auch als der Funkturm in Berlin läge.
Frage 3
Welches der folgenden Projekte wurde von Schüler/Schüler-Witte nicht gestaltet?
A
Entwurf für den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses
B
Feuerwehrwache Wiener Straße, Kreuzberg
C
Rosa Luxemburg-Mahnmal am Landwehrkanal
Question 3 Explanation: 
Die Feuerwehrwache Wiener Straße stammt von Rainer Rümmler, der bei weitem nicht nur U-Bahnhöfe in Berlin gestaltet hat. Und ja: Schüler/Schüler-Witte setzten sich 1990 für den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses ein. Allerdings weitestgehend unbeachtet.
Frage 4
Welche Nutzung befand sich zur Eröffnung im Jahr 1976 im Bierpinsel?
A
1. Turmgeschoss: Bierkneipe 2. Turmgeschoss: Showroom für Russische Exportwaren 3. Turmgeschoss: Restaurant für deutsche Küche
B
1. Turmgeschoss: Weinkeller 2. Turmgeschoss: Argentinisches Steakhaus 3. Turmgeschoss: Café
C
1. Turmgeschoss: Luftschifffahrt-Themenrestaurant 2. Turmgeschoss: Hertha BSC-Fanlokal 3. Turmgeschoss: Wiener Kaffeehaus
Question 4 Explanation: 
Sehr zum Leid von Schüler/Schüler-Witte hatten die beiden Architekten keinen Einfluss auf die Imnenraumgestaltung des Bierpinsels. Und so entstand auf 26 m Höhe tatsächlich ein rustikaler Weinkeller und darüber ein Steakhaus im Cowboy-Kitsch.
Frage 5
Der Bierpinsel hat über 1.000 m2 Nutzfläche. Aber wie groß ist seine Schaftgrundfläche?
A
150 Quadratmeter
B
66 Quadratmeter
C
42 Quadratmeter
Question 5 Explanation: 
Die Fundamentplatte des Bierpinsels ist ca. 150 Quadratmeter groß. Die Grundfläche des Turmschafts hat aber nur 42 Quadratmeter. Die Tragwerkskonstruktion, die dem gotischen Kathedralbau entlehnt ist, erlaubt die starke Auskragung, um die 1.000 Quadratmeter Nutzfläche zu erzeugen.
Zur Beendigung des Tests, bitte den unteren Button anklicken. Alle Fragen, die nicht beantwortet wurden, werden als falsch bewertet. Ergebnisse anzeigen
5 Fragen zur Fertigstellung.
  • Terminkalender

    Apr
    22
    Mi
    10:00 Geteilt/vereint – 29. Berliner D... @ Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
    Geteilt/vereint – 29. Berliner D... @ Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
    Apr 22 @ 10:00 – 19:00
    Geteilt/vereint - 29. Berliner Denkmaltag @ Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin | Berlin | Berlin | Deutschland
    Unter dem Titel "Geteilt / Vereint – Unser gemeinsames Erbe in Lichtenberg entdecken" lädt das Landesdenkmal Berlin am 22. April 2015 zum 29. Denkmaltag ein. Themenschwerpunkt ist der Bezirk Lichtenberg, dessen Denkmale in Vorträgen und[...]
    Mai
    7
    Do
    16:00 Bürgersprechstunde zu Fragen run... @ IGA-Markthalle
    Bürgersprechstunde zu Fragen run... @ IGA-Markthalle
    Mai 7 @ 16:00 – 18:00
    An jedem ersten Donnerstag im Monat beantwortet das IGA-Team Fragen rund um die Internationale Gartenausstellung im persönlichen Gespräch. Im Gegensatz zu den vielfältigen Informationsveranstaltungen werden bei dieser Veranstaltung keine Themen aktiv vorgestellt. Vielmehr steht die[...]
    Jun
    4
    Do
    16:00 Bürgersprechstunde zu Fragen run... @ IGA-Markthalle
    Bürgersprechstunde zu Fragen run... @ IGA-Markthalle
    Jun 4 @ 16:00 – 18:00
    An jedem ersten Donnerstag im Monat beantwortet das IGA-Team Fragen rund um die Internationale Gartenausstellung im persönlichen Gespräch. Im Gegensatz zu den vielfältigen Informationsveranstaltungen werden bei dieser Veranstaltung keine Themen aktiv vorgestellt. Vielmehr steht die[...]

    View Calendar

  • Neuste Kommentare

  • Häufig genutzte Schlagworte

  • nach oben ↑
    Themen