Städtebau & Architektur →
Ein Herz für schöne Bausünden

Kaufhaus in Regensburg. Quelle: Karl Seehausen via aspekte.zdf.de
Über Geschmack lässt sich streiten – und auch darüber, was eine Bausünde ist. “Eine gute Bausünde hat einen sehr starken Wiedererkennungswert, hat Mut, greift daneben und sprengt den Kontext”, wie die Architekturhistorikerin Turit Fröbe in einem sehenswerten Beitrag auf dem Themenportal “Die schönsten Bausünden” der Sendung “aspekte” formuliert. Auf ihrem Gang durch Bielfelder Einfamilienhaussiedlungen zeigt sich ihr humorvoller Blick auf die Architektur-Skurrilitäten, die es überall zu entdecken gibt.
URBANOPHIL →
TV Tipp Abendschau: Berlin, schrecklich schön

Diese Woche widmet sich die rbb-Abendschau Orten mit hohem Streitwert. Es geht um Orte, Bauwerke und Plätze, die manche “ganz schön schrecklich und andere ganz schrecklich schön finden”. Heute Abend in der Sendung, die um 19.30 beginnt und Nachrichten aus Berlin und Brandenburg bringt, geht es um den Bierpinsel. Urbanophil findet den Bierpinsel bekanntermaßen schrecklich schön. Die guten Gründe dafür erklärt unser urbanophil-Bierpinselexperte Lukas Foljanty dem rbb-Team. Reinschauen! 19.30 Uhr, rbb. Auch online live und in der Mediathek.
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urbanoQUIZchen#4: Schüler/Schüler-Witte
urbanoQUIZchen#4: Schüler/Schüler-Witte
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Weitere Infos zum Verkehrsknoten Steglitz und Schüler/Schüler-Witte gibt es hier: http://www.urbanophil.net/index.php/architektur/endlich-literatur-zum-steglitzer-bierpinsel/Frage 1 |
Weshalb wurde der U-Bahnhof Blissestraße, trotz gewonnenem Architekturwettbewerb, nicht von Schüler/Schüler-Witte gestaltet?Der Entwurf von Schüler/Schüler-Witte wurde zwar von der Jury als bester des Wettbewerbs geehrt, stellte sich aber als erheblich teurer aus, als ursprünglich geplant. | |
Rainer Rümmler, Oberbaurat und der "Grenander" des Nachkriegs-U-Bahnbau in Berlin, intervenierte, weil ihm der Entwurf zu radikal war. Seine Formensprache war (noch) weitaus zurückhaltender und arbeitete mit einfarbigen Kleinfließen mit weißem Schriftband. | |
Bernhard Hermkes, in dessen Büro Ralf Schüler und Ursulina Witte jobbten, war Jury-Mitglied. |
Frage 2 |
Wie hoch liegt der Nutzwertfaktor der Aufzugsanlange des Bierpinsels? Der Nutzwertfaktor berechnet sich aus der Besucherkapazität des Turms pro Stunde durch die Beförderungskapazität der Aufzüge pro Stunde. 1,31 | |
2,35 | |
0,97 |
Frage 3 |
Welches der folgenden Projekte wurde von Schüler/Schüler-Witte nicht gestaltet?Entwurf für den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses | |
Feuerwehrwache Wiener Straße, Kreuzberg | |
Rosa Luxemburg-Mahnmal am Landwehrkanal |
Frage 4 |
Welche Nutzung befand sich zur Eröffnung im Jahr 1976 im Bierpinsel?1. Turmgeschoss: Bierkneipe
2. Turmgeschoss: Showroom für Russische Exportwaren
3. Turmgeschoss: Restaurant für deutsche Küche | |
1. Turmgeschoss: Weinkeller
2. Turmgeschoss: Argentinisches Steakhaus
3. Turmgeschoss: Café | |
1. Turmgeschoss: Luftschifffahrt-Themenrestaurant
2. Turmgeschoss: Hertha BSC-Fanlokal
3. Turmgeschoss: Wiener Kaffeehaus |
Frage 5 |
Der Bierpinsel hat über 1.000 m2 Nutzfläche. Aber wie groß ist seine Schaftgrundfläche?150 Quadratmeter | |
66 Quadratmeter | |
42 Quadratmeter |
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Übersicht |
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →
Stadtentwicklung im doppelten Berlin
Am Donnerstag, 29.9., startet die spannende sechsteilige Vortragsreihe “Teilung und Mauer – Stadtentwicklung im doppelten Berlin”. Im 50. Jahr des Baus der Mauer und 20 Jahre nach ihrem Fall soll sie einen nüchternen Blick auf die städtebauliche Entwicklung Berlins während der Zeit der Teilung richten, denn…
…ein solcher Blick zeigt eine Reihe von Parallelitäten und Gemeinsamkeiten – ungeachtet der konträren politischen Systeme und der in beiden Teilstädten gültigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Konstellationen.
Je zwei Zeitzeugen beleuchten verschiedene Facetten der Stadtentwicklung Berlins. Hierzu zählen die Planung der beiden Berliner Zentren, Strategien der Stadterneuerung, Verkehrsplanungskonzepte und der Umgang mit Bürgerprotesten. Ergänzt werden die Vorträge durch Kommentare junger Stadtforscher – auch Mitglieder von Urbanophil werden ihre Sicht auf die Ergebnisse der Planungen im geteilten Berlin verdeutlichen. Veranstaltet wird die Vortragsreihe von der Stiftung Berliner Mauer und der TU Berlin – Urbanophil freut sich, diese Vortragsreihe mit präsentieren zu können.
Termine & Ort:
Städtebau & Architektur →
Gebrochene Versprechen – 13 Monate Turmkunst am Bierpinsel

© Morgenpost, ca. 1980
Das “Turmkunst“-Projekt am Bierpinsel war erfolgreich: Für die Besitzer des Turms zur Wertsteigerung, für die Künstler als PR, für Steglitz als Standort und auch für den Bierpinsel, der durch die Aktion wieder öffentliche Aufmerksamkeit erfahren hat.
Auch urbanophil hat mit den Machern von “Turmkunst” kooperiert und im April und Mai 2010 die fünfteilige Veranstaltungsreihe “Schonungslos retro – urbanophil im Bierpinsel” veranstaltet. Dabei hat urbanophil die Bemalung des verkannten Denkmals Bierpinsel immer kritisch kommentiert, doch zugleich auch das Potential für die öffentliche Inwertsetzung gesehen. Doch dies galt immer im Vertrauen an das Versprechen der Geschäftsführerin der Schloss-Turm GmbH Larissa Laternser, das die Bemalung nach einem Jahr entfernt und der ursprüngliche Zustand des Turms wiederhergestellt würden. Es sind mittlerweile 13 Monate vergangenen und der Turm ist immer noch bemalt. Zeit aktiv zu werden!




