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Schlagwort »China«
Digitale Stadt →

Die Vermessung der weltgrößten Migrationsbewegung

Baidu Migration Map

Baidu Migration Map |11.2.2014 | 20h| GMT +8

Mit dem Chinesischen Neujahr am 1. Februar wurde sie wieder eingeläutet- die weltweit größte Migrationsbewegung. Zum so genannten Chunyun (Frühlingsfest) kehren die Chinesen traditionell zu ihren Familien zurück. Da die Mehrzahl der Chinesen nicht an ihrem Heimatort arbeitet, bedeutet das eine gigantische Reisewelle, die per Bahn, Bus und Flugzeug bewältigt werden muss. Allein dieses Jahr werden während des 40-tägigen Fests laut Schätzungen 3,6 Milliarden Trips gemacht (vgl. Fahrgäste Deutsche Bahn Jahr 2012: 2 Mrd.). Das sind über 200 Millionen mehr als im vergangenen Jahr. Dank der weiten Verbreitung von Smartphones ist es Baidu Maps gelungen per GPS die Reisebewegungen von über 200 Millionen Nutzern zu dokumentieren. Das Ergebnis ist eine beeindruckende Visualisierung des Chinesischen Metropolen Netzes. Nicht überrachsend ist, dass die meisten abgehenden Verbindungen in den Wirtschafts- und Industriemetropolen der Ostküste, sowie in den westchinesischen Schwergewichten Chongqing und Chengdu zu verzeichnen sind. In Beijing so scheint es, tauscht sich die Bevölkerung über die Feiertage aus – die Zahl der Einreisenden (Feiertagstouristen) entspricht nahezu die der Ausreisenden (Beschäftigten). Wer des Chinesischen mächtig ist kann sich die Reiseverbindungen mit Start- und Zielort anzeigen lassen. Die Verbindungen werden stündlich festgehalten und können für jeden Tag des Chunyun abgefragt werden.

Städtebau & Architektur →

Richtfeste in China

SH Tower-Jin Mao Tower- SH Financial Tower

SH Tower-Jin Mao Tower- SH Financial Tower

Die Tradition des Richtfestes ist in China eher unbekannt – doch wenn es öffentlichkeitswirksame Rekorde zu feiern gibt – macht man im Reich der Mitte auch mal eine Ausnahme. In der 23 Millionen Metropole Shanghai wurde an diesem Wochenende (4.8.13) das Richtfest des nun zweithöchsten Gebäudes der Welt gefeiert. Der Shanghai Tower mit seinen 125. Stockwerken und 632m Höhe misst sich nun mit dem Burj Khalifa (829m) in Dubai. Der Shanghai Tower gilt als der vor erst letzte Megatower in dem neuen Finanzdistrikt Lujiazui. Nach dem Hochhausplan der Stadt ist das lang ersehnte Trio aus Jin Mao Tower (420m), Shanghai Financial Center (492m) und Shanghai Tower nun komplett. Ob sie nun das von der Politik angestrebte Ziel, Shanghai als Financial Global City zu positionieren, erreichen oder nicht- eindrucksvoll ist die Kulisse allemal. Die Sichtbezüge aus der Stadt, besonders aus den kleinen Gassen der Altstadt kann man gut und geren als  atemberaubend beschreiben. Doch als vertikale symbolische Wall Street möchte der Projektleiter den Tower nicht verstanden haben. Sondern als vertikalen Bund- das alte Handelszentrum Shanghais. Das Leben zwischen den Towern ist, so unstrittig unter den Shanghaiern, eher mühselig. Wer zur Mittagspause mal ins Restaurant auf die andere Straßenseite möchte, muss schon mal einen zwanzigminütigen Umweg bis zur nächsten Kreuzung einplanen. Aber auch hier könnte ein neuer Rekord geholt werden, momentan wird der ganze Bezirk durch aufgeständerte Skywalks verbunden…

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

China und die Hochstrasse: Wuhan sprengt 3.5km Koloss

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Ohne sie wäre der Verkehr in Chinesischen Großstädten kaum vorstellbar. Hochstraßen -im Chinesischen Alltag nur Gaojia genannt- bestimmen Sie vielerorts das Stadtbild. Als beleuchtete Betonwürmer schweben sie im 5. Stock durch die Innenstädte um sich an Kreuzungspunkten in urban verschlugene Skulpturen zu verwandeln. Eines ist klar, die Hochstrassen sind ein prägendes Element der neuen Chinesischen  Metropolen. In den meisten Städten sie sind durch ihre schiere Größe ein Zeichen des Fortschritts, der Urbanisierung und der Wirtschaftskraft, anderenorts, wie in Beijing kann man sie mit ihren Dauerstaus und den negativen Einflüssen auf die umliegenden Wohnquartiere langsam als ein Zeichen der Endlichkeit des Wachstums deuten. Wie lange braucht eine Stadt, eine Wirtschaft Hochstrassen? Was wird aus der Umgebung wenn die Verkehrskolosse verschwinden? Seoul und andere Städte haben dafür bereits Beispiele geliefert. In China werden sie sicherlich noch mehr als 10 Jahre ihre Daseinsberechtigung haben…Doch wie spektakulär die Sprengung einer solchen Hochstrasse aussieht hat die 10 Millionen Stadt Wuhan schon mal gezeigt. Dort wurde vor kurzem eine 3.5km lange Hochstrasse gesprengt.

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Chinese Urban Slang – Schmutzige Sprache

Diagnose: Beijing Cough.  cc-license: \!/_PeacePlusOne

Diagnose: Beijing Cough. cc-license: \!/_PeacePlusOne

Der Beijing Husten und PM 2.5 wurden bereits in das Alltagsvokabular der meisten Shanghaier und Beijinger aufgenommen. Nun kommt ein neues Wort hinzu: Die cross-border-pollution (grenzüberschreitende Verschmutzung). Nachdem die Luftverschmutzung im Norden Chinas  im Januar historische Werte erreicht hatte, hat die kleine Produktionspause über das Chinesische Neujahr (7 Tage Staatsferien) für etwas Aufhellung am Himmel gesorgt. Mit Aufmerksamkeit verfolgen die Städter nun per Smartphone Apps, im Internet oder in den Nachrichten die Belastung der Luft (seit 2011 werden die täglichen Belastungswerte in Shanghai auch in Bus und U-Bahnen angezeigt). Doch nicht nur die Chinesen schenken der enormen Verschmutzung mehr und mehr Aufmerksamkeit. Die neuste Wortschöpfung zum Thema ist den Westwinden geschuldet, die die Luft- bzw. Schmutzmassen von China nach Japan transportieren und aus dem nationalen Problem ein regionales machen (siehe Karte). So macht in den Städten der japanischen Westküste der Begriff der cross-border-pollution die Runde. Die Werte in Westjapan sind mit 50µ/m³noch vergleichsweise niedrig, doch liegen sie bereits über dem von der WHO empfohlenen Maximumwert von  35µ/m³. Alles dadrüber wird als gesundheitsschädlich eingestuft. Zum Vergleich: Berlin erreicht in der Silvesternacht ca. 50µ/m³. Wer die Bilder aus Beijing gesehen hat, weiss wie Werte über 900 µ/m³ aussehen. Mal schauen welches Wort als nächstes kommt…

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Let’s play Honkey Kong!

© Christian Åslund

© Christian Åslund

Der schwedische Fotograf Christian Åslund hat Hong Kong in ein riesiges 2D Game verwandelt. Auf seinen Fotos lässt er Models einer Schuhmarke sich wie die Spielfigur Donkey Kong durch Hong Kongs urbanen Dschungel hangeln. Ideenreich bedient er sich des gesamten Repertoirs des Strassenraumes- mal steigt ‘Honkey Kong’ (Hong Kong+ Donkey Kong) einen Zebrastreifen hinauf, mal hangelt er sich an Strassenpollern über eine Schlucht. Die Fotos wurden mit einer Speziallinse aufgenommen, so dass die Umgebung flacher erscheint. Die Motive wurden von den Dächern der Millionenmetropole aufgenommen. Größtes Problem so Åslund war es erst ein mal auf die Dächer zu kommen. Oben angekommen dirigierte der Fotograf die Models mit Walkie Talkies bis zum perfekten Shot. Ein Blick auf die weiteren Bilder lohnt sich!

via Hong Wrong

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