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Schlagwort »Denkmalpflege«
Städtebau & Architektur →

Tag des offenen Denkmals – ohne die Nachnachvorpostmoderne?


Auch ein Denkmal?

Der „Tag des offenen Denkmals“ hat im Gegensatz zum „Langen Tag der Stadtnatur“ nicht nur eine Berliner, sondern auch eine Europäische Tradition. Um für den Denkmalschutz zu werben, begehen über 45 Länder Europas regelmäßig im August und September die European Heritage Days – und das mit einem vielfältigen Angebot von vielen ehrenamtlichen und privaten Initiativen.

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Städtebau & Architektur →

Die Gropiusstadt


Die Gropiusstadt: bunt oder grau? (Foto: restmodern.de)

In der Veranstaltungsreihe „Schonungslos Retro“ wurde der Schwerpunkt auf die Architektur und Stadtplanung der 1970er Jahre gelegt. Auch Wohngebäude und -siedlungen aus dieser Zeit, wie beispielsweise das Märkische Viertel, und ihre Denkmalwürdigkeit wurden bei Filmabenden und Diskussionsveranstaltungen thematisiert.

Die degewo beginnt nun in der Gropiusstadt mit einer neue Initiative: Unter dem Motto »Gropiusstadt gestern – heute – morgen« führt die Wohnungsbaugesellschaft Kiezführungen durch, die den architektonischen Bau sowie die Geschichte und die geplanten Sanierungsarbeiten näher beleuchten.

Die zweistündige Führung richtet sich an alle, die Interesse an Architektur haben oder an Mieter, »die ihren Kiez besser kennen lernen wollen«, sagt Armin Woy, Stadtführer der degewo. (Neues Deutschland)

Führungen bis zum 7.Juli, mittwochs um 10 und freitags um 18 Uhr. Anmeldungen unter 264 85-21 88 oder per E-Mail unter: sued@degewo.de

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IBA 87′-Wohnturm von John Hejduk verliert sein Gesicht

Kreuzberger Wohnturm
Nachdem zunehmend Gebäude der 60er und 70er in Gefahr sind, abgerissen oder entstellt zu werden, trifft es nun bereits erste Anlagen der Postmoderne: Der im Rahmen der IBA 1987 entstandene Kreuzberger Wohnturm von John Hejduk in der Charlottenstraße wird im Rahmen von Sanierungsarbeiten, die von der neuen Besitzerin der Berlinhaus Verwaltung GmbHzur Zeit durchgeführt werden, erheblich in seiner Gestaltung verändert. So soll das Farbschema sich ändern, größere Balkone angebaut werden und die Markisen über den Fenster entfernt werden.

Hejduks “Turm” – der eigentlich aus einem schlanken 14-geschossigen Hochhaus flankiert von zwei fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern besteht – gehört zu nicht einmal einer Handvoll tatsächlich ausgeführter Arbeiten des einflussreichen Architekten. Von diesen stehen drei Exemplare auf Berliner Boden, allesamt als sozialer Wohnungsbau im Rahmen der Internationalen Bauausstellung “IBA 1987” entstanden.

Der Komplex des Kreuzberg Towers ist bezeichnend für Hejduks späte Entwürfe, die eine nachhaltige Faszination für einfache geometrische Formen, erzählende Mythologie und einen mit vermenschlichenden Darstellungen spielenden Symbolismus offenbaren. Die drei in Berlin ausgeführten Entwürfe Hejduks widersetzten sich damals mit ihrer zurückgenommen Farbpalette aus Grau- und Grüntönen unmittelbar den vorherrschenden postmodernen Trends – vom Architekten selbst waren sie als Hommage an den einzigartigen Himmel und die vorhandene Baustruktur der Stadt gedacht.
Quelle: architectureinberlin

Ob man die Begeisterung für diese Art Architektur nun teilt oder nicht, die Zerstörung von gegenwärtig ungeliebten Bauepochen nimmt besorgniserregende Züge an.

Weitere Informationen
Bilder von dem Stand des Umbaus
Online-Petition gegen den Umbau

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Stadt und Klang – akustische Denkmalpflege

„Das Städtische als ein spezifisches Klangphänomen beginnt historisch mit der verstärkten Intensität und Vielfalt des Glockengeläutes als einem graduellen Unterschied zum Dörflichen oder Höfischen. Nur in der Stadt läuten mehrere Glocken an verschiedenen Stellen und können sich zu einem unorganisierten Klang überlagern, dessen Anlass die Zeit vorgibt.“
(M. Elste „organisiertes Getöse, S.110)

Die Stadt hat also ihren spezifischen Klang. Man erlebt es jeden Tag und nimmt es doch nicht wahr. Interessant ist in diesem Zusammenhang der Bericht „Der Sound der Stadt“ (öffnet direkt die pdf.-Version) in der die Blinde Ivonne Lotze von ihren Eindrücken der Stadt Hamburg berichtet: „Hamburgs Melodie? Wasser. Alle Varianten von Wasser.“ Vielleicht sollte man doch öfter genauer hinhören und sich die besonderen Klänge der Stadt bewusst machen. Mit ein bisschen Überlegen fallem einem dabei eine ganze Menge an Geräuschen und Klängen ein, die einen an bestimmte Städte, bestimmte Orte und bestimmte Zeiten erinnern. Denn jede Stadt hat ihren speziellen Klang. Gibt es eigentlich das Arbeitsfeld „akustische Denkmalpflege“?

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