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Schlagwort »Denkmalschutz«
Städtebau & Architektur →

Ein Fall für sich: Das Rathaus von Elmshorn

Die Geschichte um die Sanierung des Rathaus von Elmshorn zeigt, dass es für die Denkmalpflege oft ungemein schwierig ist, ihre Arbeit zu verteidigen und den baukulturellen Wert eines Gebäudes der 1960er und 1970er Jahre verständlich zu vermitteln. Sobald Baumaßnahmen gestoppt werden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Mißständen von Gebäuden ausgesetzt sind und die Presse negativen Wind verbreitet, werden die Denkmlpfleger als Verhinderer gesehen und die Geäude zur Lachnummer (so wie im Film von Extra3).

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Städtebau & Architektur →

Forschungsinitiative zum ICC

Das ICC bei Nacht. Fotograf: Maik Bischoff via flickr.

Endlich hat sich für die große Schatzkiste an der Avus eine Forschungsinitiative aus Architekten und Kunsthistorikern gefunden, die einen Diskurs über den Wert des ICC anstoßen möchte. Sie öffnet eine Plattform, auf der über die Herausforderungen hinsichtlich des Erhalts dieses und ähnlicher Gebäude diskutiert werden soll.

Wir sind überzeugt, dass eine behutsame Sanierung mit den richtigen Partnern, viel Sachverstand und Kreativität auch ohne den Verlust der Originalsubstanz zu bewerkstelligen ist. (For ICC)

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Kunst & Kultur →

Gefährdete Lichter der Stadt

Historische Gaslaterne am Klausener Platz, Charlottenburg

Historische Gaslaterne, Typ "Modellleuchte", am Klausener Platz in Charlottenburg. Quelle: C. Kloss

Das warme Licht des Sonnenuntergangs gehört zur Urlaubspostkarte aus dem Süden, das Polarlicht ist ein Grund für Urlaub im Norden, im sommerabendlichen Straßencafé müssen Teelichter in papierumwickelten Gläsern flackern, zum Dinner gehört der ruhige, dämmrige Kerzenschein und zum Berliner Straßenraum die Gaslaterne. Licht ist entscheidend für die Atmosphäre eines Ortes. Das trifft auch auf die Städte zu, wo zur nächtlichen Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum die Straßenbeleuchtung eine der wichtigsten Komponenten ist – die Art der Laternen und des Laternenlichts erzählt von der Beschaffenheit des Quartiers und wirkt auf dessen Attraktivität und Nutzerfreundlichkeit: helles Schlaglicht markiert eher die Ortsausgangsstraße, Flutlichter weisen auf das Stadion, Peitschenlaternen stehen meist an Verkehrsknoten und sanftes, warmorangenes Licht brennt meist dort, wo die Menschen bis tief in die Nacht im Café sitzen. Warmes Licht generiert vor allem die Gaslaterne, die insbesondere das Berliner Nachtbild prägt. Mal wieder heißt es, sich selbst ein Bild zu verschaffen bei nächtlichen Spaziergängen und zwar schnell, denn wenn es nach dem Senat geht, gehen in den historischen Gaslaternen bald die Lichter aus.

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Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Umnutzung von Verkehrsräumen

– ein Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel und zum städtebaulichen Denkmalschutz?


Aus der Hochstraße in Hannover wird ein Grünzug

Die kompakte Stadt ist Sinnbild der heutigen Stadtentwicklung, verstärkt auch durch die Grundsätze der Leipzig Charta. Die Folgen dieser Entwicklung sind u.a. der Rückbau von Verkehrsflächen und eine gleichzeitige Verdichtung des Raumes durch ein „Zusammenrücken“ der Baukörper, welches die „Wunden“ des autozentrierten Städtebaus der 1950er und 1960er Jahre wieder „heilen“ kann. Die historischen Schichten jahrhundertelanger Stadtentwicklung mit all ihren guten und schlechten Ausprägungen gehen dadurch aber völlig verloren.

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Städtebau & Architektur →

Nachkriegsmoderne ade.

Pressebild_Beethovenhalle_1959_Initiative+Beethovenhalle
Die Bonner Beethovenhalle ist vom Abriss bedroht.
(Quelle: © Schafgans Archiv/ Hans Schafgans)

Hach wie schön wars früher noch, als die junge, aufstrebende Bunderepublik mit ihren funktional-ästethischen, schwingenden Gebäuden der kriegsgebeutelten Stadt wieder etwas Leben einhauchte.

Vor allem die Baudetails – fein gegliederte Fassaden, geschwungene Treppen und Handläufe, lichtdurchflutete Eingangshallen, Fenster- und Bodenmosaike, kunstvoll verzierte Türgriffe – geben den Gebäuden aus den 1950er Jahren ein unverwechselbares Gesicht (monumente online).

Die Demokratie verliert vierlerorts ihr Gedächtnis. In Hannover soll der von Oesterlen sensibel in das historische Ensemble eingefügte Plenarsaaltrakt umgebaut oder abgerissen werden, vom historischen Zentrum in Berlin ist Nennenswertes kaum übrig geblieben und in Bonn wurde der alten Plenarsaal von Hans Schwippert bereits 1987 abgerissen.

Auf der Suche nach irgendwas, was bleibt. Die Nachkriegsmoderne erfährt in jüngerer Zeit wieder eine Wertschätzung – und der Abriss all jener Gebäude, die stadtbildprägend und den Menschen ans Herz gewachsen sind, können nicht mehr ohne Widerstand der Bevölkerung vollzogen werden.

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