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Schlagwort »digitale Kultur«
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Das Internet-Institut kommt nach Berlin

Homepage Internet-InstitutIm Herbst 2015 schrieb das BMBF die Gründung des „Deutschen Internet-Instituts für die vernetzte Gesellschaft“ aus. „Ein öffentlich finanziertes Forschungsinstitut wird in einem interdisziplinären Ansatz die ethischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und partizipativen Aspekte von Internet und Digitalisierung erforschen“ hieß es damals.

Ein Berlin-Brandenburger Verbund aus Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin, Universität der Künste Berlin, Universität Potsdam und Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme bewarb sich und erhielt den Zuschlag, wie das BMBF letzte Woche bekannt gab. Man habe sich für den Standort Berlin entschieden, da sich dieser durch leistungsstarke Hochschulen und eine vitale Start-up-Szene auszeichne. Das Internet-Institut erhält in den ersten fünf Jahren eine Förderung von 50 Millionen Euro vom BMBF.

Aufgabe des neuen Instituts ist es, aktuelle gesellschaftliche Veränderungen, die im Zusammenhang mit der Digitalisierung entstehen, zu untersuchen und  politische und wirtschaftliche Handlungsoptionen zu entwerfen. Schwerpunkt wird die Zusammenarbeit von Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften mit Designforschung und Informatik sein. Die Arbeitsweise besteht in einem Mix aus Grundlagenforschung, der Entwicklung konkreter Lösungsansätze und „Labs“, in denen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zum Wissenstransfer zusammenkommen.

Mit einem Projekt zu Smart Cities und einem zu digitalen Nachbarschaften sind auch erste urbane Themen dabei. Man darf gespannt sein auf das Internet-Institut, wir werden es beobachten. Mehr Informationen: vernetzung-und-gesellschaft.de

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Verlosung | Stadt der Ströme

Der Veranstaltungsort der Konferenz, das Hans Otto Theater in Potsdam

Die Konferenz Stadt der Ströme findet nächste Woche (12.-14. Juli) in Potsdam statt und hält eine Menge an spannenden Vorträgen bereit, wie sich dem aktuellen Programm entnehmen lässt. In der Session „Wie sich die Wahrnehmung der Stadt durch die digitalen Technologien verändert“, werden bspw. Stamen Design spannenden Projekte aus den Bereichen „Visualizing urban data“ und Till Nagel über „Geovisualiserung“ vorstellen.

Wer diese und all die anderen spannenden Vorträge und Diskussionen nicht verpassen möchte, der kann nun eine Eintrittskarte gewinnen. Einfach eine bis heute 17 Uhr Mail an s.hoeffken(at)urbanophil.net mit dem Betreff „Ja, ich will“ schreiben. Viel Erfolg!

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Der digitale Kiez

Dass einzelne Kieze, bzw. Quartiere, ihren individuellen Charakter haben, ist bekannt und macht Städte so interessant und abwechslungsreich. Zudem können sie identitätsstiftend wirken und  Zusammengehörigkeitsgefühl fördern. Ein Projekt der School of Computer Science der Carnegie Mellon University versucht nun virtuelle Kieze aufgrund digitaler Vernetzung zu erfassen. Hierzu werden die Check-Ins des Geo-Sozialen Netzwerks Foursquare ausgewertet und miteinander in Bezug gesetzt, wenn sie eine räumliche oder soziale Nähe haben.

Our research hypothesis is that the character of an urban area is defined not just by the the types of places found there, but also by the people that make it part of their daily life. To explore this idea, we use data from approximately 18 million check-ins collected from the location-based social network foursquare, and apply clustering algorithms to discover the different areas of the city.

Es entstehen sogenannte Livehoods, die sich in den Grenzen, aber auch in der Einschätzung des Gebiets von den bisherigen unterscheiden. Karten gibt es aktuell für NY, San Franciso und Pittsburgh. Es bleibt spannend zu sehen, in wie weit die Idee – nämlich Understanding cities through social media – erfolgreich ist und neue wichtige Erkenntnisse über unsere Lebensumfeld bringt.
Danke an Eric für Hinweis

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Konferenz | Stadt der Ströme

Unsere Städte stehen vor großen Veränderungen: Sind es die digitalen neuen Möglichkeiten zur Stadtkartierung und –analyse, die Herausforderungen ob des Paradigmenwechsels einer immer stärker partizipierenden Gesellschaft oder die Frage nach den neuen Methoden der Wissensvermittlung in der digitalen Ära. Die vielfältigen Veränderungen müssen begriffen und gestaltet werden.

Dem hat sich die Konferenz Stadt der Ströme angenommen und diskutiert die daraus resultierenden Konsequenzen und Möglichkeiten:

Das übergeordnete Thema der Konferenz sind die vielfältigen Schnittstellen zwischen digitaler und analoger (physischer) Stadt. In fünf Themenblöcken wollen wir aus verschiedenen Perspektiven (u.a. Soziologie, Design, Kulturarbeit, Architektur und Psychologie/Soziale Arbeit) die Wechselwirkungen zwischen neuen digitalen Services und Lebenswelten und Entwicklungen in der Architektur, Stadtplanung, Quartiersmanagement etc. diskutieren.

Die fünf Themenblöcke sind:

  1. Datenströme „Mapping the City“ | Wie sich die Wahrnehmung der Stadt durch die digitalen Technologien verändert
  2. Lebenswelten | Wie sich die Lebensweisen und die Beteiligung an den öffentlichen Angelegenheiten verändern
  3. Institutionen | »The Informational City« Wie sich die städtischen Einrichtungen und deren Funktionen ändern
  4. Res publica | Wie sich die Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten verändert
  5. Interventionen im Stadtraum | Wie soziale Skulpturen die Städte verändern

 

Urbanophil ist Medienpartner der Konferenz und wird von dort berichten.

Bis 30.04. können noch die Early-Bird-Tickets erworben werden. Also, bis dahin.

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Tagungsbericht 5 | Die Bedeutung von Räumen – ob virtuell oder digital

Unter dem Motto: „Da kann ja jeder kommen. Über die Amateurisierung der Welt“, sprach Dirk von Gehlen in seinem Vortrag am Sonntag morgen darüber, wie sich die Welt durch die Demokratisierung der Produktionsmittel und damit verbundene zunehmende Kompetenz von Amateuren verändern wird. Von Gehlen, der Redakteur der Süddeutschen Zeitung ist, wies darauf hin, dass der Begriff vom lat. amare komme und somit „Amateur zu sein heißt, etwas aus Liebe zu tun“ und sprach damit einen fundamentalen Wandel des digitalen Zeitalters an, der auch gerne mit user-driven-innovation beschrieben wird. Aus Begeisterung beschäftigen sich Menschen mit Themen und erlangen, durch ausdauernde Beschäftigung, eine hohe Kompetenz in diesem Bereich. Damit „wächst die Könnerschaft auf allen Ebenen und die Grenze zwischen Profis und Amateuren wird zunehmend dünner“ wie ein Zuhörer anmerkte. Welch gravierenden Wandel dies für die Medien bedeutet, zeigt sich beispielshaft an der Tagesschau. Zwar schaue man diese immer noch, aber man wisse bereits im Vorfeld, was dort die relevanten Themen sein werden. „Die Menschen gehen sozusagen satt ins Restaurant“, was dann natürlich ein neues Geschäftsmodell erfordere. Als Informationslieferant seien die Medien veraltet, stattdessen können sie ein verbindendes (und exkludierendes) Element, indem sich das Lebenskonzept durch den Medienkonsum ausdrückt. Die Lösung ist, das zu nutzen, „was Internet kann: Menschen verbinden und Haltung kommunizieren“.

Allerdings wurde auch die Kehrseite andiskutiert, nämlich die Frage, woran man den Könner vom Scharlatan unterscheiden könne, wenn jeder zu etwas eine Meinung hat und diese im Netz uneingeschränkt publizieren kann. Diese Lücke zu schließen wäre, so der Vorschlag, doch eine gute Möglichkeit bei der Neuausrichtung veralteter Medien. Auch die Schaffung eines Online-ADAC, den Begriff hat von Gehlen vor einem Jahr geprägt, wäre eine sinnvolle Möglichkeit, wie hier nachgelesen werden kann.

Benjamin David von den Urbanauten ließ kurz vor dem Mittagessen alle nochmal erzittern, in dem er androhte ein kurzes Schlusswort zu sprechen...

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