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Schlagwort »Flughafen«
Städtebau & Architektur →

Adventskalender Tag 4: Flughafen Paris-Roissy 1

Terminal 1 at Paris Roissy airport

Der Flug zurück nach Tegel, wo mein Tag früh, zu früh begonnen hat, verspätet sich unbestimmt. Das Bier, das die Wartezeit etwas erfrischen könnte kostet 6,50 €. Angesichts der Stimmungslage ist auch das irgendwie OK. Während ich am Ärger knabbere wandert mein Blick durch den Wartebereich und kurz darauf beginne auch ich zu wandern. Vom Satelliten laufe ich zurück in das Hauptgebäude von Terminal 1 des Flughafens Charles-de-Gaulle. Während es im Satelliten nur die Details in Form der Deckenverstrebungen sind, die meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, taucht man auf dem Weg ins Hauptgebäude wortwörtlich in die Technikmoderne ein. Ein wurmartiger Verbindungstunnel aus Spritzbeton schlängelt sich erst bergab, ein bisschen geradeaus, um dann den Reisenden in der Schaltzentrale dieses UFOs auszuspucken. Ich stehe in der Rotunde, deren verschiedenen Etagen mit Laufbändern verbunden sind, die stark an Pneumatische Röhren erinnern. Die runde Form des Gebäudes wird von der zackigen, kantigen Deckenabstützung kontrastiert, die dem Bau auch seinen Platz im Star Wars-Himmel der Architektur sichert. Ich staune und bin begeistert und treibe einige Male den Ring herum.
Anders als der kathedralenartige Bahnhof bei Terminal 3, dessen grob verschalte Sichtbetonästhetik durch fehlende Instandhaltung mittlerweile etwas bedrohliches hat, ist Terminal 1, das nach Plänen von Paul Andreu im Jahr 1974 entstand, eine zeitlose Skulptur der Technikmoderne. Ich stelle fest und bedauere es, dass heutige Flughafenbauten nur noch selten derart visionär sind.
Mittlerweile hat das Boarding begonnen und ich freue mich, hier weg und nach Hause zu kommen. Und zugleich hoffe ich, dass dieses wunderbare Flughafengebäude noch in vielen Jahren mich hier in Paris erwarten wird.

Weitere Flughäfen, an denen es sich aus denkmalpflegerischer Perspektive evtl. lohnt mal zu stranden haben wir Euch hier zusammengestellt.

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

TXL – Forschungs- und Industriepark der Zukunft

Die agenda4-Ideenwerkstatt beschäftigt sich mit dem aktuellen Konzept der Nachnutzung des Flughafen Tegels – „The Urban Tech Republic“. (Ehemalige) Studierende der Berliner Hochschulen können teilnehmen!

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Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

dérive #42 erschienen | Beitrag zur Transformation des Tempelhofer Feldes

Gerade frisch erschienen ist die 42. Ausgabe vom dérive-Magazin. Die aktuelle Ausgabe hat keinen speziellen Schwerpunkt, wenngleich es wie immer Querverbindungen zwischen den einzelnen Artikeln gibt – Stadt und Kommunikation lautet das verbindende Leitmotiv der Beiträge diesmal.
In dem Heft findet sich auch ein Beitrag vom Urbanophilen Nikolai Roskamm zur Transformation des Tempelhofer Feldes. Hier ein kurzer Auszug:

Tempelhofer Feld ist der Name für das fast 400 ha große Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin Tempelhof, zentral gelegen innerhalb des Berliner S-Bahnrings. Der Flughafenbetrieb wurde am 31. Oktober 2008 eingestellt, seit dem 8. Mai 2010 ist die Freifläche tagsüber für die Öffentlichkeit geöffnet. Seit den 1990er Jahren gibt es eine intensive und vielschichtige Diskussion über die Nachnutzung des Flughafens. Besonders intensiv wurde diese Debatte in den 18 Monaten nach der Schließung des Flughafens geführt, in denen das Areal nicht zugänglich und vehement abgeriegelt gewesen ist. In den Diskussionen über das Tempelhofer Feld wurden und werden auch weiterführende und grundlegende Themen verhandelt, etwa die Frage „Wem gehört die Stadt?“, die Möglichkeiten alternativer Stadtentwicklungsmodelle oder die Forderung auf ein Recht auf Stadt. Die intensiv geführte Debatte wird von der aktuellen Entwicklung (der Öffnung des Feldes) beeinflusst, auch die tatsächliche Aneignung des riesigen öffentlichen Raums durch die Berlinerinnen und Berliner – so meine These – hinterlässt Spuren in der Auseinandersetzung über die Zukunft des Geländes.
Um diese Debatten besser verstehen und einordnen zu können, soll hier ein Blick auf die bisherige Transformation des Areals geworfen werden. Im Folgenden möchte ich also die Geschichte der historischen Entwicklung und die aktuellen Geschichten des öffentlichen Raums Tempelhofer Feld respektive der öffentlichen Debatte zum Tempelhofer Feld erzählen und danach diskutieren, was diese Geschichten miteinander verbindet (oder verbinden könnte).

Die aktuelle Ausgabe von dérive gibt es für 7 Euro beim Zeitungshändler Eures Vertrauens oder direkt auf der dérive-Webseite.

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DRadio: Das schönste Nichts Berlins

DRadio hat vor Kurzem ein Radio-Feature zur derzeitigen Nutzung des Tempelhofer Feldes mit dem urbanophil-Mitglied Nikolai Roskamm ausgestrahlt.

Seit einigen Monaten ist das Flugfeld des ehemaligen Flughafens in Berlin-Tempelhof für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Vergleich zu anderen Parks und Grünflächen ist die Anlage eine riesige Freifläche, mit wenig Strukturen und Vorgaben für die Nutzung. Hier tut sich eine für den Großstadtmenschen ungewohnte Weite auf, Freiräume in unbekannten Dimensionen öffnen sich, die Großstadtenge ist plötzlich passé.
Wie reagieren die Menschen auf diese Weite, auf die Freiheit, wie nutzen sie den Freiraum, wie erschließen oder besiedeln sie diesen? Unser Reporter Andrè Hatting hat sich auf eine Erkundungstour begeben, begleitet wurde er vom Stadtplaner Nikolai Roskamm.

Auf der Webseite von DRadio kann man das Feature anhören.

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Der ungebaute Flughafen von Manhattan

urbanophil berichtete vor kurzem über spektakuläre Flughafenarchitektur weltweit. Dass es noch weitaus radikale Visionen gab, zeigt dieses beeindruckende, ungebaute Beispiel von einem Flughafen in Manhattan. Der Immobilienentwickler William Zeckendorf schlug 1946 vor, einen Zentralflughafen auf Manhattan zu errichten, der sich über 144 Blocks mit einer Fläche von über 4 Mio. Quadratmeter erstrecken sollte. Das Flughafengebäude sollte etwa 70 Meter hoch sein. Die Start- und Ladebahn sollte somit weit über dem Straßenniveau von Manhattan liegen. Neben einer direkten Autobahnzufahrt sollten zudem direkte Anlegestellen für die Schiffe auf dem Hudson River haben. Eine faszinierende urbane Utopie, die so nie umgesetzt wurde.

Nie gebaute stadtplanerische und architektonische Visionen von ähnlicher Qualität für Berlin sind ab dem 15. Juli 2010 in der Ausstellung „Das ungebaute Berlin“ im Café Moskau in Berlin zu sehen.

via ArchiDose

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