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Schlagwort »Fotografie«
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Berlin: Höfe und Hinterhöfe

Wer an Berliner Hinterhöfe denkt, der mag zwischen zwei Assoziationen hin und hergerissen sein. Viele werden an grüne Oasen denken, einem Ort der Erholung und Rast, eine Abgrenzung zum lauten Straßenlärm oder gar der Erweiterung des eigenen Wohnraums. Wer jedoch keinen Zugang zu solch einem Hinterhof hat, dem fallen vielleicht eher Begriffe wie Schmutz, Schall und Abstellplatz für allerlei Dinge ein.

Am Rande der stehenden Zeit. Berlin Nordost. 1972-1990. Manfred Paul. Fotografien - Mit freundlicher Genehmigung von photo edition berlin

Am Rande der stehenden Zeit. Berlin Nordost. 1972-1990. Manfred Paul. Fotografien – Mit freundlicher Genehmigung von photo edition berlin

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Rezension »New York« ein Fotoband mit Fotografien von Thomas Hoepker

New York übt schon schon seit Generationen eine besondere Anziehungskraft aus und bietet eine Projektionsfläche für die Sehnsucht nach Freiheit, Geschwindigkeit und einer lebendigen Urbanität. Derzeit erlebt die Stadt eine große Renaissance, was sich in vielen just erschienenen Publikationen widerspiegelt. Auf vielfältige Weise wird versucht einzufangen, was diese Stadt zu einem einzigartigen Sehnsuchtsort macht.

© New York by Thomas Hoepker, View of Times Square and Broadway at rush hour, 1983, published by teNeues, www.teneues.com. Photo © 2013 Thomas Hoepker/Magnum Photos

© New York by Thomas Hoepker, View of Times Square and Broadway at rush hour, 1983, published by teNeues, www.teneues.com. Photo © 2013 Thomas Hoepker/Magnum Photos

Dieses Gefühl ist aber in ständiger Gefahr vereinnahmt zu werden, denn die Bilder, die diese Stadt produziert, sind häufig Sinnbilder, denen eine gewichtige Bedeutung beigemessen wird. Alltägliche Szenen, Zwischenmenschlichkeiten, Ereignisse haben immer eine Metaebene, die vergleichbare Bilder aus anderen Städten nicht hätten. So bewegt sich ein Fotograf in New York immer im Spannungsfeld zwischen Kunst und Sehnsuchtsprojektion, zwischen Zeugnis und Inszenierung, zwischen Alltag und Kitsch.

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Strukturen, Schichtungen und Staffelungen. Thomas Florschuetz im Museum Wiesbaden

Thomas Florschuetz ist einer jener Fotokünstler in Deutschland, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass sich die Fotokunst da befindet, wo sie schon seit einigen Jahren angekommen ist. Seine expressiven Tableaus fragmentarischer Körperbilder – entstanden schon in den 80er Jahren – sind heute veritable Klassiker. Wie anders sind dagegen die neueren Arbeiten des Berliners, dem jetzt das Museum Wiesbaden eine große Ausstellung mit dem Titel „Assembly“ widmet. Eine neue Offenheit beschwört Direktor Alexander Klar seitdem er in Wiesbaden ist – stärker nun möchte das Haus auch die Fotografie als Kunstform präsentieren.

palast_33

Thomas Florschuetz: Ohne Titel (Palast) 33, 2006/08
© Courtesy Galerie m, Bochum

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Rezension „WERTE. – Begründungen der Denkmalpflege in Geschichte und Gegenwart“ Hans-Rudolf Meier, Ingrid Scheurmann und Wolfgang Sonne (Hrsg.)

Selten fand ich das Cover eines Buches passender, als das des Bandes “WERTE.”, das letzten Monat im Jovis Verlag Berlin erschienen ist. Das Cover zeigt den halb abgerissenen Palast der Republik. Lediglich die Treppenhäuser stehen noch trotzig vor der „historischen“ Kulisse mit Lustgarten, Altem Museum, Berliner Dom, Marienkirche etc., aber auch vor der schon neubebauten Ecke an der Spandauer Straße.

Abb.: Jovis Verlag

Abb.: Jovis Verlag

Auf diesem, vom Fotografen Matthias Koch aufgenommenen Bild verdichten sich nicht nur an die 800 Jahre ablesbarer Berliner Stadtgeschichte, sondern auch die großen Auseinandersetzungen um Zerstören und Bewahren, was an dieser zentralen Stelle der Hauptstadt immer mehr mit Bildern und politischen Narrativen zu tun hatte, denn mit zentralen Werten der Denkmalpflege und einer Diskussion um diese.

Obgleich es für den Berliner Schlossplatz zu spät ist, eine (erneute) Wertediskussion zu führen, kann am Umgang mit dem Areal, dem Abriss des Palastes der Republik und dem Gezerre über die Neubebauung gut abgelesen werden, wie sich die Rahmenbedingungen dieser, seit der Begründung der modernen Denkmalpflege um 1900, verändert hat. Nicht dass es um die Bebauung oder Nichtbebauung des Schlossplatzes keinen Diskurs gegeben hätte, doch das Verfahren offenbart, wie es heutzutage um die Erinnerungskultur im Lande bestellt ist. Und nicht nur das, sondern auch, wer die Akteure sind, mit welchen Interessen sie ihre Ziele verfolgen und mit welchen Argumentationen sie die Deutungshoheit über den Ort und die Geschichte erringen.

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Let’s play Honkey Kong!

© Christian Åslund

© Christian Åslund

Der schwedische Fotograf Christian Åslund hat Hong Kong in ein riesiges 2D Game verwandelt. Auf seinen Fotos lässt er Models einer Schuhmarke sich wie die Spielfigur Donkey Kong durch Hong Kongs urbanen Dschungel hangeln. Ideenreich bedient er sich des gesamten Repertoirs des Strassenraumes- mal steigt ‘Honkey Kong’ (Hong Kong+ Donkey Kong) einen Zebrastreifen hinauf, mal hangelt er sich an Strassenpollern über eine Schlucht. Die Fotos wurden mit einer Speziallinse aufgenommen, so dass die Umgebung flacher erscheint. Die Motive wurden von den Dächern der Millionenmetropole aufgenommen. Größtes Problem so Åslund war es erst ein mal auf die Dächer zu kommen. Oben angekommen dirigierte der Fotograf die Models mit Walkie Talkies bis zum perfekten Shot. Ein Blick auf die weiteren Bilder lohnt sich!

via Hong Wrong

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