Follow us on: Facebook · Twitter · RSS
 
Schlagwort »Führungen«
Kunst & Kultur →

Einladung zum Stadtentdecken

Abb. 2

Putzen und Benutzen – Sommer 2012. Foto: C. Moneke.

Die Kulturgruppe Werkstatt Baukultur gründete sich 2011 am Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn. Hervorgehend aus der „Initiative Beethovenhalle“, die durch ihr Engagement mit viel Liebe und Sachverstand letztendlich den Abriss dieses bedeutenden Bauwerks verhindern konnte, setzt sich die Werkstatt Baukultur auch weiterhin für die ungeliebten Denkmale der Stadt Bonn ein. Die Besonderheit der Werkstatt Baukultur zeichnet sich durch ihre kreative Öffentlichkeitsarbeit aus, mit der sie den direkten Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern durch Aktionen im öffentlichen Raum oder durch Führungen in den jeweiligen Gebäuden sucht. Mit der Aktion „Putzen und Benutzen“ wollte die Werkstatt beispielsweise auf den schlechten Pflegezustand des Bonner Lochs hinweisen. Ab dem 16.02.2013 geht es wieder jeden Samstag zu kostenlosen Führungen mit einem spannenden Programm. Das Video der Studentin Inga Höglund, die sich im Sommer 2012 mit Werkstattmitglied Constanze Moneke auf eine ganz besondere Stadtführung durch Bonn begeben hat, gibt einen Vorgeschmack auf die Führungen und die Begeisterung, die durch die Werkstattmitglieder ausgestrahlt wird. Schön auch, dass sich der Denkmaltag 2013 mit dem Thema „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?“ auseinandersetzen wird.

Kunst & Kultur →

Interview mit JungeMeister.net

Durch unsere Führung durch die Ausstellung Megastructure Reloaded haben wir die kuratorische Assistentin des Projekts, Cornelia Escher, kennengelernt, welche nun bei JungeMeister.net – Kunstnetzwerk Berlin e.V. aktiv ist – ein Verein, „der seit fast drei Jahren unterschiedlichen jungen Leuten einen Zugang zur Berliner Kunstlandschaft ermöglicht und dabei insbesondere hinter die Kulissen des Kunstbetriebes schaut“.

Mit ihrem Kollegen Benjamin Steil möchte Sie im kommenden Semester stärker künstlerische und architektonische Perspektiven verschränken. Dazu sind bereits ein paar Ideen in die Wege geleitet, wie etwa stadtviertelbezogene Touren oder Besuche von Projekten, in denen raumpolitisch-gesellschaftliche mit künstlerischen Anliegen verbunden werden. Hieraus ergab sich die Idee einer Kooperation mit uns urbanophilen, über die wir euch zu gegebener Zeit berichten werden. Nun aber wieder zurück zu dem Interview…

(Interview: Stefan Höffken)

Könnt ihr beide euch kurz vorstellen? Was macht ihr hauptberuflich und was sind eure Aufgaben bei den JungeMeister.net?

Benjamin: Ich studiere Architektur und kümmere mich bei JungeMeister.net neben vereinzelten Kunstführungen hauptsächlich um unseren Schwerpunkt Architektur.

Cornelia: Im Moment bin ich meist mit meiner Promotion zur GEAM (Groupe d”études d”architecture mobile) beschäftigt. Für JungeMeister.net habe ich im letzten Semester hauptsächlich ein paar Führungen organisiert

Die Jungen Meister beschäftigten sich ursprünglich mit Museumskunst, also klassischer Kunst, wie Malerei, Bildhauerei, etc. Ihr beide legt nun einen verstärkten Fokus auf Architektur und Stadtentwicklung, was den „klassischen“ Kunstbegriff ja erweitert. Könnt ihr kurz erläutern, was euch an Architektur und Stadt interessiert?

Cornelia: Naja, das muss ich relativieren. Bei JungeMeister.net interessiert Kunst nicht als Objekt, sondern vielmehr der gedankliche Prozess, der einem Kunstwerk oder einer Ausstellung vorangegangen ist. Wir wollen im Dialog mit Künstlern und Kuratoren eine auch kritische und differenzierte Position zu Kunst und ihren Entstehungsbedingungen entwickeln.
Auch an der Architektur interessiert mich neben dem Objekt vor allem die Frage: Was besagt sie – und die Erzählungen, die die Architekten um ihre Gebäude produzieren – über die Gesellschaft, in der sie entsteht. Das ist für mich meist so spannend wie das Gebäude selbst. Architekten haben natürlich oft eine andere Perspektive.

weiterlesen →

Themen