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Schlagwort »Gated Communities«
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

erdrückend Shanghai

Silvan Hagenbrock absolviert gerade ein Auslandssemester an der Tongji-Universität in Shanghai und versucht sich, ähnlich wie Violeta Burkhardt, filmisch der Stadt und ihrer Phänomene zu nähern. Entstanden sind dabei mehrere Filme, von denen einer dreiminutendreiundvierzigsekunden lang Hausblöcke in Shanghai, entlang der Strecke zwischen zwei S-Bahnhaltestellen zeigt.

Die Monotonie der Compounds/Gated Communities in China erreicht eine erschreckende Dimension.

Und tatsächlich, ich war sprachlos, als ich den Film das erste mal gesehen habe, aber seht selbst:

Des weiteren produzierte er einen Kurzfilm über den ersten Schrebergarten in Shanghai initiiert von Mr. Pan Tao.

Die Aktualität des Themas, selbst mit eigenem Garten, ein Teil der Lebensmittelkette/-produktion zu sein und Gemüse anzubauen, ist nun auch in China von hoher Bedeutung. Neben hoher Luftverschmutzung in den Städten, suchen junge Familien nun einen Ort in der Natur für das Wochenende – dem Schrebergarten.

Die Dokumentation: THIS IS PAN TAO wird kommende Woche, am 25.5.14 um 15h, auf dem Backup Film Fest in Weimar gezeigt.

Alle Infos darüber findet ihr hier: http://backup-festival.de/2014/de/film/this-is-pan-tao/

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Gated Warsaw

Im folgenden Beitrag setzt sich die Monika Komorowska mit Gated Communities auseinander, die in Warschau in den letzten Jahren ein bestimmendes Element der Stadt geworden sind. Der Artikel ist Teil der demnächst anstehenden Publikation zum städtebaulichen Workshops Warschau – Berlin, der an der TU Berlin und der Politechnika Warschau durchgeführt wurde.

Marina_Mokotow

The gate to Marina Mokot??w, with divided acess for inhabitants and guests. (Foto: M. Komorowska)

The development of Warsaw is bubble-like. During the twenty years that have passed from the fall of communism, the city has been growing chaotically without the general long-term strategy. The key word to this period is privatization, not only in relation to the economy, but also to space. Predominantly lacking master plans, Warsaw grew according to the most exuberant ideas of developers welcomed by the city authorities. This is the reason why, when visiting Warsaw for the fi rst time, it is easier to fi nd a commercial center, then a true center of Warsaw. The malls with their controlled access and illusion of a street life – are not the only example of privatization of space, retail bubbles appeared on the map of Warsaw as quickly as housing bubbles.

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Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Der menschliche Zaun als Antwort auf Gated Communities in Warschau

Living-Fence_klein

Im Rahmen des von den Urbanophilen Nikolai Roskamm und Stefan Höffken geleiteten städtebaulichen Workshops Warschau – Berlin an der TU Berlin und der Politechnika Warschau entstanden neben städtebaulichen Entwürfen auch kritische Auseinandersetzungen mit der aktuellen gesellschaftlichen Situation in Warschau. Einer der Studierenden, Mateusz Maj, beschreibt im folgenden Artikel eine daraus resultierende Idee, um auf die zunehmenden Gated Communities in der Region Warschau zu antworten. Der Natolin Reactor als künstlerisch-kreative Aktion, soll einen kritischen Blick werfen und Anstoss zu einer Debatte um die zunehmende Privatisierung und Abgrenzung des öffentlichen Raumes in Warschau geben.

//Gastbeitrag von Mateusz Maj//

The life in Warsaw suburbs changed in the last years. Gated communities bloom. Dealing with the Przy Ba?ºantarni Street Natolin – a district of Warsaw – our group dealt with the topic of gating the private space. Analyzing the history and the current situation we developed the NATOLIN REACTOR – a part of which was the Living Fence Day.

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URBANOPHIL →

Urbanophil in Warschau


Das Warschauer Centrum.

Anknüpfend an unsere Veranstaltung Cities in Transmission mit Warschauer Studenten besuchten 2 Urbanophile die nun polnische Hauptstadt. Initiiert und organisiert wurde die Reise von Nikolai Roskamm im Rahmen der langjährigen Kooperation zwischen dem Institut für Stadt- und Raumplanung und der Politechnika Warszawska. Finanziert wurde der Austausch vom DAAD. Neben einem Besuch an der Architekturfakultät stand eine Stadtführung zum Thema aktueller Wohnungsbau in Warschau an. Unsere Kollegin Monika Komorowska führte uns und weitere Studenten sowie Mitarbeiter der TU Berlin durch das Neubaugebiet EcoPark und die Gated Community Marina Mokotow. Die Entstehung von Gated Communities ist eine der relevanten Entwicklungen, in einem von privaten Entwicklern dominierten Wohnungsmarkt in Polen. Die Community Marina Mokotow bezeichnet Tomasz Konicz in seinem Artikel als

„die Spitze der Evolution der Gated Communities in Polen [… ] die eigentlich schon als ein Stadtteil zu bezeichnen wäre. Auf einer Fläche von 32 Hektar befinden sich 22 Wohneinheiten, die fünftausend Menschen Platz bieten.“

Ein Besuch der Ausstellungseröffnung in der Galeria Zacheta setzte einen schönen Schlusspunkt dieser Tour. Urbanophil wird seine Aktivitäten mit Warschau weiter fortsetzen und beabsichtigt einen intensiveren Austausch mit Warschauer Planern, Architekten und Künstlern. Daher freuen wir uns über weitere Kontakte für anstehende Kooperationen.

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Kunst & Kultur →

Ausnahmezustand

Eine Frau und ihr Mann. Endlich haben sie es geschafft: Sie leben in einer sicheren Siedlung. Doch die Bedrohung durch die unsichere Außenwelt, die Furcht vor dem sozialen Absturz hat sich tief in die Ehe und die Familie hineingefressen. Und bei Verlust des Arbeitsplatzes droht der Rauswurf aus der ‚Gated Community‘. Ein Leben in Angst. Selbst der Sohn könnte ein möglicher Feind sein, ein Agent, der das sichere Heim in der Siedlung verraten könnte, so wie der verdächtige Ehemann. Ein nächtliches Beziehungsgespräch mit dem bedrohlich leistungsschwachen Familienvater kippt in ein Verhör um und entwickelt sich zu einem Duell.

Falk Richter verdichtet in ‚Im Ausnahmezustand‘ die Verunsicherung einer abstiegsbedrohten Familie zu einem dystopischen Krimi. In einem klaustrophobischen Kammerspiel überlagern sich Gefühle, Beobachtungen und Verdächtigungen der Ehepartner schließlich unentwirrbar. Tatsachen und Träume oszillieren ineinander und schaffen eine neue Realität, die der Angst. Ein Albtraum, aus dem es kein Erwachen gibt. So wird der schützende Zaun der Siedlung zur Mauer eines inneren Gefängnisses, aus dem kein Ausbruch mehr möglich scheint – eine Metapher für die Abstiegsängste einer westlichen Wohlstandsgesellschaft.

Schaubühne am Lehniner Platz

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