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Schlagwort »Gentrifizierung«
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Wem gehört Berlin? Videoreportage auf Spiegel Online

Spiegel Online hat eine Videoreportagenserie online gestellt, in der in sechs kurzen Videos, verschiedene Akteure und Betroffene der Berliner Stadtentwicklungspolitik zu Wort kommen. Es geht um Mediaspree, Luxuslofts, Gentrifizierung und die Deutungshoheit, wem die Stadt gehört.

via architekturvideo.de

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achtung berlin: Lychener 64

Vorführung des Films „Lychener 64“ im Rahmen des achtung berlin-Festivals

In meinen vier Wänden bin ich frei und kann so leben, wie ich will. Doch was passiert, wenn das persönliche Kleinod von einer Sanierung bedroht wird? Kämpfen oder aufgeben? Mit der Wende brach über Ostberlin eine riesige Sanierungswelle herein. 20 Jahre später gibt es immer noch vereinzelte Häuser, die der Modernisierungswut stand hielten. Das Haus in der Lychener 64 gehört dazu und muss nun dem Traum der Vollsanierung weichen. Jakob C. Rühle begleitete mit seiner Kamera den Kampf der Bewohner zwischen Kommerz und selbstbestimmten Wohnen.

Das Haus lebt von seinen Mietern, z.B. Karsten, der Geschichte von der guten alten Zeit in der Lychener 64 erzählt. Gemeinsam begleiten wir sie von der Sanierungsbenachrichtung bis zur Umzugskiste. Dem Regisseur gelingt ein vielschichtiges und tragikomisches Porträt, das vor allem Fragen nach der richtigen Lebensform aufwirft. Es zeigt aber auch wie mit Presslufthammer und Spitzhacke ein Stück Ostgeschichte und Kiezleben zertrümmert wird.
Ein Dokumentarfilm von Jakob Rühle, Fabio Dondero und Teresina Moscatiello.

Trailer:

Samstag, 19:45 Uhr: Kino Passage 1
Sonntag, 22:30 Uhr: Kino FaF 2

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Tagung: Hier arm – da sexy? Soziale Spaltung und Segregation in Berlin

Die Tagung der AG Linke Metropolenpolitik beschäftig sich mit dem Thema der Sozialen Spaltung in Berlin.
„Soziale und räumliche Polarisierung nehmen seit Jahren in den Städten zu. Auch in Berlin verschärfen sich die sozialen Gegensätze: In aufgewerteten Teilen der Innenstadt wurde über drei Viertel der Bewohnerschaft ausgetauscht. Woanders werden immer neue „Problemquartiere“ identifiziert, wo sich Armut und von sozialer Ausgrenzung Betroffene konzentrieren.
Auf der Tagung wollen wir nicht nur die globalen, nationalen und spezifischen Berliner Entwicklungen diskutieren, die zu Segregation führen. Ziel ist die Auseinandersetzung mit bestehenden und alternativen Instrumente zur Segregations-bekämpfung wie z.B. dem Quartiersmanagement (QM).
Nach wie vor sind die QM-Gebiete die Schlusslichter in Bezug auf Einkommen, Arbeitslosigkeit, Wohnungs- und Lebensqualität der BewohnerInnen. Was kann das Quartiersmanagement, was können Maßnahmen der Bildungs- oder Wohnungspolitik für eine soziale Stadtentwicklung leisten?“
(AG Linke Metropolenpolitik)

Programm:
I Kaleidoskop städtischer Spannungen
Was ist Segregation?
Facetten von Segregation
Diskurse über Segregation/Ghettodiskurse
II Segregation in Berlin
Segregation in Berlin – Befunde des Sozialstrukturatlas
Lokale Schlaglichter: Beispiel Marzahn-Hellersdorf, Innenstadt – Aufwertungsgebiete und Abwertungsgebiete
III Ursachen und Handlungsmöglichkeiten
Handlungsansätze gegen soziale Segregation

Parallele Workshops: Wohnungspolitik, Bildung, Kommunale Infrastruktur

Zeit: Samstag, 17. Oktober 2009, 10:00 bis 18:00 Uhr
Ort: Neues Stadthaus, Otto-Suhr-Saal, Parochialstr. 3, Berlin-Mitte
Kosten: 5 Euro (incl. Mittagessen)
Anmeldung bis zum 15.10.2009 hier

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Bitte werten Sie mein Haus ab!

Die Gentrifizierungsdebatte köchelt nun schon eine ganze Weile, hat es nun in die Schlagzeilen geschafft und wird auch in Zukunft weiter für Kontroversen sorgen. Ein schöner, da ironischer Kommentar zu diesem Thema ist das Video der Initiative „Es regnet Kaviar“, in welchem das Abwertungskit vorgestellt wird, mit dem sich in

„wenigen Handgriffen […] das Erscheinungsbild ihrer Wohnung nach außen verschlechtern“

lässt. Schön gemacht und unterhaltsam. Daher anschauen und weiterempfehlen.

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Potemkinsches Dorf

Als die russische Zarin Katharina II 1787 ihre neu eroberten Gebiete auf der Krim besichtigte, ließ der damalige Gouverneur Grigori Potjomkin in den Dörfern Kulissen aufstellen, die ihren schlechten Zustand übermalen sollten. Den umgekehrten Weg gehen die aus dem Street-Art kommenden Künstler fauxreel und Specter in ihrem „City renewal project“ in Toronto. Die detailgenauen Herstellungen von Fassaden sind Rekonstruktionen von geschlossenen Läden der Umgebung. Sie verschwanden im Zuge der Gentrifizierung von Stadtteilen und sollen als zweidimensionale Wiederauferstehung an den Verlust dieses Wandels erinnern. Zwangsläufig befinden sich die Rekonstruktionen bis auf die Eingangsfront im inneren einer Werkhalle. Auch ohne das Projekt besuchen zu können, erzählt das Video viel über die Macht von Fassaden.
(Weitere Informationen und Bilder beim Torontoist)

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